Gepflückt & in den Hut gelegt 2

Ha, so plante ich meine (regelmäßige) Linksammlung zu nennen. Es gab genau einen Post. Nu ja. Jetzt gibt es einen 2.

Dudu Kücükgöl hat ihre Großmutter in der Türkei besucht und sie und andere Bewohnerinnen des Dorfes zu den Kilim, in gemeinsamer Handarbeit hergestellten Teppichen, gefragt und welche Traditionen, persönlichen Geschichten und Erlebnisse damit verknüpft sind: http://www.dasbiber.at/users/dudu-k

Einer meiner heimlichen Lieblingscomics sind die Tagebuchcomics von Boum, die Boumeries, über ihren Alltag als Comiczeichnerin mit Vorliebe für Computerspiele, zwei Kindern und Partner. Ihre Schwangerschaften und die Auswirkungen auf sie selbst, die Umstände rund um die Geburten und das Leben mit den Kindern zeichnet sie sehr präzise, witzig und kritisch. Oft hält sie ihre Träume fest, die ca. zur Hälfte mit Klos zu tun haben. Vielleicht gefällt er euch ja auch: http://comics.boumerie.com/

Und in eigener Sache:

Ich habe mein altes Strickblog wiederbelebt und ihm ein neues Layout – ohne den schönen, aber für Menschen mit Insektenabneigung problematischen – Käfer verpasst. Mittlerweile trenne ich meine verschiedenen Interessen ungern voneinander, aber in diesem Fall der Bequemlichkeit und der historischen Tradition wegen schon. Die alten Posts sind in den Details manchmal problematisch, da ich sie lange vor Twitter und dem damit verbundenen Lernprozess was Feminismus, kulturelle Aneignung, Ableismus, etc. angeht geschrieben habe. Außerdem sind sie alle auf Englisch, aber wenn ihr nachlesen wollt, wie meine Diplomarbeit entstand (über das Thema steht nichts drin), was ich so gestrickt habe 2010, 2011 und wie es 2016 weitergeht, dann schaut hier vorbei: http://knittingcapricorn.blogspot.co.at/

Und auch auf Töchter Regalias sind die Schafe los und mehr – ich habe endlich angefangen, Kinderbücher zu besprechen, mittlerweile sind es schon einige Rezensionen. In der neuesten geht es um Nimitz, die nicht einschlafen kann und deshalb Schafe zählt. Nur das 108. Schaf kann nicht so hoch springen, dass es über das Bett kommt. Und dann? Lest nach: https://toechterregalias.wordpress.com/category/bucher/

 

Frauen schreiben Textilgeschichte: Fanny Bury Palliser

Irgendwo da draußen müssen sie sein, die Bücher und Pamphlete und versteckten Artikel über Aspekte der Textilgeschichte, unentdeckt von der Mainstreamgeschichte der Kriege und Könige. Gestern stieß ich auf diesen Tweet:

Der Tweet führte zum Blog der Spezialsammlungen der schottischen St. Andrews University, in dem in einer Serie “52 weeks of historical how-to’s”, also 52 Wochen lang historische Anleitungen für alle möglichen Tätigkeiten vorgestellt werden. In dem Post ging es um Spitze, Klöppelspitze um genau zu sein und um ein Buch:

Finally among the Rare Books collections I discovered a 2nd edition of “A History of Lace” by Mrs Bury Pallister.  This book covers the development of lace from earliest times up to the late 19th century when the book was first published – it covers the major lace producing areas in Europe and the lace produced in each area. The book is a landmark volume in the description of lace history and has recently been republished as original copies become hard to find.

Übersetzung: Endlich fand ich in der Rarasammlung (Sammlung besonders wertvoller/seltener Bücher) eine zweite Ausgabe von “A History of Lace” (Eine Geschichte der Spitze) von Mrs Bury Pallister. Dieses Buch beschreibt die Entwicklung der Spitze aus ihren frühesten Zeiten bis ins späte 19. Jahrhundert, dem Zeitpunkt an dem das Buch publiziert wurde – es beschreibt die größten Spitzenproduktionsregionen in Europa und die Spitze, die in jedem Gebiet gefertigt wird. Das Buch ist ein grundlegendes Werk in der Geschichtsschreibung über Spitze und wurde kürzlich neu herausgebracht, da die alten Ausgaben immer schwieriger zu finden sind.

Fanny Bury Palliser (ich habe nämlich ihren Vornamen ergooglet und sie hat sogar einen, wenn auch dürftigen, Wikipediaeintrag) schrieb also Ende 19. Jahrhundert ein Buch zur Geschichte der Spitzenfertigung, das als Standardwerk gelten kann. Was für eine Arbeit das gewesen sein muss! Sie war Historikerin, Übersetzerin, schrieb Artikel für Journale und hatte dabei sechs Kinder. Wie wohl ihr Leben aussah? Hatte sie Kinderbetreuung, war sie wohlhabend? Leider gibt es keine Biographie über sie. Aber wenn es so ein Buch über Spitze gibt, vielleicht gibt es dann auch eines oder mehrere Bücher über das Stricken oder Häkeln irgendwo in einer finsteren Bibliotheksecke?

Anhand dieses Buches lässt sich gut nachvollziehen, wo in Europa überall Spitze gefertigt wurde. Das ist wichtig, denn anzunehmen ist (anzunehmen! Die historische Realität kann auch eine andere sein.), dass vor allem Mädchen und Frauen (das eine Foto in dem Blogpost zeigt italienische Mädchen) Spitze fertigten und so ihren Lebenserhalt und ev. den ihrer Familie sicherten. Wo gearbeitet wird – und besonders wo in Gruppen gearbeitet wird, entsteht Arbeitskultur, gibt es besondere Werkzeuge, Traditionen, Geschichten, Lieder.

Fragen kommen auf: Wann begann eine Region sich auf die Herstellung von Spitze zu spezialisieren und was für Auswirkungen hatte das auf die Region? Wann hörte die Spezialisierung auf? Hörte sie überhaupt auf oder wurde sie fortgesetzt? Mit oder ohne maschinelle Unterstützung? Ab welchem Alter wurde mit der Fertigung von Spitze begonnen? Wie kamen die Menschen zu den Rohmaterialien, mussten sie den Faden selbst herstellen, konnten sie das Garn kaufen, war es ein Verlagssystem? Verkauften sie ihre Waren direkt, an Zwischen- oder Großhändler_innen? Wie wurden die Produzent_innen* bezahlt? Gab es ein Trucksystem oder bekamen sie Geld? Wie lange mussten sie arbeiten? Gab es eine organisierte Ausbildung?

Nein, das Buch wird diese Fragen nicht alle beantworten können, aber es bietet wohl erste Anhaltspunkte, wo welche Fertigung stattfand – und natürlich auch, wie die Spitze dort aussah, wichtig also, falls ein Stück Spitze identifiziert werden muss. Praktischerweise ist Fanny Bury Pallisers “A History of Lace” gemeinfrei (juhu!) und steht online als Scan auf archive.org zur Verfügung.

Crafting & Feminismus beim Femcamp Wien

Die zweite Session, die ich am Femcamp hielt, ist für mich weitaus schwieriger zu beschreiben, als die erste. Ich habe kaum Links, die ich am Ende patent anhängen kann, wo ihr weiteres nachlesen könnt, nur sehr viele eigene Gedanken, die ich alle mal in Blogposts verpacken wollte … aber die kann ich jetzt nur anreißen.

Es ging und geht um … tja. Da ist schon meine erste Schwierigkeit. Ich habe “Crafting” als Begriff gewählt, um den negativen und gegenderten Assoziationen des Begriffs “Handarbeiten” zu entkommen. Crafting als Wort für das Erschaffen von Dingen mit den Händen ist aber im Englischen – so kommt es mir zumindest vor – genauso negativ und gegendert konnotiert. Do It Yourself (DIY) und Handwerk finde ich nicht immer passend und wird wiederum wenig mit textiler Arbeit konnotiert. Hand_arbeiten also? Und wenn mit den Füßen getöpfert wird? Und was ist mit der gegenderten, negativen Trennung zwischen “Kunst/art” und “Handwerk/arbeit/craft” (wenigstens dazu gibt es schon lange Diskurse)?

Mir persönlich gefällt “craft” als Begriff, in Ermangelung eines besseren. “A master of her craft” schwingt da wohl mit (und witchcraft auch ein bisschen).

Als zweite Frage stellt sich diese: Ist es überhaupt notwendig, die eigene “craft”, das eigene Hobby, die eigene kreative Tätigkeit aus (queer-)feministischer und/oder anderer Perspektive zu betrachten? Kann ich nicht einfach stricken, ohne zu überlegen warum und wieso und welche Hintergründe alles hat? Meine Antwort: Nein, notwendig ist es nicht. Es kann sehr erschöpfend sein, alles permanent auf seine Bedeutungen, Kontexte, Geschichte, Probleme abzuklopfen und ich verstehe das Bedürfnis nach quasi “Ruhebereichen”. Aber – ich und viele andere Menschen finden das sehr spannend, also fanden wir uns in dieser Session zusammen und redeten über verschiedene Aspekte unserer jeweiligen crafts.

Ich selbst gehe vor allem vom Stricken aus. In der Session waren aber auch Menschen, die häkeln, nähen, Möbel bauen und noch vieles anderes. Als erstes stellte ich den Punkt vor, dass ich Stricken – also die Aktivität ansich – nicht für feministisch halte, sondern, dass es für mich darauf ankommt, was daraus gemacht wird bzw. welche Motivation dahintersteckt. Dabei erwähnte ich Stickereien, die ich in der Ausstellung über den 1. Weltkrieg auf der Schallaburg gesehen hatte – kriegsbefürwortende und die Lebensmittelrationierung kritisierende:

wpid-20140426_111603.jpgwpid-20140426_115715.jpgÜber diese Brücke kamen wir zu Strickgraffiti bzw. Yarnbombing und den Strickistinnen, die in Wien bereits mehrere Aktionen veranstalteten, hier gleich ein paar Links zu ihnen und ihren Aktionen:

http://strickistinnen.blogspot.co.at/

http://maedchenmannschaft.net/strickismus-handarbeit-im-oeffentlichen-raum

/http://knitherstory.wordpress.com/19-marz-2011-2/

http://diestandard.at/1297820892316/100-Jahre-Frauentag-Sichtbar-gestrickt?_slide=1

Danach sprachen wir über den großen Themenkomplex “Selber machen”. Kleidung selbst zu machen befreit von Modediktaten und normativen Zuschreibungen. Für genderqueere, nonbinary oder Transpersonen ist oft selber machen der einzige Weg, zu z.B. Bindern oder wirklich passenden Smokings zu kommen. Andererseits halten Zuschreibungen auch in z.B. die Strickwelt Einzug: Strickmuster werden als “für Männer” und “für Frauen” designt und bezeichnet, sind für dicke Menschen anders als solche für dünne Menschen.

Aber wer kann sich eigentlich das Selbermachen leisten? Wo und unter welchen Umständen ist Selbermachen teurer als Kleidungsstücke zu kaufen? Ab wann war das so? Es geht also auch beim craften um Geld und Klasse. Für etliche Hobbies, also z.B. Stricken oder Nähen, wird sehr viel Geld und Zeit benötigt. Schon allein die Materialien, Maschinen und Werkzeuge kosten Geld, besonders wenn diese fair bezahlt und ökologisch einwandfrei sein sollen. Einerseits ist dann ein handgesponnener, mit Pflanzenfarben handgefärbter Strang Biowolle oder ein Stück Stoff aus Biobaumwolle schnell im hochpreisigen Bereich, andererseits wird da sehr viel Arbeit geleistet, die auch angemessen bezahlt werden sollte. Ähnliche Barrieren gibt es auch bei den Strickgruppen – teilnehmen können vor allem die, die Zeit haben, die Kinderbetreuung arrangieren und/oder zahlen können, Geld für Getränke etc. ausgeben können.

Andererseits führte eben der große Strickboom der beginnenden 2000er zu etlichen Gründungen – von Wollgeschäften, Spinnereien, Färbereien, Wolltierfarmen, Onlinemagazinen, eigenen Designfirmen – und Plattformen, die Social Media und Datenbanken vereinen, wie z.B. Ravelry (Stricken, Häkeln) oder Natron & Soda (Nähen). Falls nicht selbst gestrickt werden kann, gibt es Firmen bzw. Plattformen, wo ältere Menschen, meist Frauen*, auf Bestellung Socken, Mützen, etc. stricken. (Auch diese Entwicklung würde ich gerne noch kritischer beleuchten.)

Für mich waren und sind auch die Strick- und anderen Gruppen subversive Elemente, die Vereinsamung bzw. feste Freund_innenkreise durchbrechen, wo nicht nur über das Stricken oder Nähen, sondern auch über Arbeit, Politik, Beziehungen, Gesundheit, Kindererziehung, Bücher, Serien, etc. etc. etc. gesprochen wird und neue Netzwerke geknüpft werden. Dass ich überhaupt weiß, was Menstruationscups sind, verdanke ich dem ersten Strickforum, das ich besuchte. Zusätzlich bin ich der Meinung, dass crafting wohl mehr Frauen* ins Internet und zum Bloggen, digitalen Fotografieren, Besuchen von Foren, Erstellen von Websites, etc. gebracht hat, als jede “Frauen ins Internet”-Initiative.

Aber – diese ganzen Entwicklungen werden kaum untersucht. Ist ja “nur” Nähen, Stricken, was immer. Handarbeit. Frauenarbeit. Es gibt nicht einmal faktenbasierte historische Untersuchungen, wo Stricken denn jetzt wirklich herkam, wie es sich verbreitete, wie es ausgeübt wurde, was für Auswirkungen es hatte und hat, etc. Es gibt punktuelle Forschungen, meist über Orte bzw. Gemeinschaften, die ihre Wirtschaft auf das Stricken ausgerichtet haben, aber wie Stricken bis zu den Shetlandinseln kam … tja.

Von da schlugen wir den Bogen zur Dichotomie Handarbeit – Technik und sprachen darüber, dass Computer bzw. Computerprogramme sehr viel mit der Erfindung und Entwicklung der mechanischen Webstühle zu tun haben. Webmuster und später auch Strickmaschinen wurden mit Lochkarten programmiert. Möbelbauen und Programmieren wird als sehr komplex wahrgenommen und mit Anerkennung belohnt, während Nähen oder Stricken diese Anerkennung selten erleben. Eine Runde von “Aber Nähen ist voll komplex, ich könnte das nie” und “Nein, Stricken ist urschwierig” folgte – sowie die Feststellung, dass Strickanleitungen sehr wie Code aussehen und Schnittmuster komplexer sind als Möbelbau.

Und dann war die Session auch schon zu Ende. Aber wir vermerkten alle weiteren Redebedarf bzw. die Teilnahme an queer_feministischen Craftingrunden – daher werde ich mich gemeinsam mit anderen Teilnehmenden um die Gründung und monatliche Abhaltung einer solchen Runde kümmern. Ab September gehen wir es an.

Wenn ihr Seiten/Blogs kennt, wo solche Themen besprochen werden, schreibt sie mir bitte in die Comments, ich ergänze dann den Blogpost.

Nein, so war das nicht. Feministische Archäologie und Geschichte – Teil 1

Der Betriebsausflug vom 1.10. 2013 braucht drei Blogposts. Dies ist der erste Teil, über Archäologie und Patriarchat.

Disclaimer: Ich bin Historikerin und keine Archäologin, hab aber viel darüber gelernt. Das ist jetzt kein Fachartikel, sondern ein Blogpost. Ich empfehle die Lektüre des Wikipediaartikels zu “Hallstatt (Archäologie)” – der ist sehr gut und deckt sich in vielem damit, was ich in meinem Studium über Hallstatt gelernt habe, da kommen einige der beschriebenen Schwierigkeiten vor. Und wenn ihr alles wissenschaftlich fundiert lesen wollt: Jutta Leskovar, Bilder auf Töpfen, Bilder in Köpfen. Zur stereotypen Identifikation von Frauen und Männern in hallstattzeitlichen szenischen Darstellungen.

Noch was: Dadurch dass sich die binäre Geschlechterordnung (Frau – Mann) auch in der Archäologie und Geschichtsforschung noch fest hält, bin ich diesmal etwas kreativ mit den Gendersternchen und hänge sie nicht überall an, um sichtbar zu machen, wann in binären Kategorien gedacht wird, wobei aber auch immer Fehler passieren können.

image

Im Rahmen eines Betriebsausfluges besuchte ich den Brot-Teil der Niederösterreichischen Landesausstellung Brot und Wein im Urgeschichtemuseum in Asparn an der Zaya. Draußen im Park, wo jungsteinzeitliche Töpfereien, Bäckereien, Wohnhäuser und mehr nachgebaut sind, fand ich folgende Tafel:

image

Webgewichte, Spinnwirtel und Garn – das Handwerkzeug der jungsteinzeitlichen Frau” steht da auf der Tafel. Aha. Soso. Klar: Es hat wahrscheinlich in der ganzen Jungsteinzeit kein einziges männliches Wesen gegeben, das jemals auch nur in die Nähe der Produktion von Textilien gekommen ist (Produktion von Textilien ist ein Merkmal der Jungsteinzeit, davor gab’s die nicht). Im Gegenzug ist verbrieft, dass Frauen nie nie nie auf die Jagd gingen – und schon gar nicht auf Mammuts, die sich zum Ende der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren, also ca. zum Beginn der Jungsteinzeit (zumindest im “Fruchtbaren Halbmond“) schon nach Nordosten und auf die Wrangelinsel vertschüsst hatten. Und etwas anderes als Cis-Männer und -Frauen gab es damals nicht. Wir wissen das, weil wir Zeitmaschinen haben und Forscher*innen durch die gesamte Steinzeit gereist sind und jede einzelne Person persönlich intensiv interviewt haben. Nein, Scherz, natürlich nicht – die steinzeitlichen Menschen haben uns alles haarklein aufgeschrieben. Ach, nein, falsch, es gibt unwiderlegbare Beweise dafür aus archäologischen Ausgrabungen.

Alles Quatsch.

Fakt ist: Eine Möglichkeit, Textilien in der Jungsteinzeit herzustellen, war das Spinnen von Garn mit der Spindel, das dann auf mit Hilfe der Webgewichte bespannten Webstühlen verwoben wurde.

Warum solltet ihr nicht glauben, dass für die jungsteinzeitliche Textilproduktion nur Frauen zuständig waren? Nun, lasst mich erklären.

Trotz einer Anzahl von Archäologinnen*, die in den Anfangstagen der Archäologie Grabungen durchführten und Frauen*, die bei Grabungen ihrer Archäologenväter*, -brüder*, -partner* auf verschiedene Arten mitarbeiteten, trotz aller feministischer Archäologie und Historiographie seit dem 19./20. Jahrhundert ist auch die Archäologie und Geschichtsschreibung nicht vor dem Patriarchat gefeit. Die Anzahl darf nämlich – wie immer – leider keinesfalls überschätzt werden. Ergo wurden und werden Grabungsfunde aus der Sicht des Patriarchats gedeutet, was z.B. dazu führt(e), dass Skelette mit Waffen – speziell Schwertern – als Grabbeigaben ohne weitere Untersuchung als Männer deklariert wurden, auch wenn ein Skelett möglicherweise das einer Frau* war. Gräber mit “Frauenschmuck” wurden dagegen als Frauengräber interpretiert.

Dazu kommt, dass es aus der Steinzeit, egal ob alt oder jung, keine schriftlichen Quellen gibt und die archäologische Fundlage bruchstückhaft, undurchsichtig und eben sehr anfällig für und abhängig von Interpretationen ist. Vieles wissen die heutigen Forscher*innen einfach nicht und werden es vielleicht nie erfahren. Siehe Wikipediaeintrag zu Hallstatt (Archäologie) – wie die Menschen der Hallstattzeit ihre herzförmigen Salzbrocken abbauten, weiß immer noch niemand. Aber aufgrund archäologischer Funde gibt es Anzeichen dafür, dass stillende Frauen und auch Kinder im Salzbergwerk arbeiteten bzw. sich aufhielten.

Hier ist besonders zu bedenken, dass Gegenstände aus organischen Materialien (Nahrungsmittel, Leder, Haare, Pflanzen, Holz, etc.) nur in ganz besonderen Fällen erhalten bleiben, wenn sie z.B. durch Feuer, Trockenheit, Hitze, Wasser, Feuchtigkeit, Kälte, Salz, Moore, Versteinerung, etc. konserviert wurden. Klingt nach viel, de facto ist es das nicht – jeder Fund, der heute noch gemacht wird, ist wieder ein neues Wunder. Vor allem gilt das für kleinräumige, intensivst besiedelte Gebiete, z.B. Mitteleuropa, aber auch die Mittelmeerküste Nordafrikas, Japan – die Zeit bleibt ja für die Fundorte nicht stehen, sondern da kommen dann andere Menschen, manchmal erst Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte danach und bauen auf bestehenden Strukturen auf oder machen die erst mal kaputt. Schon das Pflügen eines Feldes zerstört eine Bodenschicht und wirbelt sie auf – in manchen Gegenden Europas wird seit Jahrtausenden gepflügt und seit dem 20. Jahrhundert mit immer schwereren, maschinengezogenen Pflügen, die noch tiefere Schichten aufreißen.

Heute gibt es eine über Jahrzehnte entwickelte Wissenschaftskultur in der Archäologie, fein ausgeklügelte Grabungstechniken, um ja keine Details zu verlieren – wenn es sich nicht gerade um eine Notgrabung handelt – sorgfältige Dokumentation, Datierungstechniken, Genanalysen, Datenbanken mit z.B. Holz- oder Metallproben, und vieles mehr. Trotzdem sind auch heute Archäologie und Geschichtsschreibung absolut abhängig von Interpretationen, da es nur selten eine 100%ige Sicherheit geben kann. Niemand war dabei und Augenzeugenüberlieferungen (gibt’s erst mit der Schrift) müssen heftigster Quellenkritik unterzogen werden. Denkt nur an heutige Zeugenaussagen – nur wenige Menschen haben eine perfekte Erinnerungsgabe und kein Mensch ist objektiv.

Zusätzlich kommen diese Techniken und Standards vor allem dort zur Anwendung, wo es genug Geld für Archäologie gibt. Im 19. Jahrhundert und davor gab es diese Techniken nicht, unzählige wichtige Details gingen und gehen verloren. Zum Beispiel wurde eine tausende Jahre alte, im Salz konservierte Mumie aus dem Salzbergwerk in Hallstatt im 18. Jahrhundert gefunden, aber daraufhin einfach auf dem örtlichen Friedhof bestattet (siehe Hallstattartikel) – und das war kein Einzelfall.

Glücklich schätzen sich heutige Archäolog*innen, wenn es wenigstens Zeichnungen davon gibt, in welcher Position welche Fundstücke gefunden wurden (Fundzusammenhang) Wieder: Hallstatt (Archäologie)-Wikipediaeintrag. Die Ausgrabungen in Hallstatt im 19. Jahrhundert wurden gut dokumentiert – für die Zeit extrem rar – aber da die Originalfunde fehlen, helfen diese nur bedingt. Die meisten anderen Grabungen des 19. Jahrhunderts wurden nicht so sorgfältig dokumentiert und das blieb so lange ins 20. Jahrhundert hinein und geschieht sicher auch heute noch. Der Fundzusammenhang ist aber wichtig für die Interpretation der Funde. Die Position von Gegenständen, z.B. in einem Grab, sagt etwas über die Bedeutung der Gegenstände für die damaligen Menschen aus.

Mit der Übergabe der Fundgegenstände an die Sammelsuriumsmuseen – nein, Museen waren nicht immer so gut geordnet wie heute (es gibt sie auch noch nicht so lange) und nein, auch heute sind nicht alle Museen “gut” geordnet (Was heißt “gut”? Auch hier viele Faktoren.) – gingen die Zusammenhänge zwischen Funden verloren oder wurden auseinandergerissen, weil z.B. wertvolle Gegenstände herausgepickt wurden. Ja, etliche wichtige Gegenstände verschwanden und verschwinden spurlos – aus den Museen, von den Fundorten, durch Raubgrabungen, wenn sie nicht per Zufall auftauchen (siehe Himmelsscheibe von Nebra). Ergo können wir bei vielen Funden gar nicht wissen, ob alle Fundstücke vorhanden sind, wie diese angeordnet waren und in vielen Fällen auch nicht, was sie genau bedeuteten.

Nun kommt noch eine Ebene dazu: Eben der historiographische Teil der Archäologie, der aus den Fundstücken dann interpretiert, wie diese verwendet wurden und was sie für die damals lebenden Menschen bedeuteten. Nochmal: Dieser Teil besteht zu einem großen Teil aus Interpretation. Bei manchen Gegenständen ist die Verwendung eindeutig, doch können die meisten Gegenstände für vielfältige Zwecke eingesetzt werden und ihre Bedeutungen sind noch vielfältiger und quasi nur durch genaue Befragung der Personen, die einen Gegenstand verwenden, annähernd erfahrbar. Ihr glaubt das nicht? Denkt an euer Lieblingsbuch – wie vielfältig kann es verwendet werden und wieviele Bedeutungen hat es für euch? Und das ist noch ein einfaches Beispiel.

Dabei wurde lange Zeit angenommen, dass Forscher objektiv seien, Frauen das nicht wären und daher für die Forschung nicht geeignet seien und mehr als zwei Geschlechter gab es in der Forschung offiziell nicht. Heute kommen einige Menschen in der Forschung im Allgemeinen und auch in der Geschichtsforschung immer mehr darauf, dass Menschen nicht objektiv sein können und unsere persönlichen Prägungen, Ansichten, Stereotype, Gefühle etc. immer in unsere Forschungen – und alles andere auch – einfließen lassen, ob bewusst oder unbewusst. Wie objektiv ist also ein*e nicht für Feminismen sensibilisierte*r Forscher*in?

Nach der Geschichtsschreibung kommt die Vermittlung des Inhalts. Auch diese unterliegt einer Reihe von Faktoren, die Fakten und Interpretationen vermischen, verkürzen und verfälschen. Auch in der Archäologie und Geschichtsforschung, sowie in Museen und anderen Kultureinrichtungen, in Ämtern, die Ausstellungen in Auftrag geben bzw. finanzieren, haben immer noch weiße, gesunde, heterosexuelle Cis-Männer die Macht, egal wieviele Museen mittlerweile von Frauen* geleitet sind, egal wieviele Historikerinnen* es mittlerweile im Universitätsbetrieb gibt (zu wenige). Außerdem sind ja auch nicht alle Frauen* Feministinnen*.

Ebenso gibt es zum Teil die Auffassung, dass neuere Entwicklungen in der Geschichtsschreibung, also z.B. feministische Perspektiven, “zu schwierig” seien, um sie an “die Bevölkerung” zu vermitteln. Also werden Stereotypen, wie die Verbindung zwischen Frauen und Textilproduktion, immer weitergetragen. Ein Text, eine Ausstellung muss “dem Publikum”, das immer noch als weiß, gesund, heterosexuell, cis-männlich angenommen wird, gefallen. Und bloß das Publikum nicht abstoßen, das soll ja kommen und Geld zahlen.

Wenn ihr also solche Zuschreibungen bzw. Beschreibungen lest, bedenkt diese vielen, vielen Ebenen (ich habe sicher noch ein paar ausgelassen), die hinter einer solchen Phrase stecken und glaubt sie nicht auf Anhieb.

Denn wie soll ich glauben, dass in der Jungsteinzeit einzig und allein Frauen für die Textilproduktion zuständig waren? Gut, es gibt archäologische Funde von z.B. Metallgefäßen, auf denen die Textilproduktion durch Frauen* dokumentiert ist, Frauen* werden die Mittel für die Textilproduktion (Spindeln, Webgewichte) mitunter ins Grab gelegt – aber das beweist eben a) nichts, b) nicht alles und c) nur, dass die abgebildeten bzw. begrabenen Frauen* (wenn es denn Frauen* sind) möglicherweise Textilien produzierten. Erinnert euch – Gegenstände haben mehrere Bedeutungen, die nicht alle erfasst werden können. Das einzige was mit 100%iger Sicherheit gesagt werden kann: Seit Menschen Textilien produzieren, produzieren Menschen Textilien.

Teil 2 behandelt dann die “Brot”-Ausstellung selbst.

Zwei Schürzen

image

Ich brauche mehr Schürzen.
Er lacht.
Schürzen, wie unglaublich antiquiert.
Schürzen, wie unglaublich unzeitgemäß.
Ich schürze die Lippen,
Ich schürze die Ärmel,
Ich schürze die Röcke
Und laufe davon.
(Vom 23.3. 2013)

Das nur als Einstieg.

Ich erkannte heute, warum ich Schürzen so liebe: Wenn ich eine Schürze trage, muss ich nicht aufpassen, dass ich mich anpatze (= ankleckere). An einer Schürze kann ich mir ungeniert die Hände abwischen, ich kann mit ihr andere Dinge abwischen, egal was an ihr hängen- oder klebenbleibt, das ist ihr Zweck.

Dann erkannte ich, dass ich es mir eben gar nicht leisten kann, meine restliche Kleidung so zu behandeln. Dafür wurden Schürzen erfunden: Zum Schutz. Weil es sich nur ganz wenige leisten konnten, ihre Kleidung permanent dreckig zu machen. Wenn die große Wäsche sehr umständlich ist und Kleidung sehr teuer, muss darauf gut geachtet werden. (Daher auch alle möglichen “Schoner”, wie Hemdenschoner, permanente Flick- und Stopfarbeiten, Umarbeitung in andere Kleidungsstücke … eine lange Geschichte.)

Dazu kommt dann der Druck permanent sauber und wohlriechend zu sein. Beflecktes Gewand bedeutet Armut. Es ist nicht “normal”. Jemand mit beflecktem Gewand kann sich entweder nicht darum kümmern, möglichst schnell wieder der Norm zu entsprechen oder – gefährlich – will der Norm aus verschiedenen Gründen nicht entsprechen.

Diese Sauberkeitsnorm wirkt schon im Kleinkindalter. “Mach dich nicht schmutzig!” Buben dürfen dreckiger und länger dreckig sein als Mädchen. “Echte Männer” dürfen dreckig sein, Frauen* müssen möglichst sauber, glatt und hell sein. Auch innen: Entschlackung (Detox), Blut- und Darmreinigung (Fasten, probiotische Dingsdas, Joghurt), Vaginalduschen (unnötigst).

Trotzdem dürfen wir als Kinder und Jugendliche zuletzt ungestraft herumpatzen mit allem, bis (Mit dem Essen spielt man nicht!) keine Ausrede (Wie siehst du denn aus!) mehr möglich ist (Du schaust ja aus wie ein Schweinderl!) und Dreck, wenn nicht ganz, dann in die Freizeit verbannt wird (Koch-, Töpferkurs oder Fangopackung gefällig?). Und kneten wir unseren Biobrotteig nicht mit der Hand, das dauert doch so lange …

Bis auf die Menschen, die weiterhin die Drecksarbeit machen müssen. Dabei tragen sie manchmal weiterhin Schürzen oder Schurze über der Arbeitskleidung. Und an den einen sehen wir verächtlich hinunter, weil sie mit echtem Dreck in Berührung kommen, an den anderen sehen wir bewundernd hinauf, weil sie noch mit den Händen arbeiten.

Schließlich: Der einzige Grund, warum ich mich so oft anpatze, ist dass ich meinem Essen nicht mehr volle Aufmerksamkeit schenke. Ich will aber nicht permanent eine Schürze tragen. Das käme Dirndln (Trachten) gefährlich nahe … (in Erinnerung an das #dirndlgate vom 24.9. 2013).

Anyway. Ich habe 2 Schürzen. Es werden sicher noch mehr werden.

Blaudruck im Burgenland

Letzten Samstag machte ich mit Freundinnen und Verwandten einen Ausflug zur Blaudruckerei Koo in Steinberg im Burgenland. Außer dieser Blaudruckerei gibt es in Österreich nur noch eine andere, die Blaudruckerei Wagner im Mühlviertel.

IMG_1886

Blaudruck ist eigentlich die falsche Bezeichnung für diese Technik. Es handelt sich um eine Reservetechnik – zuerst wird der Stoff mit einer besonderen Paste bedruckt, dann gefärbt, dann wird die Paste ausgewaschen. Die bedruckten Stellen sind dann weiß.

IMG_1839

Früher war Blaudruck weit verbreitet, da damit günstig schöne Stoffe hergestellt werden konnten, aus denen sowohl Arbeits- als auch Sonntagskleidung oder Trachten geschneidert werden konnten. Wobei viele präzise Handgriffe vonnöten sind, bis am Ende aus einem Stück Stoff z.B. eine Schürze entstanden ist.

IMG_1838

Aber beginnen wir ganz am Anfang: Beim Farbstoff. Für den Blaudruck wird Indigo verwendet, da mit diesem im Gegensatz zum Färberwaid kalt gefärbt werden kann. So sieht eine Art der Indigopflanze aus:

IMG_1891

Der Farbstoff wird aus den Blättern gewonnen bzw. mittlerweile wird Indigo auch synthetisch hergestellt, aber die Blaudruckerei Koo verwendet noch den traditionellen Indigo. Der Farbstoff wird zu “Kuchen” gepresst und getrocknet, damit er gut transportierbar wird, hier auf dem Bild in der Mitte seht ihr so ein Stück.

IMG_1875

Um den Indigo ins Wasser zu bringen, müssen die Stücke zuerst zu einer Paste gestampft werden.

IMG_1884

Die gelben Brocken neben dem Indigo auf dem vorigen Bild sind Gummi arabicum. Aus Gummi arabicum, einer speziellen Tonerde und Familiengeheimnissen besteht der sogenannte “Papp”, die Paste, mit der die Stoffe bedruckt werden. In der Blaudruckerei Koo werden Baumwolle und Seide bedruckt, die Blaudruckerei Wagner im Mühlviertel bedruckt dagegen Leinen.

IMG_1861

Bevor die Stoffe bedruckt werden können, müssen sie zuerst gestärkt werden. Hier in diesem Riesentopf kocht die Stärke.

IMG_1864

Dann werden sie getrocknet und dann erst werden die Stoffe bedruckt – per Hand!

IMG_1845

Beim Druck kommen zum Teil uralte Model zum Einsatz. Einmal im Jahr kommt in der Blaudruckerei Koo ein Instrumentenmacher aus Thüringen vorbei, der kaputte Model richtet und neue Model nach alten Vorbildern anfertigt.

IMG_1857

So sieht der bedruckte Stoff dann aus (auf Flickr gibt’s noch viel mehr Bilder von den verschiedenen Mustern):

IMG_1870

Nach dem Druck muss der Stoff drei bis vier Wochen trocknen, damit die Paste richtig haftet und beim Färben nicht zerrinnt.

IMG_1859

Wenn der Stoff bereit zum Färben ist, geht es in die Färbestube. Diese Färbebottiche, “Küpen” genannt, sind über vier Meter tief.

IMG_1876

Der große Vorteil beim Färben mit Indigo ist, dass die Färbung mit kaltem Wasser funktioniert. Es braucht also zumindest dafür weniger Energie.

IMG_1868

Der Stoff wird in Halterungen eingespannt und für ca. 10 Minuten in die Farblösung getaucht, dann wieder komplett herausgezogen.

IMG_1877

Erst an der Luft oxidiert der Farbstoff und wird blau. Das könnt ihr hier sehr gut sehen:

IMG_1880

Je öfter der Stoff eingetaucht wird, desto dünkler wird die Farbe. Mit Kreide vermerkt Herr Koo, wie oft er welchen Stoff schon getaucht hat.

IMG_1882

Nach dem Färben muss die Druckpaste in heißem Wasser ausgewaschen werden, dafür reicht aber ein vergleichsweise kleiner Kessel.

IMG_1887

Danach wird der Stoff gespült und gespült und gespült, bis er nicht mehr abfärbt.

IMG_1836

Dafür ist das Wasser ganz schön blau.

IMG_1837

Zum Schluss wird der Stoff noch durch die Wäschemangel gelassen und entweder zu Ballen aufgerollt und nach Maß verkauft

IMG_1893

oder zu Röcken, Dirndln, Hüten, Schals, Hosen, Hemden, Taschen, Ofenhandschuhen, Kissenüberzügen, etc. verarbeitet.

IMG_1892

Dabei kooperiert die Blaudruckerei Koo mit den “Koryphäen“, einem Projekt, das Frauen beim Wiedereinstieg ins Berufsleben und bei der Ausbildung unterstützt.

Die besondere Spezialität der Blaudruckerei Koo sind die Doppeldrucke – das sind Stoffe, die auf der einen Seite ein Muster, auf der anderen Seite ein anderes haben. Hier seht ihr ein Beispiel mit meinem Lieblingsmuster (oben am Rand seht ihr es):

IMG_1853

Ein Besuch in der Blaudruckerei Koo lohnt sich unbedingt. Wenn ihr es aber nicht bis ins Burgenland schafft, Taschen, Schürzen, Tischtücher etc., gefertigt von den Koryphäen, werden in Wien z.B. in der Weihnachtszeit auf dem Kunsthandwerksmarkt am Karlsplatz verkauft.

Mehr Bilder könnt ihr, wie gesagt, auf Flickr sehen.