Veganer Schokobananenkuchen

Ein Bild von einem weißen Teller mit Kuchenbrösel, darauf liegt links ein kleines Stück dunkelbrauner Schoko-Bananen-Kuchen, rechts eine Kuchengabel mit darauf klebenden Kuchenresten.

Ein Bild von einem weißen Teller mit Kuchenbrösel, darauf liegt links ein kleines Stück dunkelbrauner Schoko-Bananen-Kuchen, rechts eine Kuchengabel mit darauf klebenden Kuchenresten.

#ausGründen habe ich ein Dessertrezept ohne zusätzlichen Zucker *seufz* gesucht und fand auch eines, das vegan, glutenfrei und schnell gemacht ist. Vielleicht kennt ihr es ja schon, ich bin bei veganen Rezepten nicht so bewandert. Der Kuchen lässt sich auch sehr gut skalieren, also in kleinen Portionen als Tassenkuchen und in größeren Portionen als Geburtstagskuchen zubereiten. Er hält sich in Frischhaltefolie und Tupperware eingepackt sehr gut im Kühlschrank. Das Original findet ihr hier, aber dort alles voll mit Triggern und Werbung und es ist auf Englisch. Bah.

Update: Ich habe das mit dem Marmorkuchen versucht & es ist gut gelungen. Ich habe nur 1 1/2 Esslöffel Kakaopulver pro Banane genommen und es ist tatsächlich besser. Die eine Teighälfte habe ich mit Erdnussbutter aromatisiert und noch 2 Esslöffel Reismehl untergerührt, aber das war vielleicht ein wenig zu viel Reismehl. Die Erdnussbutter schmecke ich immer noch nicht sehr stark. Trotzdem gut! :)

Nochmal ein Update: Nach ca. 1 Tag im Kühlschrank ist die Erdnussbutter besser schmeckbar und der Kuchen extrem guuuuuuut. \o/ Würde immer noch weniger Reismehl dazutun, aber om nom nom.

Auf einem weißen Teller sind zwei Kuchenstücke, rechts ein Stück mit mehr Schokoladeteig, rechts mit mehr Erdnussbutterteig.

Auf einem weißen Teller sind zwei Kuchenstücke, rechts ein Stück mit mehr Schokoladeteig, rechts mit mehr Erdnussbutterteig.

Wie gehabt erkläre ich zuerst genau, was ihr an Küchengerät und Zutaten braucht, weiter unten findet ihr wie immer Zutaten und Anleitung in Kürze.

Werkzeug:

1 Suppenteller oder 1 Schüssel – wenn ihr Marmorkuchen machen wollt, 2 Schüsseln – oder 1 Pürierbecher oder 1 Standmixer, je nachdem, wieviel Kuchen ihr zubereiten wollt und wieviel ihr nachher abwaschen wollt

1 Gabel oder 1 Kartoffelstampfer oder 1 Pürierstab

1 Esslöffel

1 ofenfeste Tasse oder 1 ofenfeste Form, je nach Teigmenge größer oder kleiner – der Kuchen ist eher flach, es geht also auch ein rundes Backblech für Obstkuchen.

1 Teigschaber

Butter (vegan oder nicht), Öl oder Backpapier

Zutaten:

Mindestens 1 vollreife Banane – meinen Kuchen habe ich mit 3 gemacht, für einen großen Kuchen würde ich 6 veranschlagen

Pro Banane 1 1/2 bis 2 Esslöffel Kakaopulver – ich habe stark entöltes genommen, aber ich glaube, es ist eigentlich egal. Ihr könntet z.B. auch mit weißem Schokopulver experimentieren oder mit Matcha oder mit gepulverten, getrockneten Früchten oder zwei Portionen machen und die jeweils unterschiedlich aromatisieren und dann Marmorkuchen machen.

Eventuell Nussbutter, Sonnenblumen- oder Sojabutter – je nach Geschmack & Verträglichkeit, ist nicht unbedingt nötig, aber fein. Die Menge könnt ihr selbst bestimmen: Von 2 Esslöffel pro Banane bis 2 Esslöffel für den ganzen Teig geht alles

Könnt ihr auch noch reingeben: Gehackte Nüsse, Schokolade, größere Bananenstücke, Birnenstücke, Nuss- oder Kokosmehl

Zubereitung:

Tasse oder Form einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Backofen auf 180°C vorheizen – wenn ihr einen Tassenkuchen macht, geht der auch in der Mikrowelle.

Bananen schälen und mit der Gabel oder dem Kartoffelstampfer im Suppenteller oder in der Schüssel zerdrücken oder mit Pürierstab oder Standmixer pürieren.

Wenn ihr einen Marmorkuchen machen wollt, rührt erst alle Zutaten unter, die in den ganzen Teig sollen, z.B. Nuss- oder Kokosmehl, Nuss-, Soja- oder Sonnenblumenkernbutter, dann gebt die Hälfte oder ein Drittel des Teiges in eine andere Schüssel und rührt dort die Sachen unter, mit denen ihr den Teig aromatisieren wollt, z.B. Kakao-, Schokolade- oder Fruchtpulver. Rührt alles gut unter, bis es gut vermischt ist. Jetzt auch klein geschnittene Früchte, Nüsse, Schokolade einrühren, falls ihr sie verwendet.

Ich habe auf 3 Bananen 2 Esslöffel Erdnussbutter genommen und schmecke sie kaum heraus.

Teig in die Tasse oder Form geben. Wenn ihr Tassenkuchen macht, dann kommt der für 1 Minute in die Mikrowelle oder 10-12 Minuten in den Ofen.

Wenn ihr einen größeren Kuchen macht, dann im Ofen ca. 20-25 Minuten backen, je größer der Kuchen, desto länger, aber nicht ewig, so 30 Minuten höchstens.

Danach gibt es verschiedene Möglichkeiten: Den Kuchen gleich ohne alles oder mit Schlagobers, Eis, Früchten oder Joghurt essen – oder ihn ganz auskühlen lassen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen und dann auch so oder mit Schlagobers, Eis, Früchten oder Joghurt essen. Er wird durch das Kakaopulver doch etwas bitter und auch etwas sauer im Abgang, nicht schlimm, aber doch spürbar, daher werde ich nächstes Mal etwas weniger nehmen, dafür mehr Erdnussbutter und sehen, ob das einen Unterschied macht.

Hoffentlich schmeckt er euch auch gut!

Zutaten & Anleitung in Kürze

Mindestens 1 vollreife Banane

Pro Banane 1 1/2 bis 2 Esslöffel Kakaopulver

Eventuell Nussbutter, Sonnenblumen- oder Sojabutter – pro Banane zwischen 1/2 Teelöffel bis 2 Esslöffel, je nach Belieben

Tasse oder Form einfetten oder mit Backpapier auslegen, Backofen auf 180°C vorheizen.

Bananen schälen und gut zerdrücken oder pürieren. Kakaopulver und ev. Nussbutter gut unterrühren. Teig in Tasse oder Form geben.

Tassenkuchen: 1 Minute in der Mikrowelle oder 10-12 Minuten im Ofen. Kuchen mit 3 Bananen: 20-25 Minuten im Ofen. Kuchen mit 6 Bananen: Ca. 30 Minuten.

Frisch essen oder abkühlen lassen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kühlen.

Gutes Gelingen!

Zwetschgen-Schokolade-Marmelade

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Ein Bild mit fünf Einmachgläsern voller Zwetschgen-Schokolade-Marmelade auf einem karierten Küchentuch, das Glas ganz rechts im Bild ist kleiner als die anderen und hat einen orangen Deckel, die anderen haben silberne Deckel.

Eigentlich wollte ich gar keine Schokolade in die Zwetschgenmarmelade werfen, aber die erste Partie ist mir angebrannt. Ich habe also die Marmelade in eine Schüssel geleert, den Topf geschrubbt und die Marmelade wieder zurückgeleert. Leider war der dunkelkaramellige Geschmack doch recht stark – nicht ungenießbar, aber nicht zur Marmelade passend. Ich wollte sie aber nicht wegschütten und hatte nichts zu verlieren – also schmiss ich Schokolade hinein und siehe da, die Marmelade schmeckte plötzlich köstlich.

Mein Rezept sieht ungefähr so aus: “Aus einer Steige Zwetschgen alle, die noch ok sind rauspicken, entkernen, backen, in Topf schütten, kleiner Berg Zucker, halbes Kilo Gelierzucker, eine Tafel und zwei Rippen Schokolade, abfüllen”. Das ist aber nicht sehr hilfreich, also habe ich es nochmal repliziert, um es genauer für euch aufzuschreiben.

Zuerst beschreibe ich die Zutaten und Zubereitung ausführlich, am Ende findet ihr die Zutaten & Anleitung in Kürze.

Zutaten & Werkzeug:

2 kg Zwetschgen – damit meine ich diese.

1 Tafel dunkle Schokolade – 70%, möglichst ohne Milch, dann ist die Marmelade vegan. Nehmt Schokolade, die euch wirklich gut schmeckt und testet sie vorher, ob sie euch z.B. in heißer Schokolade gut schmeckt. Ich bin ziemlich heikel, was Schokolade betrifft und habe deshalb extra in der Schweiz gekaufte Schokolade verwendet. Als Ersatz würde ich die 70- oder 80%ige dunkle Schokolade von Spar Premium empfehlen, die wird nämlich auch in der Schweiz hergestellt.

1 kg Gelierzucker 2:1. D.h. auf ein Kilo Gelierzucker kommen 2kg Früchte. Wenn ihr 1kg Früchte nehmt, dann reicht 1/2 kg Gelierzucker. Es gibt auch andere Gelierzucker (3:1 oder 1:1, z.B.), mit denen habe ich diese Marmelade aber noch nicht probiert. 3:1 (also 3 kg Früchte auf 1 kg Zucker) würde wahrscheinlich auch funktionieren, sonst gebt einfach noch etwas Zucker dazu, wenn euch die Marmelade zu sauer ist.

2 Zitronen oder 2 Teelöffel kristalline Zitronensäure – pro kg. Früchte 1 Zitrone oder 1 Teelöffel kristalline Zitronensäure.

1 Zitruspresse oder Früchte durch ein Sieb erst mit der Hand und dann mit einem Löffel auspressen.

1 großen Topf mit hohen Wänden – ja, leider. Nein, nur ein großer Topf reicht nicht, außer ihr macht nur die Hälfte des Rezepts. Marmelade kann beim wallend kochen sehr hoch steigen & der Topf dann übergehen. Lässt sich aber vielleicht von anderen marmeladekochenden Personen ausleihen.

1 Holzlöffel, je länger desto besser

Marmeladegläser mit Schraubdeckel – 2 kg haben bei mir 6 355ml-Gläser plus ein 125ml-Glas gefüllt, das sind also ca. 2,2 Liter Marmelade. Rechnet also ca. mit 2l Marmelade und schaut, dass ihr genug Gläser habt.

2 kleine Teller – einen für die Gelierprobe, einen zum Abstellen von Einmachtrichter und Schöpfkelle

2 frische Küchentücher

Nach meiner Einkochmethode braucht ihr noch 1 großen Topf (für das heiße Wasser) und 1 kleinen Topf (für die Deckel) – ich kenne nur die Methode; ansonsten bitte je nach eurer Erfahrung.

1 Schöpfkelle (mittel bis groß)

1 Einmachtrichter (lässt sich ev. auch von einkochenden Personen ausleihen) und eine Holzwäscheklammer, damit ihr den heißen Trichter gut halten könnt

1 Spaghetti- oder sonstige Holzzange (lässt sich ev. auch von einkochenden Personen ausleihen)

 

Anleitung:

Zwetschgen waschen, Stiele entfernen und entkernen. Falls ihr noch nie Zwetschgen entkernt habt: Der Stielansatz, also das Loch, wo der der Stiel drin war zeigt nach oben. Viele Zwetschgen haben eine Art Naht, die sollte entweder direkt zu euch schauen oder direkt von euch weg schauen. Haben die Zwetschgen keine Naht, dann haltet sie so, dass eine der schmäleren Seiten des Ovals zu euch zeigt. Mit beiden Daumen sanft aber nachdrücklich nahe am Stielansatz die Zwetschge in zwei Hälften aufdrücken, Kern entfernen, ev. schadhafte Stellen abschneiden, Zwetschgenhälften in den großen Topf werfen. Wenn ihr euch das nicht ganz vorstellen könnt, Youtube hat eine Menge an Tutorials, wenn auch anscheinend nicht für meine Methode (hab aber nicht zu lange gesucht, ob ich meine finde).

Wenn ihr schon ein paar Zwetschgen entkernt habt, dann presst die Zitronen aus und gießt den Saft über die Zwetschgen im Topf oder bestreut sie mit der kristallinen Zitronensäure und rührt um, so dass alle Zwetschgen in Kontakt mit der Zitronensäure kommen, das verhindert die Verfärbung/Oxidation ein wenig. Entkernt weiter Zwetschgen und rührt immer wieder um.

Wenn ihr alle Zwetschgen entkernt habt, fügt den Gelierzucker dazu und rührt gut um. Ihr könnt die Zwetschgen jetzt auch ein wenig ruhen lassen und alles weitere vorbereiten, denn wenn die Zwetschgen einmal auf dem Herd sind, dann könnt ihr nebenher nicht so viel machen.

Die Zwetschgen auf hoher Hitze und unter Rühren erhitzen, bis sie beginnen Saft zu ziehen. Dann Hitze herunterschalten und köcheln lassen, dabei alle 2-3 Minuten gut, aber sanft umrühren – heiße Marmeladespritzer können weh tun, also Schürze & wenn’s nicht zu heiß ist, lange Ärmel. So lange kochen lassen, bis die Zwetschgen weich sind und sich je nachdem (kommt auf die Sorte an) Schalen und Fruchtfleisch in Brei auflösen.

Alternativ lasst ihr das mit Zitronensaft und Zucker und werft die Zwetschgen in einen ofenfesten Topf oder auf ein tiefes Backblech und backt sie bei 180° für 30 Minuten im Ofen. Dann füllt sie vorsichtig! (eher schöpflöffelweise, weil heiße Zwetschgenspritzer tun weh und verschandeln die Küche) in den hohen Topf und fügt Zitronensaft/säure und Zucker dazu. Gut umrühren, auf dem Herd erhitzen.

Vorher bzw. währenddessen den kleinen Teller ins Eisfach oder in den Kühlschrank legen. Wenn ihr ihn vorher nass macht, geht es schneller. Die Spüle putzen, Stoppel einsetzen und mit heißem Wasser füllen. Die Marmeladegläser ohne Deckel im heißen Wasser versenken. Eine freie Fläche vorbereiten, auf die ihr den großen Topf stellen könnt, daneben ein sauberes Küchentuch ausbreiten und ein zweites sauberes Küchentuch dazulegen.

Einen großen und einen kleinen Topf mit heißem Wasser vorbereiten. Ist die Marmelade am Köcheln, die ersten Gläser aus der Spüle in den großen Topf geben und die Deckel in den kleinen. Das Wasser soll kochen. Den Einmachtrichter und die Schöpfkelle ebenfalls in den großen Topf legen, nach ca. 3-5 Minuten im kochenden Wasser wieder rausholen und auf das ausgebreitete Küchenhandtuch oder noch besser, einen Teller, legen.

Spätestens jetzt: Kleinen Teller ins Eisfach legen.

Die Marmelade nochmal hoch erhitzen und 4-5 Minuten unter vorsichtigem Rühren kochen lassen. Geliertest machen – dazu den Teller aus dem Eisfach oder Kühlschrank holen, einen guten Teelöffel Marmelade draufträufeln, etwas warten, mit dem Finger durchfahren. Bilden sich an der Oberfläche Runzeln, geliert die Marmelade gut.

Geschmackstest! Schmeckt euch die Marmelade? Ist sie zu süß? Dann noch ein wenig Zitronensaft oder Zitronensäure dazu. Ist sie zu sauer? Dann noch warten, bis nach der Schokolade, die fügt noch Süße dazu.

Zeit, die Schokolade einzurühren. Herdplatte abschalten, Schokolade in Rippen oder Stücke brechen und vorsichtig in den Topf geben (nicht werfen, das spritzt), Gut durchrühren, bis sich alle Stücke aufgelöst haben. Kosten – Süße bzw. Säure eurem Geschmack anpassen.

Jetzt geht es ans Einfüllen. Das soll rasch passieren, damit noch alles heiß ist. Den Topf auf den vorbereiteten Platz stellen. Mit der Spaghetti- oder anderen Holzzange ein Glas aus dem Topf mit kochendem Wasser holen, kurz über dem Topf abtropfen lassen, neben den Marmeladetopf stellen. Einmachtrichter drauf, mit der Schöpfkelle Marmelade bis ca. 0,5 cm unter den Rand einfüllen. Dabei darauf achten, dass keine Marmelade auf dem Rand des Glases ist, falls ja, dann mit Küchenrolle abwischen.

Passenden Deckel mit der Holzzange aus dem kleinen Topf mit kochendem Wasser holen, schnell aufsetzen. Mit dem bereitliegenden zweiten sauberen Küchentuch das Glas anfassen – Vorsicht, heiß! – und den Deckel fest zuschrauben. Glas mit dem Deckel nach unten auf das vorbereitete ausgebreitete Küchentuch stellen.

Nächstes Marmeladeglas in den Topf mit kochendem Wasser geben, neues Glas rausholen.

So weitermachen, bis alle Gläser gefüllt und der Topf leer ist. Habt ihr am Schluss zu wenig Gläser bzw. bleibt noch etwas Marmelade übrig, könnt ihr den Rest auch einfach in ein weiteres Glas oder in ein Schüsselchen einfüllen und über die nächsten Tage gleich essen. Dieser Rest hilft auch beim Beobachten des Geliervorganges – geliert der Rest, geliert auch die Marmelade in den Gläsern – und natürlich bei der Geschmacksprobe.

Nach ca. 1 Stunde sollte sich in den Gläsern ein Vakuum gebildet haben und alle Deckel “gespannt” sein, d.h., wenn ihr mit dem Finger draufdrückt, sollten sie nicht nachgeben. Falls doch, diese Gläser bald verzehren.

Je nachdem die Gläser umkehren, bevor sie ganz geliert sind. Die Gläser über Nacht auskühlen lassen. Wenn sie nicht schon bald nach dem Kochen geliert sind, am nächsten Tag schauen, ob es jetzt geklappt hat, dazu die Gläser etwas kippen und schauen, ob sich was bewegt. Ist alles noch ganz flüssig, noch etwas abwarten. Bei dieser Marmelade macht es allerdings nicht viel, wenn sie etwas flüssig ist.

Fertig! \o/

 

Zutaten und Anleitung in Kürze:

2kg Zwetschgen
1kg 2:1 Gelierzucker
1 Tafel dunkle Schokolade
2 Zitronen oder 2 Teelöffel kristalline Zitronensäure

Zwetschgen waschen, Stiele entfernen, entkernen. In großem Topf mit Zitronensaft/säure und Gelierzucker vermengen, unter Rühren erhitzen bis sie Saft ziehen, dann auf niedriger Stufe köcheln lassen, bis sie weich sind bzw. ein Brei entsteht.

Marmelade nochmals zum Kochen bringen, 4-5 Minuten kochen lassen. Abschmecken, Geliertest machen. Herdplatte abstellen, Schokolade in Stücken einrühren.

Heiß abfüllen.

Viel Spaß! Wenn ihr Fragen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren.

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The Anime Rainbow: Das war die Sommersaison 2014

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CN – Da es diesmal Kurzreviews sind & es so viele Anime sind, vergesse ich sicher einiges, sorry! Ich habe auch einige Anime von der Liste gestrichen, entweder weil sie noch laufen (Shirogane no Ishi: Argevollen, Bishoujo Senshi Sailor Moon Crystal) oder weil sie Teil eines größeren Komplexes sind (Kuroshitsuji Book of Circus) dem ich einen eigenen Post widmen möchte oder beides (Sword Art Online II).

Aldnoah Zero [CN Tod, Objektifizierung, PTSD im Zusammenhang mit Krieg, Krieg, physische Gewalt, psychische Gewalt] – In letzter Zeit sind Anime mit gigantischen Robotern, die irgendwelche Gefahren (meist aus dem Weltall) abwehren sollen, wieder sehr populär. Hier geht es um einen Konflikt zwischen Mars und Erde, politische Verwicklungen, eine Prinzessin, wechselnde Loyalitäten … und nervendes Fanservice. In letzter Zeit sehr populär in der Richtung: langsames Hochwandern der Kameras von den Beinen sitzender oder liegender Mädchen* oder Frauen* bis ungefähr Nabelhöhe. So. Nervig. Positiv: Etwas weniger platt als andere Anime was die Storyline angeht (aber noch platt genug, insgesamt, leider), Frauen in Autoritätspositionen (Schiffskapitänin, Navigatorin, Offizierin). Spoiler (mit der Maus drüberfahren): Das Ende fand ich radikal (in an oldschool way), da quasi fast alle sterben, aber es gibt im Jänner ein Sequel … aber für Wiederauferstehung müsste schon sehr viel passieren. Also bin ich doch ein bisschen gespannt. Insgesamt: Ziemlich nö.

Ao Haru Ride [CN Tod eines Elternteils, Trauer, Übergriffigkeit, Sexismus, Femmefeindlichkeit] – Hm. Ein einigermaßen netter Shoujoanime, viel über soziale Position, vor allem von Mädchen*, ganz interessant in Hinblick auf die Navigation zwischen Femininität und ihren Konsequenzen (Ablehnung von den anderen Mädchen*, positive/negative Aufmerksamkeit von den Burschen*). “Love Polygon” wird diese Art von Setting genannt – alle sind verliebt, aber vor allem unglücklich, weil die geliebte Person in eine andere Person verliebt ist usw. Dazu noch ein Familiendrama, das allerdings sehr realistisch ist (selten). Spoiler: Was ich nicht mochte, [CN Übergriffigkeit] war die Szene in der die männliche Hauptfigur die weibliche Hauptfigur vor Übergriffen warnt, indem er selbst übergriffig agiert. Sie selbst reagiert mit sexueller Erregung, was sie auch (in Gedanken) ausspricht, was ich wieder positiv finde, denn Sex wird so selten thematisiert … aber irgendwie hätte das alles anders, also feministischer gelöst werden können. Insgesamt aber: Irgendwie cute, irgendwie analytischer sozialen Zwänge und Positionen gegenüber als andere Shoujoanime, nette Musik, nette Animation … würde ich doch empfehlen, aber vielleicht nicht als Einstieg.

Bakumatsu Rock [CN Tod, Heterosexismus, Cisseximus] – Ich weiß nicht, warum ich mir diesen Anime angesehen habe. Bzw. habe ich eine sehr gute Begründung, nämlich, dass mich interessiert, wie die Bakumatsu genannte Zeitperiode in Anime dargestellt wird. *nick nick* Eigentlich stimmt das ja sogar. Anyway! Ihr müsst ihn euch nicht ansehen. Hier wird eine Dichotomie zwischen “Rock” (gut) und “Heaven’s Song” (= Boy Bands, fast alle böse) aufgestellt, es geht irgendwie um “Hero Souls” und die Kontrolle über Japan bzw. freies Leben … Zielpublikum sind Mädchen*, aber warum sollten die sich eigentlich etwas ansehen, das ihre Interessen runtermacht? Naja, egal, also: Schlechte Musik, grauenhafte Computeranimation, Lustigmachen über die Transfrauenfigur … seht euch das nicht an.

Barakamon [CN physische Gewalt, Heterosexismus] – Ein beliebter Topos: Der lebensferne Künstler(TM), diesmal ein Kalligraph (es sind nie Künstlerinnen*), der sich aufgrund eines Misserfolgs und eines körperlichen Angriffs auf einen Juror aufs Land zurückzieht und dort von der “simplen” Landbevölkerung, allen voran den Dorfkindern, “mit der Lebensrealität konfrontiert” bzw. “inspiriert” wird. Bzw. in den letzten Jahren sehr beliebt: Anime, die sich um eine Kunst oder ein Handwerk drehen. Das kommt hier ziemlich zu kurz. Das Kinderensemble umfasst mehrere Altersstufen, vom Kindergartenkind bis zum Oberstufenschüler sind alle dabei und erfrischend wild, was wenigstens den creepy “erwachsener Mann inmitten von Kindern”-Trend ein wenig abwehrt. (Es gibt nämlich diesen Trend … Anime, deren Haupthandlung das Leben einer Gruppe von Mädchen* ist, die dann vom (angenommenen) cisheteromännlichen* Zielpublikum fetischisiert werden, siehe z.B. Hanamaru Youchien, Non Non Biyori u.ä. Supercreepy.) Vollkommen problematisch an Barakamon ist die Reaktion auf das Queerbaiting, nämlich offener Heterosexismus, der wohl … den komödiantischen Topos der Fujoshi aufbrechen soll? Insgesamt: Meh.

DRAMAtical Murder [CN nicht-konsensuales Küssen (aber nur kurz), physische Gewalt, Tod] – Hm. Auch so ein “Hier, Mädchen*, ein paar nett anzusehende Dudes mit unterschiedlichen Haarfarben” hier mal ganz ohne weibliche Hauptfigur, wie auch Bakumatsu Rock. Wird anscheinend immer mehr gepusht, dieses Genre – aber die Geschichte, Animation, Musik, Figuren sind so schlecht, dass sie eigentlich nicht anzuschauen sind. Manchmal frage ich mich, ob die Finanzkrise an diesen low value productions schuld ist (und an der Überzahl der “Boy meets Girl”-Anime, die auf ein männliches* Publikum abzielen). Ja, also es geht um die Zukunft und virtuelle Realität und ein böser Typ will alle hypnotisieren … baaaahhhhhhh. *seufz* Dazwischen angedeutet – Anziehung zwischen den Figuren und sogar ein Kuss. (Yay Fortschritt!)

Gekkan Shoujo Nozaki-kun [CN cartoonhafte physische Gewalt] – Mein absoluter Favorit diesen Sommer. Ich musste bei jeder Episode laut lachen. Ich liebe diesen Anime. Das Setting selbst ist eigentlich schon gut erprobt, Highschool Comedy plus Manga zeichnen, in der letzten Zeit nach Bakuman sehr beliebt, aber hier wird so viel auf den Kopf gestellt. Um das zu merken und wirklich zu schätzen, lohnt es sich allerdings, zuerst ähnliche “typische” Anime anzuschauen … aber nötig ist es nicht. Bespreche ich jedenfalls noch ausführlicher – große, große Empfehlung.

Glasslip – Sah zu Beginn nach Standardromanze (wieder mit Love Polygon) aus, wurde dann von Folge zu Folge undurchsichtiger, mit Visionen von “Fragmenten der Zukunft”, die aber nie erklärt werden, immer weniger Zusammenhängen und am Ende stand ein Gedanke: “Äh?” Ganz nett daran: Moderne Architektur im Alltag! Und ein bisschen klassische Musik. Und es gibt eine bisexuelle Figur, die mit eigenen Interessen, eigener Geschichte porträtiert wird. \o/Spoiler: Leider checkt die weibliche Hauptfigur es überhaupt nicht als sie von der bisexuellen Figur eine Liebeserklärung kriegt bzw. möglicherweise ignoriert sie sie absichtlich. :( Urteil: Nee.

Love Stage!! [CN sexuelle Übergriffigkeit, physische Gewalt] – Das ist nicht der erste Anime, der sich einer homosexuellen Liebesgeschichte zwischen zwei Cismännern widmet, aber sicher der expliziteste der Yaoi-Mainstreamanime, die ich bisher gesehen habe (Junjou Romantica habe ich mir noch nicht angeschaut, weil mir der Manga unsympathisch ist). Explizit daher, weil die beiden Hauptcharaktere, Ryouma und Izumi, offen ineinander verliebt sind (also Ryouma erst in Izumi, dann …) und Anziehung auch offen zeigen dürfen, wenn auch eine Person in den sexuell expliziteren Szenen nur als sparkly, pastellfarbene Silhoutte gezeigt wird. Es gibt hier, anders als in z.B. No. 6, auch keine Hintergrundgeschichte, sondern der Anime folgt der Beziehung zwischen Ryouma und Izumi, also einer klassischen Lovestory. Sie folgt einem gängigen Yaoi-Topos, aber um euch das jetzt alles zu erklären, müsste ich weit ausholen und ehrlich gesagt ist es mir zu heikel über Yaoi zu schreiben, weil ich mich erst langsam kritisch damit auseinandersetze, also lasse ich es. Ich kann auch nicht wirklich verorten, welche Bedeutung es hat, dass diese Anime auf diese Art und Weise produziert und gezeigt wurde. Falls ihr mehr dazu wissen wollt, kann ich euch nicht wirklich weiterhelfen, weil ich zu wenig weiß. Ich finde Love Stage!! ganz ok, ich lese auch den Manga, mag daran aber Rei x Shougo.

Nobunaga Concerto [CN Tod, Krieg, Tote, Blut, physische Gewalt] – Saburou, ein Schüler, wird plötzlich in die Zeit zurück versetzt, in der Oda Nobunaga lebte und nimmt seinen Platz ein. Der Anime folgt seiner Laufbahn und seinen Begegnungen mit anderen Zeitreisenden. Nicht besonders spannend, außer ihr plant eine Analyse von Anime, die in der Sengoku-Zeit spielen (was durchaus spannend wäre). Ganz lustig fand ich, dass Saburou das Raum-Zeit-Kontinuum egal ist und er sein Geschichtebuch konsultiert, bis es ihm geklaut wird.

Tokyo ESP [CN Tod, Krieg, Tote, extreme physische Gewalt, psychische Gewalt, Blut] – Hätte eigentlich ganz gut sein können, ohne die exzessive, unangenehme Sexualisierung der weiblichen Figuren. Erinnerte ein bisschen an X-Men – plötzlich haben einige Leute Superkräfte, mit denen sie umgehen müssen. Wenigstens gibt es wenig Schulszenen und es geht wirklich eher um Action, mit vielen weiblichen Figuren, aber auch den typischen “lustigen” Figuren, die überhaupt nicht lustig sind, wie z.B. den übergriffigen alten Mann (hier als Panda verkleidet). Es gibt die Bösen, gegen die die Guten kämpfen, alles sehr dramatisch, aber im Endeffekt alles sehr 0815, sexistisch und unnötig.

Tokyo Kushu/Tokyo Ghoul [CN Tod, extreme, explizit dargestellte physische Gewalt, psychische Gewalt, Blut, Organe, Kannibalismus, Folter] – Lange Zeit hielt ich Gewalt in Anime recht gut aus. Es sind ja “nur” animierte Figuren und obwohl die mich schon zum Schreien, Heulen, Herzschmerzen gebracht haben, sie sind nicht so real wie echte Schauspieler. In den letzten Jahren gibt es aber einen Trend von immer expliziteren Gewaltdarstellungen, die ich nicht mehr aushalte. Es ist zu grauenhaft und zu sadistisch und Tokyo Ghoul gehört zu diesen Anime. Die Story selbst ist sehr standardmäßig, Ähnlichkeit mit Kemonozume ist da, vor allem in der OP, aber außer der flüssigen Animation ist hier nichts Originelles zu sehen. Gleichzeitig lässen sich diese Stories um Menschenfresser (Kemonozume, Shingeki no Kyojin, in der jetztigen Saison Kiseijuu: Sei no Kakuritsu) wohl als Metaphern (z.B. für Kapitalismus, gesellschaftlichen Druck, u.ä.) verstehen und ihre Häufung und Popularität in den letzten 2 Jahren wird wohl kein Zufall sein. Aber mir dreht es langsam den Magen um :/ Angeblich ist der Manga besser und eine zweite Saison wird es auch geben (no na), aber … nix für mich.

Yami Shibai 2 [CN Horror – sorry, ich erinnere mich nicht mehr an die Details] – Anime mit sehr kurzen Folgen, immer über eine Gruselgeschichte, so á la “Dies ist die Geschichte über XPerson, die …” und dann passiert ihnen irgendetwas creepiges. Die erste Saison war tatsächlich sehr creepy, diese ist zwar auch creepy, aber weniger extrem. Trotzdem insgesamt eher meh.

Zankyou no Terror [CN physische Gewalt, Explosionen, psychische Gewalt, Terrorismus] – Diese Serie werde ich auch noch separat besprechen. Es geht um zwei Freunde, die Terroranschläge verüben, den Polizisten, der dem Ganzen auf dem Grund gehen will und Lisa, die per Zufall in die Sache verwickelt wird. Ich muss mir den Anime aber nochmal ansehen, um zu einem endgültigen Urteil zu kommen, aber insgesamt fand ich ihn recht interessant, aber wieder eigentlich auf bereits vorhandenen Geschichten aufgebaut, also nicht besonders neu, sondern ein bisschen zu vertraut. Nachdem klar wurde, worum es ging, war mir auch ein wenig fad. Aber mal sehen, was ich nach dem nochmaligen Ansehen denke. Gut daran: Kein Fanservice, abgeschlossene Geschichte, ungewöhnliche OP & ED.

So, jetzt darf ich endlich guten Gewissens mit der Herbstsaison beginnen! Jedenfalls so gut mein Gewissen sein kann, da ich noch 100 andere Dinge tun sollte. XD

The Anime Rainbow: Kokurikozaka kara (From Up On Poppy Hill)

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[TW Tod eines Elternteils, Höhe, CN ableistische Sprache]

Der dritte Film, der für mich zu Momo e no Tegami und Gake no Ue no Ponyo passt, ist Kokurikozaka kara oder Coquelicot-zaka kara (From Up On Poppy Hill), ebenfalls aus dem Studio Ghibli. Das Screenplay stammt von Miyazaki Hayao, Regie führte allerdings sein Sohn, Miyazaki Goro.

Es ist 1963 und Tokyo bereitet sich auf die Olympischen Spiele vor. Umi – oder Meeru, wie sie von ihren Freund_innen genannt wird, wohnt in Yokohama, geht in die zweite Klasse der Oberstufe und ist ca. 16 Jahre alt. Neben der Schule macht sie einen großen Teil der Hausarbeit in einem Haushalt, der neben ihrer Großmutter und ihren zwei jüngeren Geschwistern noch drei Untermieterinnen* beherbergt. Jeden Morgen stellt sie ein Glas Wasser vor das Bild ihres verstorbenen Vaters und hisst das Flaggensignal, das er ihr (neben vielen anderen) beigebracht hat. Ja – schon wieder ein toter Vater, ein Schiffskapitän (und natürlich heule ich auch bei diesem Film).

An dem Tag ist jedoch in der Schule einiges los – die Schüler, die das alte Haus für ihre Clubs nutzen, veranstalten eine Aufsehen erregende Aktion, um auf den drohenden Abriss des Gebäudes aufmerksam zu machen. Ein Junge springt vom Dach des Hauses, Quartier Latin genannt, in ein kleines Schwimmbecken – und wird von Umi herausgefischt. Geht ein meet cute noch dramatischer? (Ich muss ja zugeben, ich habe eine Schwäche für kreative meet cutes). Richtig, Kokurikozaka kara ist ein Liebesfilm, mit einem Heteropaar. Daneben gibt es noch den Kampf um den Erhalt des alten Clubhauses, aber vor allem geht es um die sich entspinnende Romanze zwischen Umi und Shun, die jedoch recht bald auf ein schwerwiegendes Hindernis trifft.

Aber es ist ein charmanter Liebesfilm, mit interessanten Haupt- und Nebenfiguren. Die Untermieterinnen* in Umis Haus sind u.a. eine Ärztin und eine Malerin, Umis Mutter ist Universitätsprofessorin auf Reisen, Umis Schulfreundin zeigt den Burschen, wie eine Wand richtig verputzt wird – und als Umis Schwester fragt, ob der ältere Bruder des Burschen, für den sie sich interessiert, auch so klug ist, wird sie korrigiert: Es ist eine ältere Schwester, die Astrophysikerin ist.

Umi selbst ist die zentrale Kraft des Films – ihre Ideen, ihre Arbeit, ihr Auftreten sind es, die Klarheit schaffen, Resultate erzielen. Schon allein deswegen hege ich Ungeduldige große Sympathien für sie. Sie will später Ärztin werden. Shun ist attraktiv, enthusiastisch, wagemutig und athletisch – aber sein emotionales Innenleben wird nur in Zügen angedeutet. Heterosexuelle Liebe und das Heiraten wird allerdings sehr betont – Umis Großmutter hofft, dass Umi eine Person (impliziert: eine männliche Person) trifft, die ihr dann über den Verlust ihres Vaters hinweghelfen kann, Heirat wird als default erwartet.

Ein für mich interessanter Aspekt ist die Sichtbarmachung von Arbeit und den dafür benötigten Gegenständen, die für viele Ghiblifilme typisch ist. Umis Arbeit im Haus, die nötig ist, um in Abwesenheit der Mutter für den Lebensunterhalt zu sorgen, die Kochgeräte, Maschinen und die vielen Handgriffe, werden mit Aufmerksamkeit bedacht, die Verortungen und Kontextualisierungen ermöglicht. Wie sieht das Telefon aus? Die Wäsche wird also noch teilweise mit der Hand gewaschen – aber es gibt schon eine Wäschemangel. Gekocht wird mit Gas, der Reis wird mit einem kastenförmigen Holzmaß abgemessen, in den Haushalten gibt es Fernseher. Wie groß ist Umis Haus, wie groß ist Shuns Haus, wo liegen sie? Die Geschichte_n welcher Klasse_n werden hier (und in Ghiblifilmen allgemein) erzählt?

Untermalt wird der Film von japanischer Popmusik aus den 1960ern (bzw. Musik, die danach klingt), vor allem Ue no Muite Aruko, ein fröhlich klingendes Lied mit traurigem Text und – wenn ich Wikipedia in diesem Belang vertrauen darf mit politischem Hintergrund. Die Animation ist geradlinig, mit dem relativ typischen Ghiblilook, aber sehr viel weniger stilisiert bzw. karikierend als in Miyazaki Hayaos Filmen und großteils ohne seine “typischen” Gesichter. Anklänge an seine Filme finden sich jedoch, z.B. im Lachen Shuns bei einer Versammlung (Das Schloss im Himmel, wenn ich mich richtig erinnere, ev. auch Porco Rosso), in den bunten Glasfenstern, blühenden Büschen (Chihiros Reise ins Zauberland) und dem dreckigen Zustand des Quartier Latin (Das wandelnde Schloss).

Ich muss sagen, ich habe eine Schwäche für gute Liebesfilme, auch wenn sie mich meistens traurig machen. Spannende Figuren, ein fantastischer meet cute und ansprechende Animation – für eine Auszeit aus dem echten Leben versenke ich mich da gerne in die Welt von Kokurikozaka kara. Ich hoffe, euch gefällt der Film ebenso.

SPOILER – ACHTUNG SPOILER

b8fqmBevor ich mir Kokurikozaka kara zum zweiten Mal ansah, hatte ich ihn deutlich sexistischer in Erinnerung. Ja, da war doch die Universitätsprofessorin als Mutter, die Ärztin und die Malerin, aber Umi war doch bei der Schulzeitung nur für Hilfsdienste zuständig und beim Putzen des Hauses sah ich doch nur Mädchen*. Oder? Beim zweiten Mal sah ich genauer hin: Ja, Umi verfasst keine eigenen Texte für die Schulzeitung, aber es ist ihre Idee, das Quartier Latin zu putzen und zu restaurieren. Sie ist im Film diejenige, die es überhaupt wagt, das Quartier Latin zu betreten, das bis dahin von den Schülern dominiert wird. Unter ihrer Ägide wird es aufgeräumt und renoviert – und die Jungen* sind genauso am Schrubben, Abstauben, Malen, Beschriften, Renovieren beteiligt wie die Mädchen*, ja, die Mädchen* zeigen den Jungen*, wie das richtig gemacht wird (wobei – den Stern könnte ich weglassen, da im Film nicht einmal ansatzweise angedeutet wird, dass es außer Cis- und Heterosexualität noch andere Formen von Geschlecht und  Sexualität gibt).

Eine andere Szene, die komplexer ist, als auf den ersten Blick scheint, ist das Abschiedsessen für Hokuto Miki, die Ärztin, die in Umis Haus wohnt. Der Tisch ist geteilt – an einem Ende sitzen die Männer und Jungen und besprechen die Lage des Quartier Latin, am anderen Ende die Frauen und Mädchen und sprechen über Heirat, Umi serviert. Die Männer, so wie Hokuto Miki ehemalige Schüler der Schule, sind allerdings auf ihre dezidierte Einladung vor Ort, damit sich für Umi, Shun und die anderen Schüler_innen nützliche Verbindungen ergeben. Diese resultieren dann in Baumaterialien für die Renovierung.

Besonders spannend fand ich das – zuvor von mir übersehene – Verhalten des Präsidenten des Schulfonds, der das Sagen über den Abbruch des Quartier Latin hat. Da die Schuldirektion das neu renovierte Gebäude gar nicht ansehen will und auf dem Abriss beharrt, beschließen Shun und sein bester Freund, direkt zum Präsidenten zu gehen – und Umi soll auch mit. Als Shun und sein Freund schließlich ihre Forderungen vortragen können, hört der (grundsätzlich mit Schüler_innen* sympathisierende) Präsident sich diese zwar an, richtet dann aber sein Hauptaugenmerk auf Umi und fragt sie dezidiert nach ihrer Meinung. Und die ist es dann auch, die ihn aufhorchen lässt. Zwar fragt er sie auch nach ihrem Vater und nicht nach ihrer Mutter, aber die Frage nach Umis Meinung kommt zuerst. Auch als der Präsident dann das Quartier Latin besucht, gilt seine besondere Bestätigung Umi.

Warum betone ich das so? Weil es leider selten genug ist, dass die Heldinnen* in Anime direkt sagen, was sie fühlen, denken, wollen (gilt als peinlich bzw. unweiblich bzw. unhöflich), selten genug ist, dass es ihre Ideen, Pläne, Aktionen sind, die die Geschichte vorantreiben bzw. die Lösung bringen, selten genug, dass sie ernst genommen und bestätigt werden.

Auch interessant für mich ist die Solidarität zwischen den Schüler_innen*, wobei ich mich hier frage, wie idealisiert diese wohl ist. Zu Beginn des Films sind nicht alle Schüler* für den Erhalt des Quartier Latins – und die Schülerinnen* sind de facto von der Benutzung ausgeschlossen und interessieren sich daher nicht so sehr dafür. Bei einer Debatte zu Beginn des Films gibt es dann heftige Streitereien, doch als Lehrer* kommen, tun alle gemeinsam so als ob nichts wäre. Durch die Kampagne der Schulzeitung und des Kommitees wird die Schüler_innen*schaft politisiert und die Arbeit am Gebäude schafft Identifikation damit.

Der Film basiert auf einem Manga, mit gravierenden Differenzen, wie ich in diesem Blogpost (keine Spoiler, aber etwas verächtlicher Ton über Shoujomanga) las, über den ich heute stolperte, als ich Informationen über den Manga suchte. Die Handlung des Manga spielt, so der Blogpost, in den 80ern und der Protest (im Manga gegen Schuluniformen) ist ein Stratagem, um mehr Schulzeitungen zu verkaufen. In Kokurikozaka kara ist der Protest der Schüler_innen* ernst gemeint.

Ob durch die Versetzung in die frühen 60er genauso eine Entpolitisierung stattfindet, wie im Blogpost behauptet wird, darauf würde ich mich jetzt nicht festlegen – Proteste an den japanischen Universitäten gab es nämlich schon vor 1968 und ich hoffe, dass sich die Schüler_innen, die schon einen Erfolg gemeinsamer Arbeit und Organisation erleben konnten, auch an der Universität für ihre Rechte einsetzen würden/werden (aber sie sind ja fiktional). Weitere politische Anklänge, was z.B. das Ende des 2. Weltkriegs und Aspekte der Rolle Japans im Koreakrieg angeht sind z.B. dieser Sektion auf Wikipedia zu entnehmen. Langsam spiele ich echt mit dem Gedanken, zurück an die Uni zu gehen und die Geschichte Japans von Grund auf zu studieren … *seufz*

Für mich ist daher auch die Szene, in der der Präsident des Schulfonds im Quartier Latin empfangen wird, nicht ohne Spannungen – zwar singen alle brav ein Lied, aber wenn die Übersetzung des Liedtextes stimmt, singen die Schüler_innen* davon, dass sie zusammenhalten werden, auch wenn die Welt untergeht. Nun kann in verschiedene Richtungen argumentiert und interpretiert werden, aber ein Haus voller Schüler_innen*, die ihre demonstrieren, dass sie auf Worte Taten folgen lassen und subtil unterstreichen, dass sie sich nicht unterkriegen lassen werden – da ist es um einiges einfacher, nachzugeben und weiteren Protesten den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Die endgültige Aussage des Films, zumindest im Hinblick auf das Quartier Latin – “Das Alte beim Gang in die Zukunft nicht komplett aufgeben” – ist eine der oft vermittelten Botschaften von Filmen aus dem Studio Ghibli, nicht nur denen von Miyazaki Hayao. Wie diese Botschaft mit der Realität Japans zusammenpasst, nun, das ist auch so eine Frage …

The Anime Rainbow: Gake no Ue no Ponyo (Ponyo on the Cliff by the Sea)

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[TW Meerestiere, Flutwellen, gefährliches Autofahren, Höhe, CN ableistische Sprache]

Gake no Ue no Ponyo sah ich mir gleich nach Momo e no Tegami an. Auch hier spielen das Meer, eine arbeitende Mutter und ein absenter Vater wichtige Rollen, wenn auch unterschiedlicher Größe.

Ponyo heißt zunächst einmal Brünhilde und ist ein Meerkind. Sie lebt mit ihren Schwestern* und ihrem Magiervater im Meer vor der Küste Japans. Allerdings darf sie nicht frei herumschwimmen, sondern soll im U-Boot ihres Vaters bleiben – da haut sie ab. Auf der Flucht gerät sie in ein Fischnetz, dann in eine Glasflasche, aus der sie schließlich von Sousuke gerettet wird.

Sousuke ist fünf Jahre alt und lebt mit seiner Mutter Lisa in einem Haus auf der Spitze einer Klippe. Aber keine Zeit! Lisa muss zur Arbeit und Sousuke in den Kindergarten, also in halsbrecherischem Tempo dorthin – Ponyo kommt im grünen Eimer mit. Das Tagesheim für alte Menschen, in dem Lisa arbeitet, liegt gleich neben Sousukes Kindergarten und Ponyo bringt gleich ein wenig Wirbel in beide hinein. Aber leider wird sie von ihrem Vater wieder eingefangen, was Sousuke sehr zum Weinen bringt.

Während Lisa und Sousuke sich mit der verlängerten Absenz von Kouichi, Ehemann, Vater, Schiffskapitän, herumschlagen, will Ponyo nicht mehr Brünhilde heißen und vor allem ein Mensch werden und mit Sousuke zusammensein. Mit Hilfe ihrer Schwestern* bricht sie erneut aus und gießt dabei das ganze Zauberelixier ihres Vaters ins Meer. Zusammengenommen ergibt das eine Explosion der marinen Flora und Fauna sowie einen rapiden Anstieg des Meeresspiegels – die Küste an der Lisa und Sousuke leben, wird überflutet. Lisa und Gran Manmare (Ponyos Mutter) to the rescue!

Für einen Kinderfilm – denn als ein solcher ist Ponyo konzipiert – ist das und was noch folgt ziemlich aufregend (darum würde ich ihn für Fünfjährige noch nicht empfehlen). Aber Ponyo ist nicht nur für Kinder. Da ist Lisa, die in jeder Szene, in der sie vorkommt, die Show stiehlt – hier ist nochmals eine arbeitende Mutter, die einen Vornamen und Gefühle hat und zeigt, rasant Auto fährt und Bier trinkt (ich sehe so viele Parallelen zur Königinmutter). Spannend finde ich auch die alten Frauen*, die das Tagesheim besuchen und wie liebevoll sie miteinander und mit Sousuke und Ponyo interagieren. Liebevoll ist tatsächlich der ganze Film, es wird umarmt, geknuddelt und geküsst, dass die <3 nur so sprühen.

Die Szenen in Ponyo sind atemberaubend und wunderschön – wenn Ponyo auf der Wasseroberfläche läuft, von Fisch zu Fisch hüpft, die Unterwasserwelten, das überschwemmte Land – alles in bunten, leuchtenden Farben, in einer Mischung zwischen poppigem Stil und Buntstiftstrichen (z.B. Gras, etc.), unterlegt mit Musik von Hisaishi Joe, der bisher die Musik für jeden Film von Miyazaki Hayao komponiert hat. Anklänge an Wagners Walkürenritt sind nicht zufällig (wie gesagt, Ponyo heißt zunächst Brünhilde), aber wenigstens nicht zu nahe dran (ich mag Wagner nicht).

Vergleichen lässt sich Gake no Ue no Ponyo von den Figuren und der Geschichte mit keinem anderen Film von Miyazaki Hayao. Natürlich gibt es typische Elemente – die Betonung des Umweltschutzes, die Vignettenhaftigkeit, die stillen Momente, die Liebesgeschichte, das Essen und Trinken mit Lust und Appetit – aber Ponyo ist eben nicht Mein Nachbar Totoro, nicht Mononoke Hime, nicht Howl’s Moving Castle, sondern ein eigener Film, der mir sehr viel Spaß macht.

Und diesmal gibt’s keine Spoiler (muss erst noch mehr über Ponyo nachdenken).

no spoilers

The Anime Rainbow: Momo e no Tegami (A Letter to Momo)

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[TW Tod eines Elternteils, Springen aus großer Höhe, CN Übergriffigkeit, ableistische Sprache]

Vor Kurzem sah ich mir drei Animefilme nacheinander an und fand, dass sie alle zusammenpassten, denn das Meer spielte in allen dreien eine Rolle. Alle drei lösen auch ein gewisses sommerliches Gefühl aus, auch wenn die typischen japanischen Hochsommerattribute (Sonnenblumen, Zikaden) nicht groß in Erscheinen treten. Momo e no Tegami ist der erste der drei Filme, die ich euch vorstellen möchte.

Miaura Momo, die Protagonistin* zieht mit ihrer Mutter Ikuko nach Shiojima (jima = Insel), eine fiktionelle Insel in der Seto-Inlandsee zu den Großeltern. Die Begeisterung steht ihr richtig ins Gesicht geschrieben – eine neue Umgebung, lauter fremde Menschen, ein altes Haus. Erst nach einiger Zeit erfahren wir schließlich, dass Momos Vater gestorben ist – und dass sie sich vor seinem Tod mit ihm gestritten hat. Nun hat sie einen Brief von ihm, in dem nur “Liebe Momo” steht und große Schuldgefühle.

Ikuko dagegen scheint bemüht, sich rasch einzuleben und beginnt eine Ausbildung zur Pflegerin. Da die Schule noch nicht begonnen hat, ist Momo oft alleine und muss auf den Telefonanschluss und Pakete warten. Dabei findet sie ein altes Buch mit Abbildungen von Youkai (japanische Fabel/Geisterwesen, die kommen in vielen Anime vor) und beobachtet seitdem immer sonderbarere Geschehnisse, merkwürdige Geräusche und Schatten, die beginnen, sie und Ikuko zu verfolgen. Schließlich nehmen die Youkai Gestalt an – drei als männlich lesbare Figuren, die Momo in allerlei Schwierigkeiten verwickeln. Gleichzeitig versucht Momo langsam Freund_innenschaften vor Ort zu knüpfen, die Insel zu erkunden und herauszufinden, was ihr Vater denn in dem Brief schreiben wollte.

Also ich muss bei dem Film jedes Mal sehr heulen (kein Wunder). Trotzdem sehe ich ihn mir manchmal gerne an. Trotz der fantastischen Figuren geht es auch um die Beziehung zwischen Momo und Ikuko – selten genug in Anime, wo es schon ein Wunder ist, wenn Eltern überhaupt präsent sind (grob geschätzt haben mindestens die Hälfte aller Hauptprotagonist_innen in Anime aus verschiedensten Gründen keine Eltern oder diese sind nicht präsent). Auch dass Ikuko als eigenständige Person dargestellt wird – mit Emotionen, gesundheitlichen Problemen und Beruf – ist selten genug.

Momo ist sehr eigenständig, manchmal etwas schüchtern, aber sehr bestimmt, so in diesem Alter zwischen zehn und dreizehn, zwischen Anhänglichkeit und Ablösung – und der Tod ihres Vaters ist eine schwere Bürde für sie. Durch die Erlebnisse mit den drei Youkai, aber auch mit den Kindern des Ortes beginnt sie, ihren neuen Lebensort mit allen Sinnen zu erkunden und neue Verbindungen zu knüpfen. Und endlich gibt es einmal keine Liebesgeschichte – sondern es geht um das emotionale Verhältnis zwischen Eltern und Kindern.

Farblich ist der Film vom Blau des Meeres und des Himmels, dem Grün der Hügel und dem Grau der alten Häuser bestimmt – es ist wirklich schwer, sich dem sommerlichen Eindruck zu entziehen. Es ist die Gelegenheit, einen anderen Teil von Japan zu sehen (die allermeisten Anime spielen in Tokyo): Auf der fiktionellen Insel sind die Hügel im Terassenbau mit Mandarinenbäumen bepflanzt, es gibt Zitronenyokan und das Meer mit vielen kleinen Inseln.

Der Soundtrack ist angenehm, aber nicht besonders einprägsam. Bei der Animation ist der Computeranteil für meinen Geschmack teilweise etwas zu deutlich zu sehen, vor allem bei den Außenansichten der Häuser oder der Fähre, aber trotzdem ist er nicht störend. Vor allem der emotionale Ausdruck der Charaktere ist sehr sorgsam gestaltet und das ist das Besondere an diesem Film. Durch die eher feinen Linien ergibt sich ein realistischerer Ausdruck für die meisten Charaktere.

Beim nochmaligen Ansehen entpuppt sich für mich auch das Verhalten eben dieser drei Youkai als etwas problematisch, weil grenzverletzend. Möglicherweise lese ich hier aber zu viel hinein und kulturelle Codes nicht richtig. Ich habe in anderen Anime schon viel Schlimmeres gesehen und nehme an, die Intention ist einerseits ein lustiger Effekt und andererseits, Momo aus ihrer Trauerkomfortzone zu bringen. Trotzdem die [CN] oben. (Mehr dazu in der Spoilerpassage.)

Ich mag Momo e no Tegami. Okiura Hiroyuki, der Regisseur, hat sieben Jahre für diesen Film gebraucht. Sein letzter, Jin-Roh (auch den werde ich euch vorstellen), ist Momo e no Tegami fast diametral entgegengesetzt und auch sonst sind die Filme und Serien, an denen er mitgearbeitet hat eher im dystopischen Science Fiction-Bereich anzusiedeln. Aber Momo e no Tegami ist genauso komplex, mit fein gezeichneten Figuren – und das sommerliche Gefühl, die fantastischen Elemente und das Wechseln zwischen ernsten und haarsträubenden Sequenzen umgeben meistervoll eine (mir) nahegehende Geschichte über Tod und Trauer.

SPOILER – ACHTUNG SPOILER

b8fqmBesonders schätze ich an Momo e no Tegami den allerersten Teil, wo noch nicht klar ist, warum Momo eigentlich so wenig begeistert vom Umzug ist. Beim nochmaligen Anschauen gewinnen kleine Details an Bedeutung und die lange Unklarheit verstärkt den emotionalen Aspekt – es ist für mich trotzdem jedes Mal ein Schock, wenn klar wird, dass Momos Vater gestorben ist. Danach geht der Film eigentlich eher konventionell weiter – Konflikte, Notfall, Rettung, Konfliktlösung, Katharsis – aber die Interaktionen zwischen den Figuren machen ihn spannend.

Ein Beispiel dafür ist das Verhältnis zwischen Ikuko und ihren Eltern. Am Anfang ist es so distanziert, dass ich mich fragte, ob es ihre Eltern oder ihre Großeltern sind – oder ob sie überhaupt verwandt sind. Erst spät im Film, als Ikuko einen Asthmaanfall hat, kommt ihre Mutter ihr körperlich nahe, streichelt ihren Rücken, um sie zu beruhigen. Für mich zeigt das, dass Ikuko alle Kraft braucht, um weiterzumachen und eine Berührung wohl ihre ganzen Bemühungen zunichte machen würde.

Viele Elemente erinnern mich stark an Filme von Miyazaki Hayao, darum fühlt sich der Film wohl auch so vertraut für mich an. Es gibt Wildschweine und Kodama wie in Prinzessin Mononoke, am Ende tun sich alle Youkai, die auf der Insel wohnen zusammen, um Momo vor Wind und Regen zu beschützen – irgendwie kommen da starke Erinnerungen an den Katzenbus aus Mein Nachbar Totoro auf. In Mein Nachbar Totoro hat die Mutter eine ungenannte Krankheit (wahrscheinlich Tuberkulose) – Ikuko leidet an Asthma, das lange nicht mehr auftrat, aber durch die Trauer und den Stress wieder akut wird.

Etwas, das ich an Miyazakis Filmen schätze, kommt hier aber nur in verkürzter und abgewandelter Form vor: Fast völlig stille Szenen, ja fast Stillleben, in denen Blumen oder Tiere oder auch nur die Raumeinrichtung im Vordergrund steht. In Momo e no Tegami gibt es zwar solche Szenen, aber sie sind sehr kurz bzw. enthalten sie die sich bewegenden Hauptfiguren oder andere sich schnell bewegende Elemente. Es kommt also keine Ruhe in den Film, der Szenenwechsel ist schnell, wenn auch nicht hektisch.

So wie in Mein Nachbar Totoro, die Totorofiguren (groß, mittel, klein) den Vater und die zwei Mädchen wiederspiegeln, sind die drei Youkaifiguren auch als Spiegelungen von Momos Familie vor dem Tod des Vaters denkbar. Die drei Youkai sind auch als Momos innere Impulse interpretierbar. Das kleinste Wesen folgt ihrer Mutter zur Arbeit, während Momo sich alleingelassen fühlt. Das mittlere Wesen klaut den Handspiegel der Mutter. Und das größte Wesen ist jenes, das die Verbindung zwischen Momo und ihrem Vater herstellt und sich auch am stärksten um sie kümmert.

Weiter oben habe ich ja die problematische Übergriffigkeit der Youkai-Figuren angesprochen. Ich finde allerdings das Spannungsverhältnis Grobheit (fart jokes meh) – Trauer interessant, da dadurch der Film nicht völlig ins Traurige und dadurch Spirituelle oder nach Innen gekehrte tritt. Durch die Interaktion mit den Youkai interagiert Momo auch mit ihrer Umwelt, sie rennt durch den Ort, sie erklimmt Hügel, sie wird ins Wasser gestoßen, alles sehr körperlich, als wollten sie Momo an die diesseitige Welt knüpfen. Der Sprung ins Wasser von der Brücke, den sich Momo lange nicht zutraut, erinnert mich stark an letzten Sommer, in dem ich Wasserkontakt absolut genoss und als sehr erneuernd empfand.

Jedenfalls entdecke ich beim Anschauen jedes Mal etwas Neues … und das macht einen guten Film für mich aus.

Zurück ins Jahr 1999

Es war einmal vor 100.000 15 Jahren, da besuchte ich nach dem Abschluss des Gymnasiums in Wien eine Kunstschule mit Italienischschwerpunkt in der Schweiz. Bis 2005 war nämlich Zeichnen mein kreatives Ding, ergänzt durch Arbeiten mit Papier. Es gab davor zwar immer wieder Strickphasen, aber mangels Zündfunke war Stricken noch nicht so wichtig wie heute. Zu Weihnachten 1998 oder möglicherweise zu meinem Geburtstag schenkte mir mein Bruder den ersten Band des Sailormoonmangas und in der WG in der ich damals wohnte, stand ein Fernseher … und jeden Tag lief Sailormoon (und Buffy).

Es ist also kein Wunder, dass bald nach meinem Mangalesebeginn (weil Anime hatte ich davor schon gesehen, nicht wissend, dass es Anime waren – und Comics liebe und lese ich wohl seit … ach … fragt mich nicht. Noch viel früher.) meine Zeichnungen Richtung Mangastil wanderten. So Sachen wie …

Apple girl

Apfelsticker! Ich würde immer noch so ein T-Shirt tragen.

Der Grund, warum euch ab jetzt alle Charaktere anstarren werden: Ich konnte nicht im Profil zeichen! XD

Kleider, die ich nie anziehen werden würde, dachte ich damals. Naja, diese Kombi würde ich tatsächlich nie anziehen.

Kleider, die ich nie würde anziehen dürfen, dachte ich damals. Naja, diese Kombi würde ich tatsächlich nicht anziehen. Bauchfrei muss sowas von in gewesen sein.

Jaja, damals habe ich meine Buntstiftsammlung aufgebaut und gründlich genutzt.

Jaja, damals habe ich meine Buntstiftsammlung aufgebaut und gründlich genutzt.

Die zwei hab ich dann nicht mehr angemalt ... so viele Details, hach!

Die zwei hab ich dann nicht mehr angemalt … so viele Details, hach!

Die befanden sich alle in meinem geliebten Zeichenblock, zusammen mit z.B.

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Die Buntstifte waren wasserlöslich. Also … äh … in diesem Fall spuckelöslich (Was?! Wasser hätte nie diesen Effekt ergeben!)

Dann … kam das Internet. Also, yahoo chat. Das schlug sich auch ein bisschen in den Zeichnungen nieder.

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Immer noch eines meiner Lieblingsworte auf Englisch und hey, diesen Pyjama würde ich sofort anziehen. Und so eine Lampe will ich auch! Der Fisch ist von einem Mitschüler, der mir auch noch eine andere, großartige Fischzeichnung gezeichnet hat. Ach ach.

Kleidung mochte ich schon damals sehr. Ich habe immer noch ab und zu Designideen, ich wünschte mir nur, eine andere Person würde sie ausführen. In meinen Zeichnungen konnte ich mich aber austoben und alles aufzeichnen, was mir so an Kleidung, Möbeln und sonstigen Dingen einfiel, die ich damals auf “später” vertagte.

Mein Traumzimmer damals. Natürlich sah mein Zimmer nie so aus. Auch jetzt nicht.

Mein Traumzimmer damals. Natürlich sah mein Zimmer nie so aus. Auch jetzt nicht. Aber der Traumfänger, mitgebracht aus den USA von der Tante, hing tatsächlich über meinem Bett, das auch ein Hochbett war. Nur die Kästen darunter waren nie so stylish.

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In diesem Bild sind enthalten: Handle einer Internetbekanntschaft aus Finnland, mit der ich immer noch Kontakt habe. Mit dieser Person unterhielt ich mich über potentielle Katzennamen, die dann in diesem Bild verewigt wurden und tatsächlich trägt der Katzenkater einen der Namen auf dem Bild. Im Nachhinein bin ich so beeindruckt, wie super ich den Katzenrucksack gezeichnet habe …

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Einzig das Bauchfenster würde ich heute nicht so tragen, ansonsten … Cargohose (mit Fischknien!), T-shirt mit Hibiskus (hach hach, damals begann ja meine “Surfphase” ohne dass ich je surfen ging), unterschiedlich lange Ärmel (cool!), mittlerweile sieht meine Frisur manchmal so aus, nur ohne Zacken, die Jacke – sofort …

Übrigens sind deshalb sehr selten Hände zu sehen, weil Hände zeichnen sehr schwierig ist. Ich hab sie gerne versteckt. Und dann? Pause, andere Dinge. Die folgenden Zeichnungen entstanden dann im Sommer …

Butterfly

Sailormoon war aber sowas von klares Vorbild hier, bis auf das Schmetterlingsdesign …

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Hm, warum siehst du so angepisst aus, Prinzessin? Lol, das Kleid …

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Hüpfender Fisch! Gehende Menschen konnte ich auch nie zeichnen.

Ein Jahr später … arbeitete ich dann im Sommer in einem Büro. Dazwischen war viel geschehen. Das Büro lag sehr nah an meiner damaligen und langjährigen Lieblingsbar. Nach der Arbeit traf ich mich dort mit meiner damals besten Freundin. Es war Sommer und nach einem Cocktail waren wir meist schon heiter genug. Zwei reichten meistens. Die Shultz American Bar lag am Siebensternplatz und hatte viele Sitze draußen und es gab Menschen zum Anschauen und die Straßenbahn und den Bus und … es war ein schöner Sommer. Nachdem ich in der Arbeit vor allem auf das Telefon aufpassen musste, begann ich wieder zu zeichnen – und diesmal waren es Comicstrips.

Ich glaube, zu dem Zeitpunkt kann ich noch keine Webcomics gelesen haben, sonst hätte ich wohl nie Comicstrips gezeichnet. Aus unerfindlichen Gründen – ich weiß es wirklich nicht mehr – nannten die Freundin und ich uns Tiger (ich) und Bunny (sie). Im Comicstrip vertauschte ich aber unser Aussehen, also sieht Tiger aus wie sie und Bunny wie ich, nur mit … “besseren” Haaren. Als der Anime Tiger & Bunny vor ein paar Jahren herauskam, wurde ich nostalgisch (aber ich habe ihn mir nicht angesehen, es ging um was ganz anderes). Und so sahen die Comicstrips aus …

Introducing Tiger

Der erste Comicstrip – “Introducing Tiger”. Meine Tante regte sich sehr über diesen Comicstrip auf. Später erfuhr ich auch den Hintergrund dazu, aber damals verstand ich das nicht. Sie wusste ja auch überhaupt nicht, was wir da eigentlich anstellten (nämlich garnichts, wir waren viel zu brav).

Meine Güte waren wir brav. Wir waren so brav, so ungeheuer brav. Tiger und Bunny in diesen Comicstrips waren unsere mutigeren, erwachseneren, lustigeren Alter Egos … aber das wurde nicht verstanden. Ich hatte damals selten einen Hangover (so jung!), aber einmal hatte ich einen und genau dann meinte mein Vater, “ich solle mir doch etwas Gedanken über meinen Alkoholkonsum machen.” Hahaaaahahaaa. Ach, was war ich brav. Immer so brav gewesen (in der Außenwelt jedenfalls).

Tiger is addicted

Als Reaktion auf die Beschwerde der Tante dann dieser Comicstrip, “Tiger is addicted”. Damals spielte ich Lineage: The Bloodpledge, ein koreanisches MMORPG bzw. hatte ich es gespielt, denn meine Familie war eine Mac-Familie und das Spiel lief natürlich nicht auf Macs. Yahoo chat auch nicht. Von daher kommt meine Abneigung gegen Macs. Und ja, ich verliebte mich in Personen, die ich in dem Spiel kennengelernt hatte. Lange Geschichte.

Hm, also auf eine Beziehung, die als Fernbeziehung begonnen hatte, folgte eine zweite. Im letzten Panel eine mögliche Antwort auf "Warum Fernbeziehung?" ... aber wenn, dann war es nur ein Aspekt davon. Anyway, viel wichtiger: Hier tragen wir tatsächlich Kleider, die wir damals anhatten. Meine Freundin hatte einen schwarzen Pulli mit schwarz-weiß gestreiften Bündchen, ich hatte einen schwarzen Rock (den hab ich noch immer) und eine schwarze Strickjacke (die leider nicht mehr).

Hm, also auf eine Beziehung, die als Fernbeziehung begonnen hatte, folgte eine zweite. Im letzten Panel eine mögliche Antwort auf “Warum Fernbeziehung?” … aber wenn, dann war es nur ein Aspekt davon. Anyway, viel wichtiger: Hier tragen wir tatsächlich Kleider, die wir damals anhatten. Meine Freundin hatte einen schwarzen Pulli mit schwarz-weiß gestreiften Bündchen, ich hatte einen schwarzen Rock (den hab ich noch immer) und eine schwarze Strickjacke (die leider nicht mehr).

Diese und die nächsten Comicstrips zeigte ich meiner Familie nicht mehr. (Ich weiß nicht einmal mehr, wie die Tante eigentlich zu den Comicstrips kam, ob ich ihr damals einen Link schickte?.) Also verewigte ich ungestört unsere Sommerabende.

Bunny is that you

Mit aufgesetztem Südstaatenakzent (Aaaahhhhh!!! Die Erinnerungen /o\). Versichern, dass ich eh nicht alleine ausgehe, weil alleine ausgehen und besonders alleine trinken ist ja das schröcklichste, was eine junge Frau* so tun kann (und ja, letzteres wurde mir ganz stark vermittelt). Ein so wunderschön queerer Comic, damals schon, heute, losgelöst vom Kontext, erst recht. Ich würde das mal auf “Strangers in Paradise” (von Terry Moore) und “Love & Rockets (von Gilbert & Jaime Hernandez) schieben. Im letzten Panel bin ich aber tatsächlich Bunny, dieser Blick und der besitzergreifende Arm … ganz ich. Und äh … der graue Balken im letzten Panel ist weil … ich unsere Hände nicht zeichnen wollte, glaube ich. Oder mir ist die in die Hüfte gestützte Hand misslungen. Hahaha.

It is time for the blues

Copy-paste! Alle Comics entstanden als Einzelzeichnungen, die ich dann auf den Bürocomputern in Photoshop (es war ein Grafikerbüro) glättete und bearbeitete. Wie ich auf das Lied gekommen bin, keine Ahnung mehr … ich habe auch nie Bourbon, Scotch oder Bier getrunken. Damals waren gerade White Russians *die* heiße Sache. Mittlerweile trinke ich ja lieber klare, saure Cocktails, aber damals … puh! “Tigermilk”, “Froggy”, “Swimming Pool” … uärks! XD

Sobering up

Wie lange wir da saßen! Ewig! Äh, also bis 22 Uhr oder so. Aber so von 17 Uhr weg, also doch lange. Und mit nur zwei Drinks, einen am Anfang der Happy Hour, einen kurz vor Ende, waren wir dann Stunden später wieder nüchtern. Ich weiß nicht mehr, wer cc war. Ich unterhielt mich auch über die Comicstrips und war damas eifriges Mitglied in einer yahoo group, in der wir uns über alles Mögliche unterhielten, wohl auch über meine Comics.

My my my

Hände verstecken, Hände verstecken, Hände verstecken und erster Sidecharacter! Die ersten drei Panels sind aus dem Leben gegriffen, das vierte ist gelogen! Gelooogen! So viel Geld hatten wir gar nicht. (Aber genug Geld für regelmäßiges Hingehen … naja, ich hab ja auch gearbeitet.)

Tja und dann war der Sommer zu Ende. Ich habe das Gefühl, der letzte Strip folgte lange danach, aber vielleicht auch nicht.

Offspring

Diesen muss ich tatsächlich nach meiner Büroarbeit fabriziert haben (die dicken Striche zwischen den Panels). Mein Bruder war da und hörte Offspring. Und damit endet die Saga von Tiger und Bunny …

Ja. Ein Hauptgrund, warum ich mit dem Zeichnen aufhörte, war, weil ich nicht mit meinen Fähigkeiten zufrieden war. Meine Papierarbeiten (großteils verschollen T.T) waren besser.

Ist das alles schon lange her. Ich vermisse das wirklich, einfach an einem Sommerabend mit Freund_innen* draußen sitzen und Cocktails trinken, so einmal pro Woche oder alle zwei Wochen. Ja, könnte ich auch alleine machen, nur wirkt dieses “Nicht alleine trinken!”-Gebot irgendwie immer noch und außerdem mag ich mich ja beim Trinken unterhalten. Na vielleicht nächstes Jahr, wenn ich wieder in der Stadt wohne.

Und wie sah ich damals aus? Eben jene Freundin und ich machten in diesem Sommer auch lange Photosessions auf dem Balkon. Also:

Tiger. Ja, das ist der Rock und ja, das Top hab ich noch. "It belongs in a museum!"

Tiger. So jung, verdammt! Ja, das ist der Rock und ja, das Top hab ich noch. “They belong in a museum!”

Warmschreiben 1

Schwimmen

Nach Hause kommen.
Alles ablegen.
Alles ausziehen.
Schwimmen gehen.
Wolken von Constable, Turner, Hodler.
Näherkommender Regen.
Der ganz eigene Reiz von Regentropfen, wenn die Wasseroberfläche auf Augenhöhe ist.
Ein doppelter Regenbogen.
Und im Sommerregen nach Hause.

“Such dreams, such dreams cannot be true”*

A few days ago I dreamt that I was visiting my father in hospital, together with my mother. We didn’t enter by the main entrance, but by a door that wasn’t even an entrance and I was furious at her – why can my mother never do things “by the rule” (very funny, considering I follow so many of her rules without thinking). The hospital very much looked like a cloister and the nurses looked like nuns. There were little fluffy dogs and very small goats just about as high as the dogs, so maybe a foot high. Dogs and goats, those animals of death. I remember one of the goats rammed one of the doors open.

We did not ask where my father’s bed was, we just started going through the rooms and I had already gone past his bed when I heard my mother exclaim that he was there. And so I saw my father – my father who I have not seen for almost five years – lying on the bed, looking like he looked during his second chemotherapy, almost baldheaded, very weak. And I knelt down by the bed and half laid on it and then I forced myself awake because I knew, I knew even in this dream that he is dead and there is no hospice where I can visit him. And that was the worst thing about this dream.

*(trad., Fair Margaret and Sweet William, sung by June Tabor, Echo of Hooves)

Sommerdinge

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Wo war ich heute?

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Nein, nicht am Land.

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Na?

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Ja, da. Am Abend, zu dem Zeitpunkt, wo die Tourist*innen den Park größtenteils verlassen haben und die Wiener*innen ihren Freizeitdingen nachgehen.

Aber was habe ich dort eigentlich gemacht? Ich bin mit einem befreundeten Paar und ihrem neugeborenen Kind spazieren gegangen und vorher hab ich noch diese abgeliefert:

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Ja, selbst gemacht. Also, second hand eingekauft, Stoffmalfarbe, Zitrone (gibt trotz antrocknen lassen braune Flecken, optimierungswürdig), Tierfiguren, kleckern & langes Bügeln. Hat sich gelohnt.

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Schön war’s.

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Von Motten und dem Kater

Nach meiner glorreichen Rückkehr aus Hamburg ging es fast nahtlos weiter aufs Land.

Die Enns zeigte sich von ihrer schönsten Seite:

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Ok, ich hör schon auf. Dabei hätte ich noch 20 solche Bilder. Ich hätte sie ja auch lieber getwittert, aber ab einem gewissen Punkt irgendwo zwischen Oberösterreich und der Obersteiermark kann ich keine Bilder mehr senden. Dafür hab ich halt ein Blog.

So war’s bei meiner Ankunft:

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Und dann halt Landleben mit 10 Spinnen im Zimmer, Nachtfaltern, Blumen, Grillen, Verwandtschaft und Kater.

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Und ich so:

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Damit endet das Ferientagebuch. Für jetzt.