Space Pirate Cat Queen of the 13th Dimension und das verschwundene Frühstück

In einer anderen Dimension …

… der 13., um genau zu sein …

… ist Shoebox Castle ein Shoebox Spaceship und die Königin die Weltraumkatzenpiratenkönigin. Der Kater ist ihr trusty sidekick, Space Pirate Cat.

Ein neues Abenteuer beginnt:

Space Pirate Cat Queen und das verschwundene Frühstück

imageEines Morgens machte sich die Weltraumkatzenpiratenkönigin Frühstück. Dabei entdeckte sie endlich, dass sie das Instantporridge ins heiße Wasser rühren sollte und nicht das Wasser ins Porridge, egal ob das so auf der Packung stand oder nicht.

“Quäk!”
Jäh wurden ihre Gedanken über dieses Porridgeparadox unterbrochen.
“Quäk! Quäk!”
“Ja, Space Pirate Cat, was ist denn?”
“QUÄK!”
“Ja-haa!”

Die Weltraumkatzenpiratenkönigin ließ ihr Porridge in Ruhe und ging in die Shoebox-Spaceship-Biosphäre. Space Pirate Cat war dort und hüpfte quäkend auf einem großen Alarmknopf herum.

“Was ist los, Space Pirate Cat, warum willst du Alarm schlagen? Der Knopf funktioniert doch gar nicht.”
“Aber wir haben eine Löwenzahnalieninvasion!”
“Was? Das ist ja … köstlich! Schnell, ich mache uns Löwenzahnalienknospensalat zum Frühstück. Nur so können wir sie an der Ausbreitung hindern!”
“Aber ich mag keine Löwenzahnaliens!”
“Du bist ja auch eine Katze.”
“Ach so.”

Gesagt, getan, die Weltraumkatzenpiratenkönigin wanderte in die Kombüse von Shoebox Spaceship und begann, sie aufs Schrecklichste zu verwüsten.

“Kapitänin! Was suchst du?”, rief die Smutje.
“Die Sojasauce! Wo zum Barte der Weltraumkatzenpiratenköniginmutter ist sie hingekommen?”
“Sojasauce ist aus. Wir haben nur noch Weißweinessig und wenn du hier so Chaos machst, musst du alles wieder aufräumen.”
“Ich will das aber nicht.”
“Na, dann mach nicht so Chaos.”
“Na gut. Gibt’s wenigstens sonst noch was, das ich über meine Löwenzahnalienknospen tun könnte?”
“Gomasio.”
“Nehm ich.”

Leicht grummelig wanderte die Weltraumkatzenpiratenkönigin zurück zu ihrem Kapitäninnenbett, quartierte sich dort mit Porridge, Löwenzahnalienknospen und Kieler Blümchentee ein und begann zu essen und zu trinken. Dann vereinbarte sie eine Kaperfahrt mit dem Kapitän einer verbündeten Flotte und streichelte dabei Space Pirate Cat, wie das Weltraumkatzenpiratenköniginnen eben so tun. Wozu haben Weltraumkatzenpiratinnenköniginnen sonst Katzen?

Als die Weltraumkatzenpiratinnenkönigin aber aufstand, um sich für die Tagesarbeit fertig zu machen, verspürte sie aber plötzlich großen Hunger. Dabei hatte sie doch gerade gefrühstückt: Porridge, Löwenzahnalienknospen und Kieler Blümchentee. Das konnte doch nicht einfach so weg sein? Aber so war es: Das Frühstück war verschwunden, zurück blieb nur ein leeres Gefühl in ihrem Magen.

Wie wird es weitergehen? Lässt sich das Frühstück wiederfinden oder die Situation anders lösen? Lest weiter in “Space Pirate Cat Queen und die Riesenschnake”!

13 <3

Nach Mitternacht: Heute habe ich Geburtstag, yay! So steht es auf meinem Spiegel. Meine Mundwinkel sind dunkelrot und die Zunge ist lila vom Rotwein, mit dem ich mir zugeprostet habe. 5 x 7, die Hälfte von 70, keine Primzahl, die kommt erst wieder in zwei Jahren – aber auch nicht schlecht so, wie es jetzt ist.

Das Gedicht, das ich mir letztes Jahr geschrieben habe, könnte ich mir heute genauso aufsagen. Aber das ist auch ok so. Was für Ziele ich dieses Jahr habe, hat die Beste gefragt, aber Ziele habe ich mir fast abgewöhnt. Lose Wünsche reagieren besser auf plötzliche Veränderungen. Einer davon ist, dass es mir gut gehen soll. Ein anderer ist, dass der Umzug gut über die Bühne geht, für die Königinmutter und mich. Und dass es allen <3menschen gut gehen soll. Die anderen … halte ich erst mal geheim. Ich will nichts verschreien und mir auch nicht zu viel vornehmen, das ich dann doch nicht schaffe.

Auf dem Programm für heute stehen Cupcakes und Besorgungen – vor allem Dinge, die ich brauche, um meine 100.000 20 unfertigen Strick- und Flickprojekte zu Ende zu bringen. Fade Dinge wie Gummiband, fester Filz, petrolfarbenes Nähgarn. Kleine Dinge, die andere Dinge vom Chaos in die Ordnung bringen. Das ist gut so. Am Abend gehe ich mit der Königinmutter essen und hoffe, dass es Safransuppe gibt.

Das ist schon das 2. Jahr, dass ich meinen Geburtstag ohne Fest feiere. Früher habe ich immer gefeiert. Von den Kindergeburtstagen an, über die unglaublich awkwardesten Geburtstagsessen, die ich mir in meiner Teenagerzeit eingebildet habe, über die Feste in meinen 20ern, oft genug ebenso awkward. Jetzt möchte ich einfach nur noch mit meinen Liebsten gemeinsam Kuchen essen und Tee trinken. Vielleicht mache ich das auch noch.

Aber jetzt sollte ich erst einmal schlafen …

Nach Mittag:
Es ist ein froher Tag. Die Sonne scheint, ich spaziere in den Klapperschuhen im Femmetasticmantel, mit Lippenstift und Handtasche statt Rucksack zur U-Bahn. Mir ist froh zumute. Alles ist gut. Auch die drei Spinnen auf Shoebox Castle dürfen heute fröhlich feiern.

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Ich strahle mit der Sonne um die Wette.

Ich verstehe absichtlich Bahnhof

Es ist 7 Uhr. Ich wache auf und setze mich an die Bewerbung, die ich gestern Abend erfolgreich mit Abwaschen, Comiclesen und Gedanken über die Gesetzmäßigkeiten der Prokrastination verschleppt habe. Ich habe keine großen Hoffnungen, meine Haltung ist die einer Person, die sich im Ich werde mich (Es wird sich) nie mehr (eine Person in mich) verlieben eine gemütliche 5-Zimmer-Wohnung mit Balkon eingerichtet hat.

Kurz spiele ich mit dem Gedanken, einmal zumindest am Anfang einer Bewerbung ehrlich zu schreiben was ich mir denke und tippe es sogar, das ist ja kathartisch, aber es lohnt sich nicht, vielleicht bewerbe ich mich ja wieder einmal dort. Ach Geld.

Nachher gehe ich ins Bad, wo mir der Wäscheberg beim Zähneputzen wie ein Hund an die Beine fällt, als wolle er mir etwas sagen, aber ich bin so in Überlegungen vertieft, warum mir nie Kalender geschenkt werden sollten, dass ich absichtlich Bahnhof verstehe und ihn brutal wieder in sein Behältnis zurückstopfe.

Mit einiger Nostalgie erinnerte ich mich also an den Literaturkalender, den mir mein Onkel schenkte, der drei Jahre nie über Februar hinauskam, denn ein Februarblatt enthielt ein Zitat eines deutschen Schriftstellers, von dem ich noch nie gehört hatte. Er war per Schreibstipendium in Rom und sollte ein Werk vollenden, aber lieber ging er im Forum Romanum spazieren, sammelte dort Tonscherben und fragte sich, was Volsinii heißen könnte. Das kam mir seelenverwandt vor. Irgendwo ist dieses Blatt noch, der Rest des Kalenders landete ungelesen im Altpapier.

Ohrlöcher, Nasenbohrlöcher. Ohrringe, Augenringe, Fingerringe. Dass ich keine Ringe tragen kann habe ich von meinem Vater, sagt meine Mutter. Aber ich habe Ringe, die ich kaufte als ich noch jung war und nicht wusste, dass mein Vater mit Ringen rang. Dass ich die Hände meines Vaters habe, die mir manchmal, im Dunkeln, im Wasser, im Sonnenlicht durchaus schön erscheinen. Die Ringe könnte ich ja verschenken oder warten, bis die Niblinge (sicher kommt da noch mindestens ein Kind) alt genug sind, um durch meine Schmuckkästchen zu graben, wie ich auch.

Zum nautischen Kleid und dem maritimen Schmuck mische ich passende Metaphern. Ich fühle mich wie ein Schiff ohne Anker, ein Fisch ohne Hafen, in einem uferlosen Meer sowieso. Stelle mir vor wie mein Smartphone, mit dem einzigen Kalender, den ich tatsächlich benutze, zerspringt wie Sand am Meer. Wird jetzt natürlich passieren. Das Gefühl kommt mir bekannt vor, aber es ist sicher nur weil ich eine Bewerbung zum Frühstück aß.

Um am Monument meiner übergroßen Bravheit zu basteln, bekomme ich aber doch Frühstück vom Bäcker und denke mir, dass ich doch irgendwann alt genug sein muss für ein Kaffeeherstellding und eine kleine Bratpfanne für knuspriges, aber innen flüssiges Spiegelei, roten Lippenstift und weiße Haare. Spätestens nach dem nächsten Umzug.

Ich gehe raus, es ist kalt, der Mond als blasse zunehmende Ahnung noch am Himmel und so brav brav brav wie ich bin, werde ich nicht sehr zu spät in die Arbeit kommen, außer, dass ich es aus Trotz provoziere, den Gstettnweg nehme, vorsichtig, damit mir kein einziger Gedankenkrümel aus dem Kopf fällt. Da hat jemand zwei perfekte Bögen auf den Weg gesprayt, die zuerst wie Lichtreflexe aussehen, wie Mondsicheln. Kurz davor ein verblassendes Hakenkreuz, ach meine reizende Nachbarschaft.

Es ist hell und kalt und blau. Ich nehme absichtlich den längsten Weg zur Arbeit, um zu schreiben und google jetzt gleich Volsinii, “eine der bedeutendsten und ältesten Städte des etruskischen Zwölfstädtebundes”. (Zitat Wikipediaartikel) (Weitere Googleergebnisse: Es war übrigens ein Zitat von Peter Rühmkorf, der “Was heißt hier Volsinii? Bewegte Szenen aus dem klassischen Wirtschaftsleben” geschrieben hat. Ich wette, wenn ich es lese, wird alles entzaubert.)

The Story of Queen Ermineld

Die Geschichte von Königin Ermineld begann mit diesem Tweet:

Das Poly-Olbion ist ein Gedicht von Michael Drayton, bebildert mit Landkarten von William Hole und Illustrationen von John Selden. Erschienen ist es in zwei Teilen, 1612 und 1622. Das Poly-Olbion-Projekt der University of Exeter arbeitet an einer neuen editierten Ausgabe und tweetet davon. Näheres könnt ihr auf der Website des Projekts nachlesen.

Für mich klang der Tweet sofort nach einem Gedicht (ich wette, er ist einfach ein Zitat) und schon reihten sich irgendwie die Worte, Bilder und Ideen aneinander. Und da ich heute mit Bauchgrummeln im Bett liege und Aufheiterung brauche, hab ich euch die Geschichte aufgezeichnet. Leider ist die Bildqualität (zeichnerisch und von der Fotografie) nicht so berauschend, aber für die Grundidee reicht’s. Also:

The Story of Queen Ermineld

Queen Ermineld lived out her days

Immonastered in Kent,

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But oh, she did not stay indoors,

No, no, she came and went.

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She went outside to feed the ducks,

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Oh and the poor, of course,

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And wandered through the countryside,

Through heather, bush and gorse.

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Although there is no gorse in Kent

And neither is there heather!

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Oh well, let’s say, Erm and her horse

Went everywhere together.

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They trundled uphill, trundled down

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(Wait, are there hills in Kent?)

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And neither she nor all the nuns

Cared where she pitched her tent.

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The Queen and her horse Trudelind,

They hung out with the sheep

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And all was well as long as Erm

Her dinner times did keep.

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So they lived happily and long,

The story’s at an end –

The story of Queen Ermineld

Immonastered in Kent.

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Wie die Königin von Shoebox Castle einmal drei Tage lang baff war

Es war einmal eine Königin, der fiel ein Tropfen heißer Tee auf den Fuß. “Aumiau”, fluchte sie und sah ihre Teekanne böse an. “Liebe Königin, ich kann doch nichts dafür, dass du dir Tee auf den Fuß tropfst”, sprach die Teekanne. Da zog die Königin eine Augenbraue hoch. “Beschwer dich bei meiner Designerin”, sagte die Teekanne zitternd, denn die hochgezogene Augenbraue der Königin war ein Gefahrenzeichen. “Na gut”, sagte die Königin. “Dann beschwere ich mich auch gleichzeitig über dein unangenehmes Henkeldesign und den Sprung im Deckelknopf.” “Ja, mach das”, sagte die Teekanne und wähnte sich aus dem Schneider.

Die Königin aß ihr Frühstück auf und rieb sich den Fuß. Dann rief sie den Haushofmarschall und trug ihm auf, eine Reise zur Teekannendesignerin vorzubereiten. “Aber Eure Majestät, diese Teekanne ist schon etwas älter, vielleicht lebt die Teekannendesignerin gar nicht mehr.” Da kniff die Königin ihre Augen zusammen und sah den Haushofmarschall sehr, sehr böse an. Er zog den Kopf ein und floh. “Und schick mir jemanden zum Fußstreicheln”, schrie die Königin ihm hinterher. Sie nahm einen Schluck Tee und schaute grimmig.

Nach drei Tagen Reisevorbereitungen brach die Königin auf. Ihr Fuß schmerzte nicht einmal mehr, aber ihr war langweilig. Also zog sie los, relativ inkognito, mit nur drei Kutschen und einer mittelgroßen Eskorte. Langsam wurde sie wieder grummelig. Teekannen! Tropfen! Auf ihrem Fuß!

Bei der Teekannendesignerin, die tatsächlich noch lebte, ließ die Königin eine Fanfare blasen und Teppiche ausrollen. “Teekannendesignerin!” “Ich heiße Zerline Grumpelmayer.” “Ja, ok. Frau Grumpelmayer! Ihre Teekanne hat mir heißen Tee auf den Fuß getropft! Außerdem ist das Henkeldesign umständlich, der Deckelknopf hat einen Sprung und sie SPRICHT!” Die Königin schaute möglichst böse.

“Ja, wir sind hier in einem Märchen, natürlich spricht die Teekanne. Übrigens haben Eure Majestät die Teekanne gekauft, also …” “Nein, das war nicht ich, sondern der Königinvater und vielleicht nicht einmal der.” Ja, dann kann ich auch nichts tun”, sagte die Teekannendesignerin Zerline Grumpelmayer, drehte sich um und ging in ihr Haus zurück. Da war die Königin baff. Sie stieg in ihre drei Kutschen, fuhr wieder nachhause und war noch drei Tage lang baff. Und wenn sie sich nach diesen drei Tagen nicht über etwas anderes erzürnt hätte, dann wäre sie heute noch baff …

Ze end.

 

Königinmutter

Wieder mal Pensées-style … [#CN Tod, Depression]

1. Vorgestern feierte die Königinmutter sehr verspätet ihren Geburtstag.

2. Viele Menschen, die kamen, habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen.

3. Die Zeit vergeht.

4. Irgendwie werde ich mich mit dem Gedanken abfinden müssen, dass alle Menschen sterben werden, auch die, die ich sehr liebe.

5. Hoffentlich nicht bald.

6. Irritierend, dass mich alle danach fragten, was denn mein Bruder so macht, wie es Nibling so geht.

7. Ja, gut, was soll ich sagen. Sie sind nicht hier. Sie leben. Es scheint ihnen gut zu gehen. Nibling ist herzig. So.

8. Gleichzeitig habe ich kein Wort, das beschreibt, was ich gerade arbeite. Marketing? PR?

9. Arbeit und Studium scheint die meisten Leute zufriedenzustellen.

10. Ein paar Mal habe ich auch “feministisch aktiv” gesagt.

11. Später dachte ich daran, dass ich ein Buch schreiben sollte, einfach, damit ich sagen kann, ich schreibe eines. *kopfschüttel*

12. Natürlich habe ich gelogen, dass es mir gut geht. Das Wichtigste, was ich gerade mache, kann ich gar nicht sagen: Ich über_lebe.

13. Einfach so leben scheint nicht zu reichen.

14. Die Königinmutter hat sich Lobreden und/oder Lieder gewünscht.

15. Es haben tatsächlich Leute gesungen. Nach der Melodie von “Ich steh auf der Brücke und spucke in’ Kahn”. Nu ja.

16. Mein Onkel hat eine Rede gehalten. Ich wette, die Königinmutter wird darüber noch mit mir reden. Später erzählte er mir, dass mein Vater bei einer Weihnachtsfeier vor meiner Geburt den Baum nur mit roten Bändern und Kerzen schmückte, einen roten Stern für die Spitze bastelte, durch die Licht schien und es wurde eine Passage von Marx verlesen. Ich muss jetzt noch lachen.

17. Ich wusste, wenn ich singe, heule ich. Außerdem sind Lobreden peinlich und was ich der Königinmutter wirklich sagen will, hat mit dem über_leben zu tun und ich glaube, sie würde sich schrecken.

18. Aber ich wollte auch etwas tun. Also habe ich meine Tweets nach “Königinmutter” durchsucht und welche zusammengestellt.

19. Beim Vorlesen haben meine Hände so gezittert wie zuletzt im Frühling 2013, als ich vor 100 Unbekannten* einen Sessionvorschlag machte.

20. Ich hasse es, wenn meine Hände so zittern und es macht mir Angst, weil ich sie nicht kontrollieren kann.

Da aber die Tweets recht Anklang fanden (Onkel erstaunt: “Das war sehr witzig.”), hier:

Die Geschichte von der Spinne im Turnschuh

20131022_091822Es war einmal auf Shoebox Castle, da lebte im Turnschuh der Königin eine Spinne. Wie sie dorthin gekommen war, wussten sowohl die Königin als auch die Spinne ganz genau. Die Spinne war bei einem Besuch in den Schlossgärten vom Weg abgekommen und hatte sich zum Eingang des Schlosses verirrt. Da dieser einladend und offen war, kletterte sie über die Schwelle.

Als erstes kam sie in das Wohnzimmer der Königin, doch das war ihr zu unaufgeräumt. Also krabbelte sie weiter. Als nächstes kam die Spinne in das Schlafzimmer der Königin, doch dort saß die Königin im Bett und starrte sie mit einem Blick an, dass die Spinne es mit der Angst zu tun bekam. Schnell flüchtete sie hinter die dunkelblauen Vorhänge und weiter in das Schloss hinein. So kam sie zum Vorzimmer der Königin, wo allerlei Dinge herumstanden, darunter ein Froschdämon, eine Porzellankatze und ein Paar Turnschuhe.

“Ei, Königin, was bist du schon, was soll ich mit dem Froschdämon”, dachte sich die Spinne. Gefressen werden wollte sie nicht.

“Ei, Königin, senk deine Tatze, nicht so wie deine Porzellankatze”, dachte die Spinne. Erdrückt werden wollte sie auch nicht.

“Oh, Königin, wie bist du fein, ich zieh in deinen Turnschuh ein!”, rief die Spinne, denn der Turnschuh kam ihr ruhig und friedlich vor.

Da schickte die Königin ihren Sekretär Crispian und handelte mit der Spinne einen Vertrag aus, dass diese bis zum Frühjahr im Turnschuh wohnen dürfe. Und wenn die Spinne den Vertrag nicht bricht, wird sie im Turnschuh glücklich und zufrieden leben, sonst ist’s ihr Lebensende.

The Queen is ill

Once upon a time, the Queen of Verysmallcountry, who lives in Shoebox Castle, was very ill. There was an ache in her ear occasionally saying hello to her jaw, her throat was scratchy like a bush of wild roses and her voice was getting weaker by the minute which seriously hampered her neverending need to communicate.

The Queen was very tempted to call for her mother. But the Queen Mother of Verysmallcountry was in fact very far away in her own kingdom and couldn’t help very much. The Queen already knew what her mother would say: “Drink plenty of tea, stay warm, keep your ear warm, and drink plenty of tea.” Those things she could do by herself. And then there was the image problem.

The last time she had had the Queen Mother over to take care of her during a serious illness, the Queen’s minions had started snickering quite strangely when she demanded such simple pleasures as having picture books read to her. So she merely sent a messenger to her mother saying she was ill and that she was taking care of herself. Of course the Queen Mother replied very quickly: “Drink plenty of tea, stay warm, keep your ear warm, and drink plenty of tea.”

Then she called for the Earl Marshal and asked him to buy a gigantic bag of cough drops. The Earl Marshal was used to such quests. He dispatched his fastest rider to the Queen’s favourite sweet store in Verybigcountry and in a matter of days he had a bag of cough drops and three bags of other assorted sweets, because he knew quite well that the Queen hated cough drops.

After the consumption of about three quarters of the bag of cough drops and all bags of assorted sweets, the Queen declared that her throat was no longer as scratchy and that she was coughing less. But now her nose had started running.

The Earl Marshal put the laundry department of Shoebox Castle in high alert. “Men!”, he cried, “Men! The time is upon us, the Queen is ill – and the supply of handkerchiefs is small indeed, since the Queen can never be bothered to remember to buy new ones when she isn’t ill.” The launderers groaned and resolved once again to write that petition to the Queen to buy more handkerchiefs. Then they divided up the shifts of washing, drying, ironing, and folding among themselves and started heating water.

The Earl Marshal went to the Queen to apprise her of his preparations. “Oh fair and noble Queen of Verysmallcountry, everything is at the ready. To your left, you find a near inexhaustible supply of handkerchiefs, to your right, a vat of herbal tea, and here is a hot water bottle to tie to your head to keep your ear warm.”

“Very elegant”, replied the Queen in a very unimpressed tone. When she was ill, she was always very short-tempered and best left alone. Unfortunately, Queens cannot be left alone when they are ill.

So, the Queen used up the handkerchiefs and the launderers washed, dried, ironed, and folded them, she drank vast amounts of tea and got spoiled by the kitchen, and the Earl Marshal fetched and carried and organised entertainment and sent the entertainers away and read books to the Queen and generally did everything she demanded of him.

After three days of this, the Earl Marshal finally was able to convince the Queen to see a doctor, but the doctor merely said the Queen should drink more tea and keep warm and eat healthy. So she did. And in time, the Queen recovered, but as usual, forgot to buy more handkerchiefs.