Rotkraut aus dem Ofen

imageNoch ein Rezept, diesmal selbst erdacht. Bei mir landet das meiste Kraut eigentlich in der Suppe, wenn ich nicht gleich Sauerkraut esse. Rotkraut habe ich bisher eher links liegen gelassen, denn außer dem klassischen Rotkraut lässt sich nicht viel draus machen. Oder doch? Ja doch. Aber das involviert häufig genauso viel Arbeit wie klassisches Rotkraut (also fein schneiden oder hobeln). Also Ofenrotkraut, das dank der langen Backzeit halb knusprig, halb karamelisiert wird.

Zutaten

Rotkraut (z.B. 1/2 Kopf)

Olivenöl (oder ein anderes Öl, das ihr lieber habt)

Salz

Je nach Vorliebe/Einkauf/Vorhandensein von Resten: Kartoffeln, Maroni, Äpfel, Süßkartoffeln, rote Rüben, Karotten, Kürbis …

Pfeffer, Zimt, Nelkenpulver, Muskatnuss, Kardamom, Ingwer, Zitruszesten – muss aber alles nicht sein

Anleitung

Ofen auf 180° C vorheizen.

Rotkraut und anderes Gemüse/Obst in mundgroße Würfel schneiden.

In einer Schüssel mit Öl, Salz und eventuell Gewürzen vermischen.

Auf ein großes Blech geben.

Im Ofen 1 Stunde lang braten lassen. Alle 20 Minuten (also insgesamt 2 Mal) das ganze Blech aus dem Ofen holen, alles gut (aber vorsichtig) durcheinanderrühren.

Finito!

Orangenrisotto

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Eines der Gerichte, die mein Vater oft und gerne kochte, war Risotto. Er hatte einen speziellen Kochlöffel, den er von seiner Mutter geerbt hatte – und seine eigene Risottophilosophie, die sich über die Jahre änderte, von “permanent Rühren!” zu “Deckel drauf und leise köcheln lassen, erst am Schluss rühren”. Allerdings veränderte sich sein Risotto nicht groß, er schnitt einfach Gemüse – meistens Karotten, Paprika und/oder Zucchini – seeeehr klein (STUNDENLANG *hust*), löschte mit Zitronensaft oder Weißwein ab und das war’s. Vielleicht noch Käse drauf oder dazu.

Risotto ist also für mich nicht nur einfach irgendein Essen, sondern ein Fundament meiner Kindheit, auch wenn ich bei den Zutaten ein wenig wagemutiger bin. Meine Risottophilosophie ist übrigens noch nicht ganz ausformuliert – permanent Rühren ist nervig, aber Deckel drauf & köcheln lassen weniger cremig …

Jedenfalls war das Motto dieses Winters definitiv Zitrus. Und weil dieses Rezept für Orangenrisotto so ungeheuer köstlich ist und es noch Orangen gibt, kocht es schnell nach bevor der Frühling kommt.  Ich habe es auf einer italienischen Rezeptseite bzw. via Twitter gefunden. Es lohnt sich das Originalrezept zu lesen, weil es so schön geschrieben ist. Leider ist die Abfolge der Arbeitsschritte nicht so gut beschrieben, was mich immer ziemlich nervt, also hier übersetzt und hoffentlich besser geordnet.

Das Originalrezept ist für eine Person bemessen (cool!) und zwar exakt – es kommt genau ein Teller Risotto heraus. Je nach Hunger/Lust/Speiseabfolge kann das perfekt sein, aber es ist wirklich so gut (bzw. koche ich für mich selten mehrgängig), dass mir ein Teller eigentlich nicht reicht. Ich gebe also in Klammern die doppelte und vierfache Menge an, damit ihr euch das Rechnen erspart.

Am Ende des Posts findet ihr das Rezept wieder in Kurzform, mit Mengenangaben für 1 hungrige Person oder 2 Personen, die auch Vor- und Nachspeise essen.

 

Zutaten

1 Esslöffel Sonnenblumenöl (1 1/2-2 Esslöffel – 2-4 Esslöffel), wobei, ich messe das nie genau ab, ich schütte einfach Öl in die Pfanne. Im Rezept steht “ja kein Olivenöl verwenden” und noch habe ich es nicht mit Olivenöl ausprobiert, aber ehrlich gesagt schmeckt es mit Olivenöl wahrscheinlich genauso gut.

1 kleine Zwiebel – oder eine mittelgroße, die Größe ist da eigentlich euch überlassen (1 mittlere/große – 2 mittlere/große)

80 g Reis – Rundkorn oder Risottoreis (160 g / 320 g)

2 Orangen – eine davon unbehandelt & je nach Möglichkeit/Vorliebe bio, können auch Blutorangen sein, aber die sind saurer (4 Orangen / 8 Orangen)

ca. 1/4 Liter heißes Wasser – haltet einfach eine Tasse mit heißem Wasser bereit (gilt auch für 2/4 Personen)

1 Prise Salz (1 Prise / 2 Prisen)

Butter – 1 Stück ca. so groß wie euer Daumennagel (1 walnussgroßes Stück – ca. 20g)

Geriebener Parmesan – ca. 1 Handvoll (2 Handvoll – 4 Handvoll) oder wie viel euch freut, ernsthaft, hier sind keine Grenzen gesetzt

1-2 Amaretti – bei Spar gibt es z.B. so kleine Amarettini, die reichen voll aus, dann aber etwas mehr davon (3-4 / 7-8)

1 Reibe/Raffel/Parmesanmühle oder was immer ihr zum Parmesanreiben verwendet

1 Suppenteller oder Schüssel (für den Parmesan)

1 Topf

1 Holzkelle

Eventuell: 1 Zestenschäler oder 1 Reibe, 1 Mörser oder 1 Plastiksäcken, 3 Schüsselchen oder 1 großen Teller

 

Anleitung

Wenn ihr Orangenzesten über das Risotto streuen möchtet, dann zuerst die unbehandelte & je nach Möglichkeit/Vorliebe Bioorange mit warmem Wasser waschen. Mit einem Zestenschäler oder einer kleinen Reibe Zesten abreiben. Wenn ihr 100% sicher gehen wollt, dass die Schalen nicht bitter sind, in einer kleinen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen, ca. 5 Minuten stehen lassen, mehrmals wiederholen. Entweder in ein Schüsselchen oder auf ein Häufchen auf einem großen Teller geben.

Orangen auspressen, Saft bereithalten.

Wenn ihr Amarettibrösel über das Risotto streuen möchtet: Als nächstes die Amaretti zerbröseln, z.B. in einem Mörser oder in einem Plastiksäckchen oder mit den Händen. Brösel in ein Schüsselchen oder auf ein Häufchen auf einem großen Teller geben.

Wenn ihr keinen fertig geriebenen Parmesan verwendet: Jetzt Parmesan reiben, z.B. in einen Suppenteller oder eine Schüssel. Die Hälfte kommt ins Risotto, die andere Hälfte obendrauf, das also beim Reiben bedenken. Den Parmesan zum Bestreuen in ein Schüsselchen oder auf ein Häufchen auf einem großen Teller geben.

Die Zwiebel(n) in kleine Würfel schneiden.

Öl im Topf erhitzen, Zwiebelwürfel dazugeben, auf mittlerer Hitze unter Rühren etwas andünsten.

Hitze erhöhen, Reis dazugeben, ebenfalls unter Rühren andünsten, bis er “glasig” also ein wenig durchscheinend ist.

Dann Orangensaft dazugeben (je nach Philosophie alles auf einmal oder erst mal einen guten Schluck) und gut rühren, damit nichts am Topfboden klebenbleibt.

Salzen. Restlichen Orangensaft dazugeben, unter Rühren aufkochen lassen, dann Hitze reduzieren.

Jetzt ca. 20 Minuten rühren, dabei soll das Risotto sanft köcheln. Verdampft die Flüssigkeit zu sehr, heißes Wasser nachleeren. Am Schluss soll der Reis nicht schwimmen, aber auch nicht in Klumpen an der Kelle kleben, sondern er sollte eine cremige Konsistenz haben (wie Milchreis). Die Reiskörner sollten noch etwas Biss haben (aber je nach euren Vorlieben).

Zum Schluss Butter und Parmesan unterrühren.

Das Risotto auf den/die Teller geben und entweder sofort mit Parmesan, Amarettibrösel und Orangenzesten bestreuen oder das Bestreuen den essenden Personen überlassen. Schwarzer Pfeffer passt gut dazu.

Guten Appetit!

 

Rezept in Kürze – Mengenangabe für 1 hungrige Person oder als ein Gang für 2 Personen

Sonnenblumenöl

1 Zwiebel

160 g Reis

4 Orangen

Butter

Geriebener Parmesan

3-4 Amaretti

Anleitung

Eine Orange waschen, Zesten abschälen oder abreiben. Alle Orangen auspressen.

Amaretti zerbröseln. Parmesan reiben, die Hälfte zum Bestreuen beiseitestellen.

Zwiebel(n) in kleine Würfel schneiden, Öl im Topf erhitzen, Zwiebelwürfel dazugeben, andünsten. Reis dazugeben, ebenfalls andünsten. Mit Orangensaft ablöschen, salzen.

Aufkochen lassen, dann auf mittlerer Hitze unter Rühren 20 Minuten köcheln lassen.

Zum Schluss Butter und Parmesan unterrühren.

Das Risotto auf Teller geben und entweder sofort mit Parmesan, Amarettibrösel und Orangenzesten bestreuen oder das Bestreuen den essenden Personen überlassen.

Guten Appetit!

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Zitrusmarmelade á la Zombiepanda

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Mandarinenmarmelade

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Bergamottezitronenmarmelade

Update am 7. März:

Nachdem ich jetzt einige Kilo Zitrusmarmelade eingekocht habe – auch rosa Grapefruits, Pomeranzen, Kumquats und Bitterorangen, folgende Anmerkungen:

Das ganze Getue mit Kernen und Fruchtfleisch ist unnötig. Das Pektin in den Schalen reicht vollständig, solange ihr genug Säure hinzufügt. Die Säure hilft nämlich beim Gelieren. Deshalb ist auch Zitronensaft oder kristalline Zitronensäure unerlässlich, haltet also eines oder das andere bereit, sollte eure Marmelade auch nach 15 Minuten wallend kochen noch nicht gelieren. In dem Fall gebt zuerst den Saft einer halben Zitrone bzw. einen halben Teelöffel kristalline Zitronensäure dazu, dann nochmal, sollte die Marmelade noch nicht gelieren. Etwas länger kochen und den Dampf mit einem Fächer o.ä. wegwedeln hilft auch, aber Säure ist definitiv weniger mühsam.

Zitrusmarmelade mit dem richtigen Säuregrad geliert sehr schnell und wie Wackelpudding. Beobachtet also eure Gläser beim Abkühlen und dreht sie wieder zurück, so dass der Deckel nach oben zeigt, bevor die Marmelade am Deckel festklebt. Es macht zwar keinen Unterschied, sondern sieht nur lustig aus, aber nur so als Vorwarnung. Am Besten funktioniert die Überwachung so: Wenn euch ein Rest Marmelade übrigbleibt, gießt ihn in ein Glas oder eine kleine Schüssel (zum baldigen Verzehr ^^). Beobachtet Glas/Schüssel – wenn die Marmelade darin geliert ist, dreht die anderen Gläser vorsichtig (HEISS! also am Besten mit Topflappen/Küchentuch) um, so dass der Deckel nach oben zeigt.

Ob ihr während dem wallenden Kochen am Schluss in der Marmelade rührt oder nicht macht keinen Unterschied. Wichtig ist der Säuregrad. Beim Rühren kann es spritzen, tragt also lange Ärmel und nehmt einen Kochlöffel mit sehr langem Stiel. Ein bisschen sanftes Umrühren ist gut, um zu sehen, ob die Marmelade sich am Topfboden ansetzt (sollte sie nicht, aber alles ist möglich).

Sollte die Marmelade in den Gläsern nicht gelieren ist es völlig ok (wenn auch mühsam), die Marmelade nochmal zu kochen. Dafür die Gläser alle öffnen (oder nur ein paar davon – Zitrussirup ist köstlich auf Grießbrei, Milchreis u.ä.), in einen großen Topf mit hohen Wänden leeren und langsam erhitzen. Alle Gläser und Deckel waschen und wie beim ersten Einkochen vorbereiten. Die Marmelade ca. 5-7 Minuten (bzw. je nach Geliertest) wallend kochen & heiß abfüllen.

Es macht nichts, wenn die Schale der Zitrusfrüchte schon ein wenig (oder ziemlich … äh *hust*) eingetrocknet ist, es wird nur etwas schwieriger, die Schalen zu schneiden. Während dem Kochvorgang saugen sich die Schalen wieder mit Wasser voll  – das heißt aber in diesem Fall ein wenig mehr Wasser zufügen, also statt 2,5 Liter pro Kilogramm Früchte eher ca. 2,75-3 Liter. Wenn ihr es ganz wissenschaftlich machen wollt und wisst, wieviele Früchte ihr hattet (also z.B. 1 Netz mit 5 Orangen = 1 kg), wiegt die Früchte ab und fügt die Differenz auf ein Kilogramm in Form von Wasser zu den 2,5 Litern dazu (zumindest erscheint mir das logisch, aber ich verfahre eher nach Gefühl).

 

Originaltext mit leichten Veränderungen, nach der Erkenntnis, dass es noch einfacher geht

Ich habe eine liebe Freundin, die begnadet Zitrusmarmelade kocht. Weil ich neugierig bin und irgendwie am Marmeladekochen einen Narren gefressen habe, habe ich es jetzt auch versucht – und es hat geklappt. So sehr, dass ich jetzt kein Glas mehr habe, in das ich noch Marmelade füllen könnte (und Zucker ist auch nur noch in der Zuckerdose).

Beim Kochen habe ich mich an ein Rezept von Delia Smith gehalten – aber es so modifiziert, dass es auch ohne Butter, Einmachzucker oder Wachsscheiben (Wachsscheiben?!) funktioniert. Lest es zur Sicherheit durch, aber ich gebe die Teile, die ich verwendet habe auch hier wieder.

Drei Sorten habe ich schon probiert: Blutorange, Zitrone und Mandarine. Alle drei haben fabelhaft geklappt und schmecken köstlich. Weitere Tests werden folgen.

Zutaten & Anleitung in Kürze

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Zutaten:

1 kg Zitrusfrüchte – mit unbehandelter Schale (wichtig) & nach Möglichkeit/Belieben bio

1-2  Zitronen (je nach Größe) – außer ihr kocht Zitronen ein, dann nicht. Die Zitrone muss nicht unbehandelt oder bio sein, da ihr nur den Saft braucht (stattdessen geht auch kristalline Zitronensäure – 1 Teelöffel = Saft einer Zitrone)

2,5 Liter Wasser

2 kg Zucker – je nach Bitterkeit der Früchte auch weniger, aber das merkt ihr erst beim Kochen, also haltet 2 kg bereit

Je nach Lust und Laune: Gewürze (Zimt, Kardamom, Pfeffer, Sternanis, Nelken … oder was immer euch sonst einfällt)

1 Schneidbrett

1 scharfes Messer

1 Zitruspresse – entweder elektrisch oder händisch. Erstere lässt sich eventuell auch ausleihen. Oder: Früchte durch ein Sieb erst mit der Hand und dann mit einem Löffel auspressen.

1 großen Topf mit hohen Wänden – ja, leider. Nein, nur ein großer Topf reicht nicht, außer ihr macht nur die Hälfte des Rezepts. Die Marmelade kocht am Ende nämlich hoch & dann über. Für euch getestet. Lässt sich aber vielleicht von anderen marmeladekochenden Personen ausleihen.

1 kleinen Topf – nicht zu klein, einen Liter sollte er schon fassen.

1 Holzlöffel

1 Drahtsieb – am besten ein grobmaschiges (also nicht zu fein), aber wenn ihr kein solches habt, dann egal. Habt ihr kein Drahtsieb, dann geht ein mit einer sauberen Stoffwindel oder 2 Lagen Küchenrolle ausgelegtes Abtropfsieb oder ein mit einem Kaffeefilter ausgelegter Trichter

Marmeladegläser mit Schraubdeckel – Delia Smith schlägt 6 Gläser, die je 450g fassen vor und das passt recht gut – ich habe recht unterschiedliche Größen verwendet, das geht auch. Wichtig ist, immer ein Glas mehr vorzubereiten als ihr denkt, dass ihr braucht. ;)

1 kleinen Teller

2 frische Küchentücher

Nach meiner Einkochmethode braucht ihr noch 1 großen Topf (für das heiße Wasser) und 1 kleinen Topf (für die Deckel) – ich kenne nur die Methode; ansonsten bitte je nach eurer Erfahrung.

1 Schöpfkelle (mittel bis groß)

1 Einmachtrichter (lässt sich ev. auch von einkochenden Personen ausleihen).

1 Spaghetti- oder sonstige Holzzange (lässt sich ev. auch von einkochenden Personen ausleihen).

Was ihr nicht braucht: Butter, Wachsscheiben, Stofftücher.

Exkurs Mandarine

Tipps & Tricks

Zutaten & Anleitung in Kürze

 

So.

 

Anleitung:

Zitrusfrüchte mit warmem Wasser abwaschen. In die Hälfte schneiden und auspressen. Schalen aufheben. Kerne und Fruchtfleisch kommen in den kleinen Topf, der Saft in den großen Topf mit den hohen Wänden (ev. noch durch ein Sieb gießen). Zitrone ebenfalls auspressen, Schale nicht aufheben (außer ihr wollt sie auch mitkochen, dann sollte die Zitrone aber unbehandelt & ev. bio sein).

Ein halber Liter Wasser kommt zu Fruchtfleisch und Kernen in den kleinen Topf. Einmal aufkochen lassen und dann auf kleiner Hitze vor sich hin köcheln lassen und ab und zu umrühren. Nicht zudecken!

Zum Saft im großen Topf kommen 2,5 Liter Wasser und die – je nach Vorliebe – dicker oder dünner geschnittenen Schalen. Delia Smith schlägt vor, die leergepressten Schalen noch einmal in die Hälfte zu schneiden und dann diese längs zusammen zu legen und so zu schneiden. Das mit dem Zusammenlegen könnt ihr machen, müsst ihr aber nicht. Je nach Schneiderfahrung lassen sich auch zwei Schalenstücke übereinanderlegen und so etwas schneller schneiden. (Siehe auch Exkurs Mandarine) Bei Grapefruits oder großen Orangen empfiehlt es sich, die Schalen nochmal in die Hälfte zu schneiden (also Achtel statt Viertel), bei Kumquats reicht es, sie in die Hälfte zu schneiden – ihr könnt sie auch im Ganzen schneiden, aber da ist das Rausholen der Kerne etwas mühsamer.

Wenn ihr ca. die Hälfte der Schalen geschnitten habt, stellt den Topf auf den Herd oder wenn er schon auf dem Herd ist, stellt die Herdplatte an. Schalen weiter schneiden und hineingeben. Wenn alle Schalen geschnitten und im Topf sind, lasst alles einmal aufkochen (nicht tragisch, wenn es vorher schon kocht, einfach auf niedrig stellen) und dann auf niedriger Hitze vor sich hin köcheln. Wenn ihr Gewürze hinzufügen wollt: Jetzt.

Der Topf darf jetzt vor sich hin köcheln. Stellt euch auf einem Küchenwecker oder auf dem Smartphone oder Handy 2 Stunden ein oder merkt euch, wann ihr die letzten Schalen in den Topf getan habt. Wenn ihr die Schalen nicht ganz weich haben wollt, dann gehen auch 1 – 1,5 Stunden, aber beim Essen nachher ist weicher bequemer. ;)

Rührt ab und zu um – d.h. so alle 15 Minuten oder wenn es euch gerade einfällt. Haltet euch der in Nähe des Topfes auf, ab und zu müsst ihr bei der Hitze etwas höher oder niedriger drehen und das Umrühren, besonders im kleinen Topf, ist auch wichtig, die Kerne hocken doch gerne an.

Währenddessen z.B. abwaschen und die Gläser, Einmachtrichter und Schöpfkelle zum Einmachen vorbereiten: Abspülen, Gläser in warmem Wasser aufbewahren. Nach ca. 1,5 Stunden einen großen Topf mit warmem Wasser und einen kleinen Topf mit Wasser vorbereiten.

Den kleinen Teller ins Eisfach oder in den Kühlschrank legen.

Eine freie Fläche vorbereiten, auf die ihr den großen Topf stellen könnt, daneben ein sauberes Küchentuch ausbreiten und ein zweites sauberes Küchentuch dazulegen.

Der kleine Topf mit den Kernen und dem Fruchtfleisch wird schon früher “fertig” sein als der große, d.h. ca. die Hälfte der Flüssigkeit verloren haben. Einfach die Platte darunter abschalten oder den Topf vom Herd nehmen und ruhen lassen, bis der große fertig ist.

Sind die 2 Stunden vergangen, Testen ob die Schalen weich sind. Zum Testen eine Schale abkühlen lassen und zwischen den Fingern zerdrücken – geht das leicht, sind sie weich.

Den Inhalt des Topfes mit Fruchtfleisch & Kernen durch ein grobmaschiges Sieb (oder Alternativen) in den großen Topf leeren und gut auspressen – dort ist das gute Pektin drin. Nicht vergessen das Sieb (oder was immer) auch außen abzukratzen.

Jetzt die Herdplatten unter dem großen und kleinen Topf mit Wasser anstellen, die ersten Gläser in den großen Topf geben und die Deckel in den kleinen. Das Wasser soll kochen. Den Einmachtrichter und die Schöpfkelle ebenfalls in den großen Topf legen, nach ca. 5 Minuten im kochenden Wasser wieder rausholen und auf das ausgebreitete Küchenhandtuch oder noch besser, einen Teller, legen.

Spätestens jetzt: Kleinen Teller ins Eisfach legen.

Platz fürs Abfüllen schaffen:  Platz für den großen Topf, ev. mit Untersetzer, ein frisches Küchentuch daneben ausbreiten, ein zweites dazulegen.

In den Topf mit den Schalen 1 kg Zucker geben und unter Rühren auflösen. Geschmack testen – mit 1 kleinen Löffel schnell eintauchen, abkühlen lassen & kosten. Je nach Frucht (Zitronen brauchen z.B. je nachdem nicht so viel Zucker) in kleineren Schritten mehr Zucker zufügen, bis ihr mit der Süße zufrieden seid (dabei hilfreich siehe Tipps & Tricks).

Jetzt die Hitze unter dem großen Topf auf die höchste Stufe stellen & Küchenwecker/uhr/Smartphone auf 10 Minuten einstellen. Unter Rühren aufkochen lassen und 10 Minuten rühren und kochen lassen. Dabei könnt ihr immer noch testen, ob es mit der Süße passt und eventuell noch Zucker oder Gewürze hinzufügen.

Macht den ersten Geliertest nach 10 Minuten. Dazu holt ihr rasch den kleinen Teller aus dem Eisfach oder Kühlschrank, tropft ein paar Tropfen drauf und legt den Teller rasch nochmal ins Eisfach oder Kühlschrank. Ca. 1/2 Minute warten, dann mit dem Finger durch die Tropfen fahren. Bilden sich kleine Runzeln oder Falten – Topf weg von der Hitze und einfüllen für eine gut weich gelierende Marmelade. Für eine fest gelierende, aber trotzdem weiche und streichfähige Marmelade kocht ihr sie 15 Minuten.

Bilden sich noch keine Runzeln oder Falten – Marmelade noch etwas kochen lassen oder noch mehr Säure – Zitronensaft oder kristalline Zitronensäure – hinzufügen. Je länger die Marmelade kocht bzw. je saurer sie ist, desto stärker geliert sie – die Marmelade bleibt aber trotzdem weich und streichfähig. Wenn ihr sie also eher flüssiger haben wollt, füllt sie früher ein – wenn ihr etwas gegen vom Brot rutschende Marmelade habt, später. Möglicherweise hilft auch der Zusatz von etwas kochendem Wasser gegen zu starkes Gelieren, aber das habe ich noch nicht ausprobiert.

Jetzt geht es ans Einfüllen. Das soll rasch passieren, damit noch alles heiß ist. Den Topf auf den vorbereiteten Platz stellen. Mit der Spaghetti- oder anderen Holzzange ein Glas aus dem Topf mit kochendem Wasser holen, kurz über dem Topf abtropfen lassen, neben den Marmeladetopf stellen. Einmachtrichter drauf, mit der Schöpfkelle Marmelade bis ca. 0,5 cm unter den Rand einfüllen. Dabei darauf achten, dass keine Marmelade auf dem Rand des Glases ist, falls ja, dann mit frischem Küchentuch oder Küchenrolle abwischen.

Passenden Deckel mit der Holzzange aus dem kleinen Topf mit kochendem Wasser holen, schnell aufsetzen. Mit dem bereitliegenden zweiten sauberen Küchentuch das Glas anfassen – Vorsicht, heiß! – und den Deckel fest zuschrauben. Glas mit dem Deckel nach unten auf das vorbereitete ausgebreitete Küchentuch stellen.

Nächstes Marmeladeglas in den Topf mit kochendem Wasser geben, neues Glas rausholen.

So weitermachen, bis alle Gläser gefüllt und der Topf leer ist. Habt ihr am Schluss zu wenig Gläser bzw. bleibt noch etwas Marmelade übrig, könnt ihr den Rest auch einfach in ein weiteres Glas oder in ein Schüsselchen einfüllen und über die nächsten Tage gleich essen. Dieser Rest hilft auch beim Beobachten des Geliervorganges – geliert der Rest, geliert auch die Marmelade in den Gläsern.

Nach ca. 1 Stunde sollte sich in den Gläsern ein Vakuum gebildet haben und alle Deckel “gespannt” sein, d.h., wenn ihr mit dem Finger draufdrückt, sollten sie nicht nachgeben. Falls doch, diese Gläser bald verzehren.

Je nachdem die Gläser umkehren, bevor sie ganz geliert sind. Die Gläser über Nacht auskühlen lassen. Wenn sie nicht schon bald nach dem Kochen geliert sind, am nächsten Tag schauen, ob es jetzt geklappt hat, dazu die Gläser etwas kippen und schauen, ob sich was bewegt. Ist alles noch ganz flüssig, noch etwas abwarten. Ansonsten siehe Tipps & Tricks.

Viel Spaß! Wenn ihr Fragen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren.

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Exkurs Mandarine:

Bei den Mandarinen ist es ein wenig anders. Ich habe sie ausgepresst und dann aus jeder Schale die übriggebliebenen Hüllen der Schnitze vorsichtig rausgekratzt und in die Pfanne zu Fruchtfleisch und Kernen gegeben. Dort habe ich dann 1 Liter Wasser zugesetzt und in den großen Topf zu den Schalen 1,5 Liter. Heute würde ich mir das Extrakochen von Kernen und Fruchtfleisch sparen. Die Mandarinenschalen lassen sich viel leichter übereinander legen als andere Zitrusschalen – ich habe immer 3 Hälften genommen, halbiert und dann übereinander gelegt – also 6 Schichten auf einmal geschnitten. Das spart Zeit, aber seid vorsichtig mit euren Fingern. Mandarinen werden erstaunlich bitter, brauchen also wirklich viel Zucker.
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Tipps & Tricks

Beim Kosten der Marmelade geht schnell der Sinn für Bitterkeit/Süße verloren – dazwischen entweder ein paar Schlucke Wasser trinken oder ein Stückchen Brot oder je nach Vorliebe eine Olive oder eine Essiggurke essen.

Das mit den Gläsern, dem Platz fürs Abfüllen etc. lässt sich auch erst recht spät vorbereiten, aber dann wird es stressig. Ich befolge den Ablauf so wie ich ihn beschrieben habe auch nicht immer, aber es würde sich empfehlen, wenn ich das täte. ;)

Bevor ihr sie mit dem Zucker aufkocht kann die Marmelade auch noch stundenlang stehen, nachher nicht mehr.

Ich habe noch keine Gewürze in Zitrusmarmelade gegeben. Bedenkt, dass Gewürze oft erst über längere Zeit ihren Geschmack freigeben & fangt ev. mit kleinen Mengen an. Andererseits haben Zitrusfrüchte einen starken Geschmack, also alles eine Sache des Ausprobierens. :) Ob ihr gemahlene oder ganze verwendet, bleibt euch überlassen. Ganze könnt ihr ev. noch rausfischen bevor ihr den Zucker zugebt oder auch nicht, wie es euch Spaß macht.

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Zutaten und Anleitung in Kürze:

1 kg Zitrusfrüchte
1 große Zitrone (außer ihr kocht Zitronen ein)
2,5 Liter Wasser
2 kg Zucker

Zitrusfrüchte mit warmem Wasser abwaschen. In die Hälfte schneiden und auspressen. Kerne und Fruchtfleisch in kleinen Topf, der Saft in großen Topf. Zitrone ebenfalls auspressen, Schale nicht aufheben.

Fruchtfleisch und Kerne mit 1/2l Wasser aufkochen, dann köcheln lassen. Schalen schneiden, mit Saft und 2l Wasser aufkochen, dann köcheln lassen.

Töpfe ca. 2 Std. kochen lassen, dabei ab und zu umrühren. Ist die Hälfte der Flüssigkeit im kleinen Topf verkocht, Herdplatte abstellen oder Topf vom Herd nehmen. Inhalt des Topfes mit Fruchtfleisch und Kernen durch ein grobmaschiges Sieb in den großen Topf leeren und gut auspressen.

1 kg in den großen Topf geben und unter Rühren auflösen. Geschmack testen und in kleineren Schritten mehr Zucker zufügen.

Hitze unter dem großen Topf auf die höchste Stufe stellen und unter Rühren aufkochen lassen. 10 Minuten rühren und kochen lassen. Geliertest machen. Ev. noch weiter kochen lassen.

Marmelade heiß abfüllen.

Viel Spaß! Wenn ihr Fragen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren.

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On eating while depressed

[TW depression]

Currently posts happen in English. Don’t know why, but that’s just how it is right now.

I just met a friend I haven’t seen in quite a while. As we asked each other how we were, we both knew how we really were without having to say much. They asked me to accompany them to the supermarket to get something to eat. I said yes, because I wanted to spend more time with them, but also because I felt I knew why they asked. They were hungry and needed food, but making or buying food, alone, was just too much effort. Eating while depressed can be like that for me.

As I am still coming out of a depressed phase, I am amazed at and celebrate the things that are suddenly possible again. Putting in earrings. Doing the laundry. Doing the dishes. And making food. At first, making food again meant making food that requires heat and a pan. Cheese toast to be exact. I don’t have a toaster, so I fry the bread gently in butter, top it with cheese, flip it, fry it gently, and then eat it with lots of ketchup. Right now, I’ve taken the next step to cooking soups. Soups aren’t hard to make and if I make a big batch they’ll last two or more days. These are two huge steps up for me. I even made pasta twice.

Why are they huge steps? They’re huge steps up from eating cold food, like bread and cheese or other combinations, from cereal with yoghurt, from chips and chocolate pudding. There is nothing wrong any of those foods, I love them all. But eating them every day gets tedious, when there is so much more out there.

At this point in time I consider my life to be seriously too short to keep beating myself up about what I eat anymore, even though society says I should because I am fat. I love food. It took me a while to get a safe distance away from the guilt, the shame, the self-hate, the fears, the restrictions, the hang-ups, the constant self-abuse of berating myself for my choices. Somehow I managed to resist dieting, mostly. One ex-partner tried the no-carb diet and I “had” to do it with them (because I was “responsible” for the cooking, natch), that cured me for life. I don’t think I’ve ever craved potatoes so much.

I managed to get to a safe distance with Michelle Allison, who blogs and tweets as the Fat Nutritionist @fatnutrionist – and Lesley Kinzel’s amazing fatshion articles on xojane (she writes great articles on a wide range of other topics, too). Because of Lesley Kinzel, who tweets as @52stations, I put on a bathing suit this summer and went swimming, because of her, I am putting on whatever clothes (dresses!) I want. Because of posts like this by Michelle Allison, I started being able to say yes and no to food as I pleased and no longer pressured myself as much.  I’m still working on all these things, still unlearning the internalized fatshaming, still trying to resist the fatshaming from others. Still working on applying the health at every size concept to my life.

That’s how my relationship is with food when I am feeling ok or happy. When I am not feeling well, I don’t lose my appetite, I stop caring (not feeling, caring). I stop caring whether I eat, and cooking and doing the dishes become chores of monstrous proportions. This is not a sudden occurrence, one day fine, the other day completely unable to cook food. It’s a gradual process. At one point during this year, I managed to get up at a reasonable time, make breakfast (tea and cereals I let soak *the night before* with actual fresh fruit, how “together” is that?!). At one point this year, I have managed to invent new recipes and go to amazing lengths to prepare certain foodstuffs.

Then I started lying in bed a little longer and eating my cereals unsoaked for many reasons. Maybe not every day. But this is how it starts. It ends with me going to work hungry, eating lunch far too quickly, and feeling bad about the whole thing and this time finally not eating at all, which, just no. No no no. I don’t want to go there again. Michelle Allison has written about “When eating falls apart“. This.

What feeling depressed and not being able to cook also means for me: I have let food rot, because I just couldn’t find the energy to prepare it. This is considered very bad. Supervillain level bad. So while I can’t help it, I feel very bad about it and make myself feel worse. To combat this, I stop buying food that goes off quickly and/or needs many steps to prepare (i.e. fruit and vegetables, although I really like them). I eat only things I don’t have to prepare or can prepare quickly, preferrably in a bowl, and eat with a spoon. Now, as I said above, I love cold foods like bean salad and cereal, but having bean salad every day isn’t fun. A good post to read on this is Michelle Allison’s Perfectionist cooking paralysis. Basically I go from a higher level to level zero and then up again over time, except I know how to cook food at every level, that’s not the problem.

This time, as I started getting out of my depressed phase (still not entirely out), I also got a massive virus infection with sore throat, clogged sinuses, fever, the works. I lost my sense of smell and taste. This made me want to eat and cook even less. I could have ordered stuff or could have gone to a restaurant. I can buy readymade food at the supermarket. But I can’t afford that on a regular basis, nor do I want to buy readymade food all the time. Also, I was sick. I couldn’t really go out.

Add this to the fact that I live and mostly am alone. I have a parent (who has their own life and struggles), friends (who have their own life and struggles) and that’s it. Also, when I am not feeling well, I feel like I can’t impose on people. I tell them I can do stuff by myself, because I feel they have enough on their plate. Also having them visit me or going out with them means getting up, showering, getting dressed, cleaning up and many other things that sometimes just take more strength than I have, especially when I am also having a fever. Still, there are lovely people who persist, make food for me, take me out – and I am eternally grateful to those people.

At the same time, when I am feeling depressed, eating whatever I feel like gives me pleasure and helps me stay alive. It helps me stay connected to this world, because I don’t want to give up the pleasure of eating chocolate pudding and potato chips and because I know that at some future point I will be able to make and eat arugula salad, mushroom risotto or homemade Christmas cookies. Lucky me. This is a privilege.

Now. Take all these layers (and some I’ve not been able or didn’t want to fit in). Understand that there are times when I have been meaning to cook a simple dish for days and haven’t managed to do it. Even if it only requires cutting things and cooking them all together. Sometimes I am just not able to do this. Sometimes I am slowly approaching the point at which I can. Sometimes I can and sometimes I can do more. If I had to do this at work, I’d do it, no problem. But this isn’t paid work. It’s feeding me and sometimes I can’t.

That’s why I am touchy when people comment on my food choices. Even during ok or happy phases, comments that go beyond “Wow, that looks good!”, “Yummy!” or “I’d like to have the recipe” get annoying really fast, mostly because there is so much fatshaming in them. “How can you eat that?”, “I couldn’t eat that!”, “(Food I’m eating) is so gross!”, “You’re eating *that* for breakfast/lunch/dinner?!”, “But you could make that into a vegan dish!”, etc etc etc.

No, I don’t want to hear about your diet, whether you’re doing it for weight loss or other reasons. It’s fine if you tell me you can’t or won’t eat certain foods, I’ll try to work with that if I ever cook food for you. Whatever you choose to eat is fine with me and if I like what’s in it, I’ll be glad to try it. I’ll gladly talk about delicious food, I’ll look at your pictures of delicious meals, I’ll read your recipes and love them and try them out myself when and if I feel like it, but I will only forgive one person for diet talk – my best friend (for reasons I don’t need to explain to you). From people who don’t really know me, comments about what I’m eating get irritating really fast. From people who know me, they can be incredibly hurtful.

But since I’m afraid people will no longer like me if I tell them they’re hurting me, I stay silent far too often and rather start avoiding them. Not an ideal solution, either, I guess. Which is why I’ve written this post to ask you to please take into consideration that people might have issues with food that you don’t, can’t know about. It costs you nothing to say whatever you want to say about my food choices in your head, but you’ll spare me pain. If you can’t do that, be prepared for me to react in a way that might not be “nice”.

Quick & dirty Paradeiser-Marillensalat*

*Damit meine ich Tomaten und Aprikosen.

20130627_120654Was kann schon passieren, so in der einen Sekunde, in der ich mich entscheide, Halloumi zu braten? Ein ganzes neues Kochrezept. Naja, neu – eine Googlesuche zeigt mir, dass die Kombination Paradeiser/Marille nicht so neu ist und ich habe sicherlich irgendwo darüber gelesen. Aber dieses Rezept ist meines.

Zu Essig & Öl: Ihr müsst weder Olivenöl noch japanischen Pflaumenessig (Umesu) verwenden. Tobt euch aus. Nehmt Marillenkernöl, Distelöl oder Maiskeimöl und Paradeiseressig, Marillenessig oder Balsamico – was immer ihr habt. Hauptsache: Essig soll recht mild sein, Öl nicht zu stark im Geschmack.

1 Halloumi – zu diesem Salat passen sicher noch jede Menge andere Sachen

3 Paradeiser, am besten richtig schön reif – meine waren so mittelgroß (also nicht riesig, aber auch nicht klein). Oder halt so viele, wie ihr wollt

5 Marillen (glaub ich) – am besten auch schön reif

1/8 Liter Wasser (ca. – mehr als nur ein Schluck jedenfalls)

Olivenöl

Umesu (japanischer Pflaumenessig)

Salz

Halloumi in Scheiben schneiden, braten. Während der Halloumi vor sich hin brät, Paradeiser und 3 Marillen in Schnitze oder mundgerechte Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die zwei anderen Marillen ebenfalls in Schnitze schneiden und bereithalten.

Wenn der Halloumi fertig gebraten ist, auf einen Teller legen. Die Schnitze der 2 Marillen in die Bratpfanne geben und bei mittelhoher Hitze ein wenig anbraten, dann soviel Wasser dazugeben, dass der Boden der Bratpfanne bedeckt ist – eben ca. 1/8 Liter. Rühren.

Die Marillen in der Pfanne so lange umrühren, bis sie ein wenig verkocht und das Wasser ein wenig eingekocht ist. Olivenöl dazugeben – Menge nach Geschmack, ein guter Schluck eben. Salzen. Ev. auch noch Pfeffern. Umrühren, dann über die Paradeis- und Marillenschnitze in der Schüssel geben. Umesu – auch nach Geschmack (einen guten Schluck) dazugeben, vermischen.

Zum Halloumi servieren. Guten Appetit!

Was mir noch so einfällt: Paradeiser-Marillen-Sugo zu Pasta und geräucherten Käse drüber, Paradeiser-Marillen-Ketchup, Paradeiser-Marillen-Pizza. Ich hab auf Google auch Chutney, Suppe und anderes gesehen.

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Kommentierte Rezepte: Spiegeleier im Paprikaring

Kennt ihr diese Metallringe oder Blumen oder sonstigen Formen, die verwendet werden, um Spiegeleiern einen lustigen Touch zu verleihen? (Wozu das nötig ist, frage ich mich ja, aber darum geht es hier nicht.)

Vor einiger Zeit sah ich im Internet ein Bild, auf dem statt Metall Paprikaringe (bzw. Peperoniringe für die SchweizerInnen) wurden. Genial! Und kürzlich kam mir der Gedanke, das doch auch zu probieren.

Zwischen Fotos aus dem Internet und dem tatsächlichen Aussehen von Mahlzeiten (u.a.) kann es natürlich zu Diskrepanzen kommen, wie hier zu sehen ist (anschauen und dann gaaaanz hinunterscrollen). Aber so schwierig ist das eigentlich nicht.

Pro gewünschtem Ei benötigt ihr einen Paprikaring von mindestens 2 cm Höhe. Sucht euch daher große Paprika aus. Eine Variante wäre natürlich, lange, schmale Paprika zu nehmen und die Ringe noch höher zu machen.

Für 2 Spiegeleier:

2 Paprika (oder 1 großer)

2 Eier

Butter oder Butterschmalz oder was immer ihr für Fett zum Braten von Spiegeleiern verwendet

Salz, Pfeffer

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Paprika waschen, in daumenbreite Ringe schneiden – mindestens 2 sollten dabei herauskommen. Die weißen Häutchen und alle Kerne entfernen.

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Butter oder Butterschmalz auf mittlerer Hitze in der Bratpfanne schmelzen, die Paprikaringe in die Bratpfanne setzen und nach Belieben noch ein paar Mal umdrehen, falls gewünscht – ist aber nicht wirklich notwendig.

Auf hohe Hitze schalten.

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Um das Ausrinnen des Eiweiß aus dem Paprikaring zu verhindern, am Besten nicht gleich das ganze Ei in den Ring schlagen, sondern zuerst eine kleine Menge aus dem angeschlagenen Ei fließen lassen, so dass der Boden des Rings bedeckt ist und ein wenig warten, bis dieser Boden anfängt zu stocken. Dann erst das restliche Ei darauf geben.

Bei einer einigermaßen heißen Pfanne geht das schnell.

Dann wieder auf mittlere Hitze schalten und Spiegeleier zur gewünschten Konsistenz fertigbraten. Ich drehe sie ja am liebsten nochmal um …

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Salzen, pfeffern, servieren!

Das Ganze funktioniert z.B. auch mit Zwiebelringen und kann mit Paradeiser/Tomate verfeinert werden.

Kulinarische Versuche – French Toast mit Hollerblüten

Blöd nur, dass so ungefähr alle Rezepte für Hollerstrauben fordern, dass sie im Fett schwimmend herausgebacken werden sollen. Sicher können sie auch in Butter gebraten werden (oder?), aber irgendwie war mir alles zu mühsam.

Dann kam mir eine geniale Idee. French Toast (auch Arme Ritter genannt) kann nämlich auch als Gratin fabriziert werden. Vom Umstand, dass ich (noch) keine Gratinform besaß, ließ ich mich nicht abhalten. Also Hollerblüten (= Holunder) auf der Gstetten möglichst weit von der Straße gepflückt, gegooglet, die Rezepte kritisch ausgewertet, schnell zum Supermarkt um Mehl und Prosecco gelaufen und der Erstversuch konnte losgehen.

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Foto Anna Zschokke CC BY-NC-SA 3.0

Alles klappte außer, dass ich die Zuckermenge falsch gelesen hatte. Brrrrr. Noch dazu wird der Geschmack von Holunderblüten durch Zucker sehr stark. Viel hab ich davon nicht gegessen (ja, ich geb’s zu).

Als nächstes ein Optimierungsversuch – diesmal in einer richtigen Gratinform. Beim zweiten Versuch wollte ich auch ausprobieren, ob eine Gratinversion ohne Brot auch gut schmecken würde, aber das Ergebnis war wenig überzeugend. Das Brot bietet nämlich einen leicht salzigen Kontrapunkt zum süßeren Straubenteig.

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Foto Anna Zschokke CC BY-NC-SA 3.0

Also wie geht das jetzt mit dem French Toast mit Hollerblüten? Prinzipiell funktioniert das Rezept so: Auf eine Lage French Toast/Arme Ritter kommt eine Lage von in Teig getunkte Hollerstrauben, das ganze wird im Ofen gebacken.

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Foto Anna Zschokke CC BY-NC-SA 3.0

Ich erkläre jetzt erst mal, was ihr alles braucht, dann folgt das Rezept. Für den Straubenteig habe ich mich an dieses Rezept gehalten.

DISCLAIMER: Das ist kein 100% genaues Rezept, sondern mehr eine Anleitung, die variabel angepasst werden kann. Denkt also bitte daran, dass eure Gratinformen vielleicht größer oder kleiner sind, ihr mehr Personen verköstigen wollt, ihr andere Rezepte für den Straubenteig verwenden wollt, etc.

Ihr braucht:
1 Form mit mindestens 7 cm hohem Rand – rund oder eckig, egal, Hauptsache hoher Rand. Ich habe eine Springform mit 28 cm Durchmesser und eine kleine Gratinform mit 24×14 cm verwendet.

Mixer oder Schneebesen, 1 größere Schüssel für Straubenteig, 1 Gefäß für Eischnee, 1 Gefäß für French Toast-Eiermix, (ev. hitzebeständiger) Teigschaber, mindestens 1 Esslöffel und 1 Teelöffel, ev. ein Sieb.

Frische Holunderblüten – die Menge hängt von der Größe eurer Form ab – 1. Versuch (28cm Springform) 10 Blütendolden, 2. Versuch (kleine Gratinform) 6 Blütendolden. Nehmt am Besten ca. handgroße relativ flache Blüten, die gerade mitten in der Blüte stehen (zu viele ungeöffnete Knospen – noch zu jung; abfallende Blüten – zu alt). Die Holunderblüten NICHT waschen, aber sorgfältig auf etwaige Insekten absuchen. Meine hatten aber überhaupt keine Insekten, dafür ein paar wenige verdorrte Blütenknospen, die habe ich entfernt.

Brot – ich habe ein Baguette (also Weißbrot) genommen, aber ihr könnt hier verwendet, was ihr wollt. Luftigeres Brot eignet sich besser für French Toast, Toastbrot sowieso, aber ob dunkles oder weißes Brot überlasse ich euch. Ich kann mir vorstellen, dass ein gutes dunkles Brot gut mit dem Holler harmoniert – dann würde ich aber doch ein bisschen mehr Zucker in den Hollerteig tun (oder nicht? Vielleicht auch nicht). Das Brot kann ruhig auch älter sein, es wird ja in Eier/Milchmischung getunkt und dadurch wieder weich. Das Brot könnt ihr in dünne oder dickere Scheiben schneiden, je nachdem, was ihr mit dem Gericht erreichen wollt (Brot verbrauchen, ein Gericht unter vielen, Dessert, Hauptpunkt des Frühstücks, etc.)

Eier – die Menge hängt von der Portion ab – ich habe für die Springform und die Gratinform die gleiche Teigmenge verwendet, ging sich beides gut aus, aber bei der Springform kam ein flacherer Fladen heraus.

Zucker
Salz

Vanillezucker – ich habe hier meinen guten Vanillezucker genommen, bin mir aber nicht sicher, ob der wirklich etwas Großartiges beigetragen hat. Kann sein, kann nicht sein. Käme auf zukünftige Versuche an. Mengenmäßig gilt: Bei Vanillezucker in Packungen 2 Packungen, bei Vanillezucker in loser Form 2 Teelöffel.

Milch – für den French Toast braucht ihr auf jeden Fall eine milchähnlich Substanz (kann auch Soja/Reis/Hafer/Mandel- oder sonstige Milch sein, je nachdem, wie ihr das mögt), das Rezept für die Hollerstrauben, das ich verwendet habe, verlangt nach Weißwein, aber es gibt auch Rezepte mit Milch, dann braucht ihr mehr. Wenn ihr den Teig mit Milch macht, könnt ihr auch weniger Butter nehmen.

Butter oder pflanzliches Öl – 1. zum Form einfetten und 2. da hier ja nicht gebraten oder frittiert wird, habe ich den Geschmacksträger in anderer Form untergebracht, d.h. in den Teig gerührt. Ich habe ca. 20 Gramm Butter verwendet, ich würde sagen, das sind so 3-4 Esslöffel Öl. Nehmt ein hitzebeständiges, geschmacksneutrales Öl (ev. Sonnenblumenöl). Wenn ihr Öl statt Butter nehmt, erspart ihr euch auch das Abwaschen des Topfes, in dem ihr die Butter geschmolzen habt …

Mehl – zum Mehl klumpenfrei einrühren empfiehlt sich so ein Einhandmehlsieb oder ein normales Sieb.

ev. Weißwein oder Prosecco – ich bin einem Rezept gefolgt, das Weißwein für den Straubenteig verlangte, den ich durch Prosecco ersetzte. Natürlich eignet sich das Rezept dann etwas weniger für Kinder und durch den Wein ergibt sich auch ein etwas herberes Geschmackserlebnis als wenn der Teig mit Milch angerührt wird.

Früchte – zu diesem Gericht passen am besten säuerlich-süße Früchte, die auch sonst saisonal zu Hollerblüten passen. Entweder frisch, als Sauce oder Kompott – Rhabarber oder Erdbeeren bieten sich an, aber gefrorene Himbeeren oder Heidelbeeren gehen natürlich auch (oder was euch halt so einfällt). Denkt aber daran, dass der Hollerblütengeschmack doch recht zart ist.

So und jetzt zum Rezept
Mengenangaben richten sich nach meiner 28cm-Springform (a) und meiner 24x14cm-Gratinform (b):

Für die French Toast-Lage
ca. 1/2 (a) oder 1/4 (b) Baguette
2 Eier
ca. 125 ml Milch
1 Packung/Teelöffel Vanillezucker
1 Prise Salz

Für die Hollerstraubenlage
ca. 10 (a) oder 6 (b) Holunderblüten, ungewaschen, aber von etwaigen Insekten befreit
3 Eier
2 – 2 1/2 Esslöffel Zucker
1 Packung/Teelöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
175 ml Weißwein oder Prosecco
20 Gramm Butter oder 4 Esslöffel Öl
100 Gramm Mehl

Form buttern oder mit Öl auspinseln
Brot in Scheiben schneiden
In einem Topf auf niedriger Stufe Butter schmelzen

Eiermilch für French Toast
2 Eier in eine Schüssel schlagen, ca. 125 ml Milch, 1 Prise Salz, 1 TL Vanillezucker dazugeben, mit einer Gabel oder einem Schneebesen gut verrühren.
Form mit Brot auslegen und Eiermilch drüberleeren oder Brot in der Schüssel mit Eiermilch weichen lassen. Dabei Brot mindestens einmal umdrehen.

Straubenteig:
Eier trennen – Dotter in eine größere Schüssel, Eiklar in eine kleinere.
175 ml Weißwein mit Eidottern gut verrühren.
2 (bzw. 2 1/2) EL Zucker, 1 TL Vanillezucker und eine Prise Salz einrühren.
Geschmolzene Butter langsam und unter dauerndem Rühren untermischen.
100gr Mehl in ein Sieb geben und langsam einrühren.
Eiklar schlagen, bis es steif ist, vorsichtig unter den Teig heben.
Der Teig sollte nun eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten, aber wenn’s schnell gehen soll, dann muss das nicht sein.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. (Wenn der Teig sofort verwendet werden soll, dann macht das früher.)

Falls ihr die Brotscheiben in der Schüssel habt weichen lassen, dann nehmt sie jetzt raus und legt sie in die Form. Wenn nicht alle Scheiben in der Schüssel Platz hatten, habt ihr jetzt Zeit, alle in Partien einzuweichen und in die Form zu legen.

Den Straubenteig aus dem Kühlschrank holen und nochmal vorsichtig umrühren. Hollerblüten in den Teig tunken und ev. mit dem Teigschaber Teig auf unbedeckte Stellen geben. Blüten auf die Lage Brot in der Form setzen, bis alle Scheiben bedeckt sind. Übriggebliebenen Teig drübergießen bzw. Löcher strategisch füllen.

Bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen.

Ich habe den ersten Versuch ca. 20 Minuten gebacken, der war sehr duftend und stark im Aroma, aber vielleicht war das auch der viele Zucker. Der zweite Versuch war dann ca. 25 Minuten drin, hat etwas weniger stark geduftet, also vielleicht erst mal 20 Minuten probieren.

Mit Früchten, Fruchtsauce oder Kompott servieren.

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Foto Anna Zschokke CC BY-NC-SA 3.0

Voilá!

Variationen, die ich mir sonst noch vorstellen kann: statt dem Hollerstraubenteig eher eine Art Soufflé; ev. sogar nur Baiser; zwei Lagen Brot bzw. dachziegelartig geschichtetes Brot; Prosecco/Weißwein vor dem Einrühren mit einer Hollerblüte marinieren … aber das kommt dann erst nächstes Jahr.