Es ist Zeit

#CN Tod

“Es ist Zeit”, sagt etwas in mir, wenn ich meinen Kater ansehe. Herr Schnurrkringel möchte nicht mehr. Möchte nicht mehr zur Tierärztin, möchte nicht mehr Medikamente nehmen, möchte nicht mehr Fressen (obwohl heute noch gnadenhalber Thunfisch angenommen wurde), möchte nicht mehr Trinken. Seit ich von einem kurzen Besuch bei M. nachhause gekommen bin, liegt er an der Heizung und rührt sich kaum von dort weg.

Eigentlich wollte ich ihm noch einen schönen Frühling ermöglichen und ihn vor allem nicht bei der Tierärztin im Gefrierschrank lassen und warten bis der Boden bei der Königinmutter wieder aufgetaut ist. Aber er kotzt alle Schmerzmedikamente aus, auch sein Arthritismedikament, den Magenschutz … gerade die Antibiotika, von denen zwei verschiedene eh schon nicht gewirkt haben und seine Nierenmedikamente, die er seit dem Herbst jeden Tag braucht behält er bei sich. Aber er hasst es, wenn ich sie ihm gebe.

Die meisten Menschen, denen ich davon erzähle, fragen, wie alt er ist. Herr Schnurrkringel ist 15 1/2. Ist das alt für einen Kater? Oder ist er noch zu jung? Unsere letzte Katze wurde 23, aber sie war klein und zäh. Herr Schnurrkringel ist groß und zart. So zart. So nervös, so leicht zu ängstigen. Er mag keine lauten Geräusche, keine plötzlichen Geräusche, keine gehobenen Arme, keine Stangen, kein Geklapper, kein Geschiebe, den Staubsauger nicht und die Waschmaschine nicht und singen darf ich auch nicht.

So ein eigener Kater. Und dabei der beste Kater, der bravste. Bis er anfing aufs Sofa und aufs Bett zu pinkeln, der Blase wegen. Seit alles mit Inkontinenzunterlagen abgedeckt ist, pinkelt er nicht mehr aufs Sofa oder aufs Bett. Armer Lausbub. Wären es nur die Nieren, nur die Arthrose in der Hüfte, ich hätte es noch länger versucht, aber die Blasenentzündung verschwindet einfach nicht.

Ob er morgen noch etwas frisst? Wie ihn morgen einpacken? Wie das morgen überstehen? Wie schlafen? Aber ich muss ihn nur ansehen.

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Raus aus der Stadt

Gestern war ich in Garsten, beim Garstener Advent. Garsten liegt in Oberösterreich, bei Steyr und ich bin schon oft mit dem Zug durchgefahren auf dem Weg zur Sommerfrische bei der Königinmutter. Vom Zug gut sichtbar ist das riesige Stift, das seit 1851 ein Gefängnis ist, auch das ist vom Zug aus gut sichtbar. Bei der Einfahrt mit dem Auto wird es nicht weniger gruselig, nicht weil ich Angst vor den Insass_innen hätte, sondern weil Gefängnisse gewaltvolle, furchtbare Orte für Menschen sind. Auch wenn ich euch nun vom schönen Adventmarkt erzähle, mag ich das nicht ausblenden.

Jetzt aber zum schöneren Teil: In Garsten war ich mit einer ortskundigen Freundin unterwegs, die mir erst einmal die hübsche Bibliothek zeigte, denn aufgrund dieser hatten wir uns eigentlich kennengelernt. Ich habe in den Kinderbüchern gestöbert und gleich ein paar für meine nächsten Buchbesprechungen gefunden. Zuerst muss ich sie allerdings noch im System der Wiener Büchereien finden und in Ruhe nochmal anschauen.

Und dann gingen wir los. Zuerst in den Pfarrsaal, wo die handarbeitenden Garstner_innen Tisch um Tisch mit genähten, gestickten, gestrickten, gehäkelten und sonst noch gebastelten Sachen belegt hatten. Besonders beeindruckt war ich von den handgestrickten Trachtenzopfsocken, weil die unglaublich viel Arbeit sind. Später in der Volksschule, in der ebenfalls handgefertigte Dinge ausgestellt wurden, sah ich dann wohl eine der Sockenstrickerinnen am Spinnrad und hätte gerne mit ihr geredet, aber sie saß gleich bei einem Durchgang und war auch gerade in ein Gespräch vertieft.

Vom Pfarrsaal gingen wir dann auf den Markt hinaus, der den Ortskern in Beschlag nimmt und weitgehend frei von Autos ist. Der Fokus des Marktes liegt auf Handwerk und der Region, daher gab es viele Schauschmieden und einen Stand des Nationalparks Eisenwurzen. Vor der einen Schauschmiede gibt es ein Extrabrett für Kinder, damit die über die Brüstung des Standes schauen können. Auch werden traditionellerweise Baumstämme zu Balken zugehauen, aus denen dann Häuser bzw. Dachstühle für Kapellen etc. gemacht werden. Daneben gibt es eine große Vielfalt von Essensständen und die Luft duftet nach Maroni, Braterdäpfeln, Würsteln, Käse, Zuckerwatte, gebrannten Mandeln, Geselchtem, ach.

Auf dem Weg zum Bücherflohmarkt der Bibliothek und zur Volksschule kamen wir an einem Stand mit Alpakawolle und daraus gestrickten und gehäkelten Sachen vorbei, die auch drei Alpakas in einem Gehege hatten, die gestreichelt werden konnten. Sie mäh-määähten eher jämmerlich und taten mir leid. Alpakawolle streicheln ja bitte, Alpakas selber bitte auf der Weide lassen. Möh.

Gleich danach gingen wir durch eine Passage und dort war ein Stand mit Sachen aus Porzellan und Keramik, die mir ins Auge fielen.  Später besuchten wir den Stand noch einmal und ich plauderte mit der Frau, die ihn betrieb. Ich wollte eine Visitenkarte oder die URL ihrer Website, um zu sagen, woher ich die schönen Sachen hatte – hatte sie aber beides nicht. Dafür hat sie einen Brennofen auf dem Balkon, den sie allerdings nur betreiben kann, wenn es draußen warm ist, da die Balkontür für das Starkstromkabel offen bleiben muss.

Ich fand das cool. Gerade kürzlich hatte ich darüber nachgedacht, dass ich zwar viele Ideen für alles Mögliche habe, die ich aber selten und meist erst später ausführe und gleichzeitig Zweifel daran habe, ob die überhaupt so toll werden, wie ich mir das denke und ob die überhaupt Anklang finden und hier war eine Person, die einfach ihr Ding machte, ihre Ideen ausführte und die vor allem eines nicht wollte: Dass es zu ihrer Arbeit wurde. Ich sollte mir sie zum Vorbild nehmen, so wie ich gerade mit meinem Strickzeug hadere, weil ich wieder einmal viel zu viele Sachen für andere Leute geplant habe und mir damit unnötig Druck mache. Ich hätte jedenfalls gerne fast ihren gesamten Stand mitgenommen – auch ihre Schüsseln waren wunderschön, aber ihre feinen Porzellan- und Keramikanhänger und -schmuckstücke gefielen mir am Besten.

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Als nächstes wanderten wir durch die Volksschule. Viele der Aussteller_innen arbeiteten an weiteren Stücken – Keksausstechern, Wanderstäben, Glaskugeln, etc. Besonders gefallen haben mir die Glasmalerin, die Weihnachtskugeln mit Namen und Mustern bemalte und beglitzerte und der Stand der Blaudruckerei Wagner, einer der zwei Blaudruckereien in Österreich. Diese Druckerei ist im Mühlviertel und druckt auch zweifärbig. Die andere ist die Blaudruckerei Koo im Burgenland, über die ich schon einmal geschrieben habe. Aber es gab noch eine Menge anderer erstaunlicher Dinge, kunstvoll bemalte Lebkuchen, gedrechselte Holzschüsseln, Kugeln und Kreisel, “Explosionsboxen” – Papierschachteln, die beim Abnehmen des Deckels auseinanderfielen und ihr Innenleben preisgaben, z.B. ein Backherd mit Keksen im Lebkuchenhaus, gewebte Teppiche, gefilzte Hüte und Kleidung, Reisigbesen …

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Danach gingen wir in die Stiftskirche, die mir sehr bekannt vorkam, irgendwo hatte ich kürzlich eine Kirche mit ähnlichen barocken Verzierungen gesehen, aber mir fällt immer noch nicht ein, wo genau. Jedenfalls hat sie eine sehr schöne Tür und einen Altar, der mit getriebenem Silber verziert ist, umwerfend.

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Auch die Altarsäulen sind fantastisch, mit den kleinen Figuren auf den Ranken. Leider wollte die Smartphonekameras sie nicht so gut aufnehmen.

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Danach wanderten wir dann in die Neue Mittelschule, in der immer die Fotoausstellung des örtlichen Naturfreunde-Fotoclubs stattfindet. Dort waren auch Weihnachtsbäume zu sehen, die von verschiedenen örtlichen Volksschulen und Klassen der neuen Mittelschule geschmückt worden waren. Besonders gefielen mir der Duftbaum, der Wollbaum und der Recyclingbaum.

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Duftbaum der Volksschule Garsten

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“Wir arbeiten mit Filz” – Baum der Volksschule Aschach/Steyr

“Das Christkind liebt Recycling” – Neue Mittelschule Garsten

Schon beim Durchwandern und jetzt beim Schreiben nochmal wurde für mich überall die viele Arbeit sichtbar, die hinter dem Adventmarkt steckt. Wie viele Stunden saßen die Personen, die den Pfarrsaal mit Selbstgemachtem gefüllt hatten? Wer schmückte die Weihnachtsbäume, die in der Volksschule und anderswo standen? Wer machte die Torten für das Goldhaubenkaffee? Wieviele Leute da für Betreuung der Stände und Ausstellungen aus dem Ort organisiert waren – dank meiner Freundin blieben sie nicht irgendwelche Menschen, sondern ihre Verwandten, Kolleg_innen, Freund_innen. Die Musiker_innen, die sich hinsetzten und spielten, die Aussteller_innen, die an ihren Stücken arbeiteten, die Lehrer_innen und Kinder, die die Weihnachtsbäume vorbereiteten. Und dann noch die Menschen in der Vergangenheit – die, die die vielen lustigen und schönen Teile des Altars in der Stiftskirche fertigten, die Tür mit ihren Verzierungen schmiedeten, die Kirche renovierten und die Menschen, die unter den Nazis zum Bau der Staukraftwerke entlang der Enns gezwungen wurden …

Irgendwie finde ich, dass der Adventmarkt viele Spannungsfelder sichtbar machte. Die Gratwanderung zwischen Traditionalismus, Konservativismus, Tradition, regionalem Leben, Ortsleben und seine Erhaltung, den Stellenwert und die heutigen Umstände von Handarbeit und Handwerk, die Geschichte und Strukturen, die allem unterliegen und uns alle umgeben – drum war der Garstener Adventmarkt für mich nicht nur einfach “Yay, Weihnachten”-schön, sondern unglaublich spannend.

 

Herbstkuchen

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Kürzlich fiel mir ein altes Lieblingsrezept wieder ein. Ich hatte es in den 90ern erstmals gelesen, in der amerikanischen Mädchenzeitschrift Seventeen, die ich damals las, weil meine beste, deutsch-amerikanische Freundin sie ebenfalls las. Es war ein Rezept für Kürbis-Pekan-Muffins, aber in den frühen 90ern in Österreich waren sowohl Kürbisse als auch Pekannüsse ziemlich rar gesät. Das Rezept verlangte sogar nach Kürbis in Dosen! Ha! Unbekannter Luxus! Aber ich bekam ein Muffinblech und gleich noch ein Muffinbackbuch und irgendwie fanden sich auch Kürbis und Pekannüsse und die Muffins waren ziemlich gut.

Dann rostete das Muffinblech und obwohl Kürbisse und Pekannüsse ohne weiteres erhältlich waren, ging mir irgendwie die Backlust flöten. Aber kürzlich bekam ich eben Lust darauf und ich buk einen köstlichen Kuchen, dessen Rezept ich mit euch teilen möchte.

Ich finde den Kuchen sehr praktisch, weil ich ohnehin gerne im Ofen gebackenen Kürbis esse und dann einfach etwas davon für den Kuchen abzweige. Das Rezept lässt sich eben als Kuchen oder als Muffins zubereiten. Ich habe diesmal einen Hokkaidokürbis genommen, den ich auch empfehle, der schönen Farbe wegen, aber eigentlich eignet sich jeder Speisekürbis für dieses Rezept. Der Kürbis kann natürlich auch gekocht oder gedämpft werden. Ich friere manchmal gekochten Kürbis in Portionen für Kürbissuppe ein, die sich natürlich auch für diesen Kuchen eignen.

Der Teig geht ca. um ein Drittel bis um die Hälfte auf und reicht für 12 Muffins. Bei Kuchen verlängert sich die Backzeit und auch je höher ihr den Teig einfüllt. Die Teigmenge passt gut in eine große Springform – ich habe eine kleine Springform und eine noch kleinere Cakeform verwendet

Ich habe keine Erfahrung, was die Ummodelung von nicht-veganen Rezepten zu veganen Rezepten angeht, aber ich kann mir vorstellen, dass die Eier durch noch mehr Kürbis ersetzt werden können? Wenn ihr da Erfahrungen habt, lasst es mich gerne wissen. ETA: Jaja, ich hätte auch vorher googlen können: Yep, Eier weglassen, mehr Kürbis und/oder mehr Wasser/Sojamilch/Hafermilch/Mandelmilch oder z.B. veganes Joghurt & ta-daa – veganer Kürbis-Pekan-Kuchen.

Zuerst beschreibe ich Werkzeuge und Zutaten ausführlich, am Ende findet ihr die Zutaten und Anleitung in Kürze. Da dies ein amerikanisches Rezept ist, habe ich die Angaben in Tassen, Esslöffeln und Teelöffeln beibehalten – es geht bei amerikanischen Rezepten um das Volumen und nicht das Gewicht.

Werkzeug:

1 Brett

1 großes Messer

1 Gabel oder 1 Pürierstab

1 kleine Schüssel

1 mittelgroße Schüssel

1 große Schüssel

1 Schneebesen – muss nicht unbedingt sein, ist aber gut, um die Zutaten zu mischen

1 Holzkelle und/oder 1 Teigschaber – die Holzkelle hilft beim endgültigen Vermischen, ein sehr weicher Teigschaber ist da nicht ganz so geeignet, dafür dann beim Auskratzen der Schüssel hilfreich

1 Muffinblech oder 1 Springform oder 1 Cakeform oder was immer ihr für Kuchenformen verwenden wollt – Gugelhupf empfehle ich nicht, da die Oberseite des Kuchens auch die Präsentierseite ist

Muffinpapierförmchen oder Backpapier

1 Spicknadel oder langes Holzstäbchen zum Testen

1 Tasse mit nur wenig mehr als 250 ml Fassungsvermögen oder einen kleinen Maßbecher mit 1/4l-Markierung

1 Esslöffel

1 Teelöffel

oder ihr habt ein Maßlöffelset mit amerikanischen Maßen – cups/tablespoon/teaspoon – drauf oder eines, wo der größte Löffel 125ml Fassungsvermögen = 1/2 cup hat.

Zutaten

1 Tasse & 2 Esslöffel gehackte Pekannüsse

1 3/4 Tassen Mehl

2 Teelöffel Backpulver

1/2 Teelöffel Backsoda, auch Speisesoda, Backnatron, Kaiser Natron oder Bullrich-Salz genannt

1/8 Teelöffel oder eine gute Prise (= zwischen Daumen & Zeigefinger nehmen) oder Messerspitze Salz

1 Teelöffel Zimt

1/8 Teelöffel (oder einfach eine gute Prise) Muskatnuss

1 gute Prise gemahlene Nelken – muss nicht sein, wenn ihr das nicht mögt

1/2 Teelöffel Kardamom – muss nicht sein, wenn ihr das nicht mögt

Ev. 1 gute Prise schwarzen Pfeffer – muss nicht sein, wenn ihr das nicht mögt

2 Esslöffel weißer Zucker – brauner geht auch

1/2 Tasse brauner Zucker – weißer geht auch

1 Tasse zerdrückter oder pürierter Kürbis – ohne Schale, in rohem Zustand ca. 1/2 mittelgroßer Hokkaidokürbis oder 3/4 eines kleinen Hokkaidokürbisses – bei veganem Kuchen 1 1/2 Tassen

1/2 Tasse Wasser – Ich habe die durch Milch ersetzt, aber Sojamilch, Hafermilch oder Mandelmilch eignen sich sicher genauso.

1/3 Tasse Öl – meistens wird Maisöl verwendet, aber ihr könnt auch Rapsöl, Sonnenblumenöl oder sogar Olivenöl verwenden (ja, das geht), ich habe das Öl durch geschmolzene Butter ersetzt

2 Eier – oder eventuell eben mehr Kürbis oder Kichererbsenkochwasser oder Eiersatz oder 1/2 Tasse veganes Joghurt

Anleitung:

Wenn euer Kürbis noch nicht gekocht/gebacken ist: Kürbis halbieren, Kerne mit einem Löffel auskratzen, Kürbis in Spalten schneiden, im Ofen bei 180° C ca. 30 Minuten backen oder Kürbis im Dämpfkörbchen dämpfen, bis er gar ist oder in wenig Wasser gar kochen. Backen empfiehlt sich aber.

Wenn ihr nicht gerade den Kürbis gebacken habt: Ofen auf 180° C vorheizen.

Pekannüsse hacken, bis ihr 1 Tasse und 2 Esslöffel voll habt, die 2 Esslöffel in die kleine Schüssel geben, mit den 2 Esslöffeln Zucker und einer kräftigen Prise Zimt vermischen, beiseite stellen.

In der mittelgroßen Schüssel Mehl, Backpulver, Backsoda, Salz, Zimt, Muskatnuss und die anderen Gewürze mit dem Schneebesen gut mischen.

In der großen Schüssel den Kürbis mit der Gabel zerdrücken oder mit dem Pürierstab pürieren – Hokkaidokürbis wird beim Backen so weich, dass die Gabel völlig ausreichend ist. Mit den Eiern, dem Wasser/Milch, dem Öl/Butter und dem Zucker mit dem Schneebesen gut vermischen.

Die gehackten Pekannüsse in den Kürbismix einrühren. Den Schneebesen könnt ihr jetzt weglegen.

Jetzt die ganze Mehlmischung zur Kürbismischung geben und mit der Holzkelle verrühren, bis sich alles gut vermischt hat, aber nicht weiterrühren.

Den Teig in die Springform oder löffelweise in die Muffinsförmchen einfüllen. Er geht ca. um ein Drittel bis um die Hälfte auf, also bedenkt das beim Einfüllen. Mit der Pekan-Zucker-Zimtmischung bestreuen.

Muffins ca. 20 Minuten bei 180° C in der Mitte des Ofens backen.

Beim Kuchen kommt es auf die Höhe der Teigmenge an: Große Springform ca. 30 Minuten, Cakeform, kleine Springform ca. 40 Minuten.

Unbedingt nach der Backzeit mit der Spicknadel oder dem Holzstäbchen den Test machen: an einer dicken Stelle des Kuchens/Muffins einstechen, wenn noch Teig dranklebt, 5-10 Minuten weiterbacken, Test an anderer Stelle wiederholen. Wenn ihr lieber trockeneren Kuchen habt, backt ihn noch 5.10 Minuten länger.

Kuchen/Muffins aus dem Rohr holen & auf Kuchengitter abkühlen lassen, dabei auch gerne schon die Springform öffnen.

Fertig! \o/

Zutaten und Anleitung in Kürze:

1 Tasse & 2 Esslöffel gehackte Pekannüsse

1 3/4 Tassen Mehl

2 Teelöffel Backpulver

1/2 TL Backsoda

1/8 TL Salz

1 TL Zimt

1/8 TL Muskatnuss

1/8 TL gemahlene Nelken

1/2 TL Kardamom

Ev. 1/8 TL schwarzer Pfeffer

2 Esslöffel Zucker

1/2 Tasse Zucker

1 Tasse zerdrückter oder pürierter Kürbis

1/2 Tasse Wasser/Milch

1/3 Tasse Öl/zerlassene Butter

2 Eier

Ofen auf 180° C vorheizen.

Pekannüsse hacken, 2 Esslöffel in die kleine Schüssel geben, mit den 2 Esslöffeln Zucker und einer kräftigen Prise Zimt vermischen, beiseite stellen.

In der mittelgroßen Schüssel Mehl, Backpulver, Backsoda, Salz, Zimt, Muskatnuss und die anderen Gewürze gut mischen.

In der großen Schüssel den Kürbis mit der Gabel zerdrücken oder mit dem Pürierstab pürieren. Mit den Eiern, dem Wasser/Milch, dem Öl/Butter und dem Zucker gut vermischen. Die gehackten Pekannüsse einrühren.

Die ganze Mehlmischung in die Kürbismischung rühren.

Teig in die Form einfüllen, mit der Pekan-Zucker-Zimtmischung bestreuen.

Muffins ca. 20 Minuten bei 180° C in der Mitte des Ofens backen, Kuchen je nach Größe der Form 30-40 Minuten backen.

Fertig! \o/

Gepflückt & in den Hut gelegt 2

Ha, so plante ich meine (regelmäßige) Linksammlung zu nennen. Es gab genau einen Post. Nu ja. Jetzt gibt es einen 2.

Dudu Kücükgöl hat ihre Großmutter in der Türkei besucht und sie und andere Bewohnerinnen des Dorfes zu den Kilim, in gemeinsamer Handarbeit hergestellten Teppichen, gefragt und welche Traditionen, persönlichen Geschichten und Erlebnisse damit verknüpft sind: http://www.dasbiber.at/users/dudu-k

Einer meiner heimlichen Lieblingscomics sind die Tagebuchcomics von Boum, die Boumeries, über ihren Alltag als Comiczeichnerin mit Vorliebe für Computerspiele, zwei Kindern und Partner. Ihre Schwangerschaften und die Auswirkungen auf sie selbst, die Umstände rund um die Geburten und das Leben mit den Kindern zeichnet sie sehr präzise, witzig und kritisch. Oft hält sie ihre Träume fest, die ca. zur Hälfte mit Klos zu tun haben. Vielleicht gefällt er euch ja auch: http://comics.boumerie.com/

Und in eigener Sache:

Ich habe mein altes Strickblog wiederbelebt und ihm ein neues Layout – ohne den schönen, aber für Menschen mit Insektenabneigung problematischen – Käfer verpasst. Mittlerweile trenne ich meine verschiedenen Interessen ungern voneinander, aber in diesem Fall der Bequemlichkeit und der historischen Tradition wegen schon. Die alten Posts sind in den Details manchmal problematisch, da ich sie lange vor Twitter und dem damit verbundenen Lernprozess was Feminismus, kulturelle Aneignung, Ableismus, etc. angeht geschrieben habe. Außerdem sind sie alle auf Englisch, aber wenn ihr nachlesen wollt, wie meine Diplomarbeit entstand (über das Thema steht nichts drin), was ich so gestrickt habe 2010, 2011 und wie es 2016 weitergeht, dann schaut hier vorbei: http://knittingcapricorn.blogspot.co.at/

Und auch auf Töchter Regalias sind die Schafe los und mehr – ich habe endlich angefangen, Kinderbücher zu besprechen, mittlerweile sind es schon einige Rezensionen. In der neuesten geht es um Nimitz, die nicht einschlafen kann und deshalb Schafe zählt. Nur das 108. Schaf kann nicht so hoch springen, dass es über das Bett kommt. Und dann? Lest nach: https://toechterregalias.wordpress.com/category/bucher/

 

Abendgedanken

Beim Einschlafkuscheln mit Herrn Schnurrkringel denke ich an die Menschen im Haus, die wohl dachten um 1 Uhr schliefen schon alle, bis ihnen für ihre Bemühungen Beifall geklatscht wurde. Jetzt frage ich mich, ob das laute Schnurren des Katers zu hören ist oder mein dreifaches Klopfen, das “Komm her” signalisiert oder meine leisen Lockrufe.

Beim Kuscheln fällt mir auch ein, dass der Topf mit den Pfirsichen offen herumsteht. Zum Glück knackt irgendetwas und der Kater schnellt hoch und verschwindet. Ich öffne gemächlich das Fenster, Frischluft weckt zwar wieder auf, ist aber nett. Dann gehe ich die Pfirsiche zudecken und in den Kühlschrank stellen und will ins Bad.

Das Bad ist besetzt. Herr Schnurrkringel ist da sehr privat, also entschuldige ich mich, lösche das Licht und mache die Tür bis auf einen Spalt zu. Ich tigere ein wenig herum und lege mich wieder auf mein Bett, bis der Kater im Bad fertig ist, dann klettere ich auf das Klo, um eines der Badezimmerfenster zu öffnen, für den Durchzug.

Auf dem Rückweg ins Schlafzimmer greife ich in die kleine Bucht auf dem Sofa, die ich für den Kater gebaut habe und spüre sein Fell. Kurze Zeit später kommt er nochmal ins Bett, kann sich aber nicht zum Kuscheln durchringen. Jetzt gibt er auf dem.Sofa kleine jammernde Schlafseufzer von sich und ich frage mich, ob meine Mutter gut in der Schweiz angekommen ist.

Sommerfrische 2016, Tag 6: Schmusekater

Gestern habe ich vor lauter Schmusen mit Herrn Schnurrkringel doch tatsächlich vergessen, hier weiterzuschreiben.
CN Essen

Lunz war angesagt, Krapfenkirtag, Webermarkt, Schwumm im See. Der Krapfenkirtag war wieder sehr fein – da backen alle Beteiligten süße und pikante feine Dinge, von Cupcakes über kleine Lauchquiches über traditionelle Schnür-, Mohn-, Kletzen- und Faschingskrapfen. Ich fragte mich, ob sie wieder Windkrapferl haben würden, die mich letztes Jahr so faszinierten – ja, hatten sie – und jetzt weiß ich auch, wie sie gemacht werden.

Der Krapfenkirtag ist jetzt nicht ein Riesenvolksfest oder so, sondern ein kleiner Stand, an dem Frauen* mit viel Erfahrung frische Bauernkrapfen machten, ein großer Stand, an dem die anderen Krapfen aufgestellt waren und ca. 20 Holztische mit Bänken, zum Sitzen & Kaffee trinken. Da saßen um 9 Uhr auch drei Männer*, die Servietten falteten. Also nichts Aufsehenerregendes oder mit besonderem Brimborium, nur viel Arbeit und feines Essen.

Danach besuchten wir den Webermarkt – die Aussteller_innen sind meistens dieselben, aber es gibt jedes Jahr neue feine Stoffe, Garne und Seife.

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Und dann? Dann war der Lunzer See mir das erste Mal zu kalt zum Schwimmen. Dieser Sommer ist kühl und regenreich – wichtig für Wald, Grundwasser, Gewässer und Pflanzen – die Flechten und Moose an den Felsen sind prächtig, alles ist saftig grün und schießt nur so in die Höhe, alle Bäche und Flüsse führen Wasser, manchmal ein wenig zu viel. Das heißt dass sich der See nicht so aufheizen konnte wie die Sommer zuvor, die Luft war kühl und mir auch. Aber die Zehen durften in den See und er war wunderschön wie immer.

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Schließlich fuhren wir auf der Suche nach der Strecke, die wir letzten Sommer gefahren waren durch die Botanik – es ist die zwischen Lassing und Hollenstein an der Ybbs. Letztes Jahr war dort kaum ein Mensch, heuer gab es neue Wegweiser, neue Ausschilderungen und Unmengen Menschen. Dabei ist die Straße über weite Strecken einspurig und sehr kurvig, noch dazu heuer oft nass und mit Moos bewachsen …lauschig eigentlich, bis Motorräder in hohem Tempo vorbeidüsen. Spannend sind die vielen noch vorhandenen Hämmer in denen Eisen verarbeitet wurde, mit hohen Schornsteinen und prächtigen Hammerhäusern. Vielleicht schaffe ich ja nächsten Sommer einmal einen genaueren Blick darauf.

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Im Haus dann noch schnell das grüne Klolicht und den sich in Pose werfenden Herrn Schnurrkringel fotografiert. Er konnte vom Schmusen nicht genug bekommen.

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Darum weckte er mich auch schön früh. Heute fahren wir nachhause und noch ist es sehr neblig, so dass ich den Hügel hinter dem Haus gar nicht sehen kann. Jetzt sollte ich dann aufstehen, aber da ist schon wieder der Kater …

Sommerfrische 2016, Tag 5: Argh

Nicht der beste Tag heute, meine concern trollende Mutter hat mir den Tag vermiest.

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In Spital am Pyhrn gibt es kein Felsbildermuseum mehr, aber eine pastellfarbene barocke Stiftskirche.

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Das Beste war das Sprechen mit der einen Gästin, Tochter einer langjährigen Freundin meiner Mutter – wir haben viel gemeinsam & der Blick von Außen tut gut.

Und dieser hier, der mir gerade laut schnurrend & flauschig in den Armen liegt.

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Sommerfrische 2016, Tag 4: Buaahhh

Hm. Heute haben wir das Haus für 2 Gästinnen vorbereitet & der Typ der Königinmutter kam zurück & ich wollte gerne nachhause. Aber noch 2 Tage voll netten Dingen warten, also …

Gerade frage ich mich, wo das Katzentier ist, denn der soll über Nacht natürlich drin sein, sonst rauft er sich wieder oder wird überfahren & es regnet auch. Hoffentlich liegt er in seiner Kiste.

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Heute Nachmittag

Nach dem Essen kam er kurz schmusen, aber jetzt ist es zu belebt. Hm.

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Morgen geht’s dann auf den Klostermarkt und zur Steinführung durch das Stift Admont.

Update: Tier sicher in seiner Rückzugskiste verstaut. \o/

Sommerfrische 2016, Tag 3: Blumen

Nachdem der Kater um halb sechs zum Schmusen kommt, schlafe ich wieder ein bis kurz nach zehn, das ist mir schon lange nicht mehr passiert.

Es folgt ein weiterer ruhiger Tag, ich bemühe mich um das Design eines Pullunders für Nibling1, recht erfolgreich. Tatsächlich würde ich den Pullunder sofort behalten, aber ich verwende ihn als Teststück für ein großes Exemplar.

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Dazwischen beobachte ich den Kater, wie er vom Holzrost in die Wiese in den Schatten wechselt, je nachdem, wie heiß ihm ist.

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Und die Blumen … ich vermisse das #teamrosaprinzessin ein wenig.

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Dann finde ich Hinterlassenschaften von Zeitreisenden.

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Das runde Zucchini betört mich mit seinen Streifen & kleinen Ranken – am Montag darf ich eines mitnehmen.

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Und blau.

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Sommerfrische 2016, Tag 2: Faulheit

Keine Fotos gemacht. Gelesen. Die Sonne und den Wind im Garten genossen. Meinen rechten Arm geschont, der war von der Schulter bis zu den Fingerspitzen beleidigt. Jetzt geht’s ihm besser.

Herr Schnurrkringel hat kahle Stellen am Kopf, eine Kruste auf der rechten Seite seines Mauls und ist bis am Spätnachmittag in seiner Rückzugskiste. Gestern hat er sich heftig gerauft. Als er dann endlich rauskommt, ist er fauchig und knurrig. Am Abend schauen wir Filme, endlich kommt er schmusen, aber seeehr vorsichtig. Er ist doch einfach zu alt für Kämpfe, armer Schnuckel. Also steht er jetzt unter Beobachtung …

Die Königinmutter und ich genießen die Ruhe, ihr Typ ist nach Wien abgereist, wir haben also bis Freitag kein Auto, das ist uns aber auch egal, der Supermarkt ist ja gegenüber. Am Freitag kommen auch noch weitere Gästinnen* und wir planen, was wir kochen werden. Zum Glück ist aber morgen erst einmal Donnerstag.