Zuhause

Aufwachen
image

Rumliegen
image

Blumen, nur für mich
image

Rumstehen
image

Rumsitzen
image
image

Abwarten
image

Gartenarbeit
image

Rumräkeln
image

Dinge finden
image

Katerspurensuche
image

Ausruhen
image

Kuriositätensammlung
image

Eulen ins Leben stricken
image

Grapefruitkunst
image

Lieblingsfarbenwäsche
image

Untergang
image

Festhalten
image

Advertisements

Die Königin takes the long way home

Ich wollte schon einen Tag früher nach Wien, um meine geliebten Anime zu schauen etwas Zeit zum Ankommen zu haben. Also stiegen die Königinmutter und ich in die Kutsche und fuhren los. Zuerst rüber …

image

dann rauf, über die Donau …

image

… weeeit hinauf, durch Teile Oberösterreichs, die den Ortsnamen nach in Großbritannien liegen könnten.

Im ganz Geheimen will ich ja im Lotto gewinnen, um in der Gegend einmal eingehend herumzureisen und alle Orte auf ihren dominanten Baustil untersuchen. Es gibt nämlich in diesem Eck Oberösterreichs jede Menge Orte, die ca. zur gleichen Zeit reich wurden und einen Großteil der ev. vorhandenen mittelalterlichen Bausubstanz durch barocke ersetzten, mit ähnlichen Ortsstrukturen (Marktplatz). Der Reichtum der Städte kann an der Größe des Marktplatzes, der Kirche und der Häuser abgelesen werden. Vielleicht hat das aber auch schon eine andere Person getan … wär mir auch egal. Die Städte lagen alle mehr oder minder an Handelsrouten – und verarmten mit der Abnahme des Handels zur gleichen Zeit, also konnten sie ihre Ortskerne meist nicht nocheinmal ummodeln.

Eferding, wo wir nicht hielten, ist so eine Stadt. Irgendwann komme ich dort nochmal hin. Rohrbach ist in weit geringerem Ausmaß eine solche Ortschaft (zu faul um zu googlen ob Rohrbach eine Stadt ist). Dort hielten wir und erwarben auf dem kleinen Markt am Hauptplatz Brot.

image

Unser Ziel war aber Haslach an der Mühl, wo jedes Jahr am dritten Wochenende im Juli ein Webermarkt stattfindet. Das letzte Mal waren wir dort entweder 2002 oder 2003 – und damals war der Markt noch klein und entspannt. Heute ist es eine Großveranstaltung, für die der Ortskern in eine Fußgänger_innen*zone verwandelt wird und außerhalb alle verfügbaren Parkflächen mit Hilfe der Feuerwehr zugeparkt werden.

Haslach ist auch so eine Ortschaft. Durch das Mühlviertel gingen nicht nur wichtige Salzhandelsrouten, sondern die Region war auch auf Textilproduktion spezialisiert, speziell auf die Leinenweberei (so wie viele, viele andere Regionen Europas). Wenn ihr dort quer durch die Botanik fahrt, werdet ihr wunderschöne Fabriken aus der späteren Textilproduktionsphase sehen (Ja, Industriearchitektur ist toll).

image

Um Haslach herum gab es einmal eine Mauer (muss doch eine Stadt sein). In der Ortschaft gibt es dann so nette Häuser wie diese:

image

image

Beim Webermarkt werden vor allem Stoffe, Kleidung, Accessoires, Schmuck, gesponnes Garn und Rohwolle zum Spinnen verkauft. Also für jede Altersgruppe, aus jedem Material (z.B. auch Filz oder Papier), aus ganz Österreich und angrenzenden Ländern und weit darüber hinaus kommen Menschen, die mit der Produktion von Textilien beschäftigt sind. Z.B. sah ich einen Stand der burgenländischen Blaudruckerei, die ich letzten Sommer besucht habe.

Die vielen Autos wiesen auf viele Menschen hin, es war heiß und erst einmal fühlte ich mich unwohl. Also fokussierte ich auf andere Dinge …

image

image

image

image

image

Ich wollte nicht langsam von Stand zu Stand gehen und verabredete einen Treffpunkt mit der Königinmutter. Zwei Wollstränge später war ich sowieso in textiler Hinsicht zufrieden. Dann erspähte ich

image

den Kirchenturm (ja, auch Kirchenarchitektur mag ich) und als ich näherkam, sah ich Menschen auf der Galerie herumspazieren. Da mir der Turm nicht allzu hoch vorkam, beschloss ich, hinaufzukraxeln.

image

image

Der Turm war ursprünglich kein Kirchen- sondern ein Wehrturm, mit Zugbrücke. Drinnen befinden sich etliche Räume, sogar mit eingebautem Backofen (also einem sehr alten).

image

Oben dann ein weiter Blick in drei Himmelsrichtungen, die vierte ist durch einen bewaldeten Hügel etwas verstellt.

image

image

image

image

Ein paar Partikularinteressen

image

image

image

image

Dann pfiff die Königinmutter unten. Kurz die Kirche wollte ich noch anschauen.

image

image

Die Königinmutter hatte Obst und Gemüse eingekauft. Ich musste ein wenig kichern. Aber Auto, Karte rausgenommen – Botanik! Zwischen Bad Leonfelden (Lebkuchen) und Freistadt (Bier) fuhren wir wieder hinunter zur Donau, holterdipolter, Umwege um Hochzeiten machend, eben Fabriken, Vierkanthöfe und Landschaft begaffend.

image

Grölend trafen wir in Wien ein. Das Radio hatte nichts für uns gespielt und Fahrmusik hatten wir nicht mit. Also sangen wir alles, was uns einfiel.

image

The end! Zumindest der Ferien.

Die Königin macht Ferien 6: Mückenmord

Mir war erst nicht nach Rausgehen. Anscheinend habe ich tief geschlafen und dann war ich angenehm faul. Nachdem mir meine Gastgeber_innen gestern vom Stadtpark vorgeschwärmt hatten, machte ich mich mit Gedanken an eine schattige Parkbank und fröhliches Flanieren auf den Weg. Es war sogar ein wenig kühl.

image

Irgendwann fand ich mich dann am Planetarium wieder, mit dem.Tod zweier Gelsen auf dem Gewissen. Jetzt sitze ich da im Halbschatten, Wasserrauschen, leichten Wind … und genieße es.

image

image

Kam das Ding aus dem Teich oder ging es zurück?

image

Leichter Neid auf Menschen mit Fahrrad macht sich breit – ich muss dann zurücklaufen. Hier macht mir das Fahrradfahren weniger Angst als in Berlin. Aber nun gut, geh ich halt.

image

Ich höre Operntöne, Sängerinnen*, die sich aufwärmen. Kurz danach ein toter Maulwurf. Dann die zwei Mädchen mit ihren Gitarren, die ich schon vorher gesehen hatte.

In die falsche Richtung gegangen und dem Planetarium wieder näher gekommen. Zurück. Die Rhododendren überall müssen im Frühling den ganzen Park verwandeln. Ich frage mich, ob es so aussieht wie im Rhododendrongarten aus Spirited Away. Kurz denke ich an eine Stelle aus Carolin Emckes Buch, wo sie sich wünscht, in das Innere eines Rhododendronbusches vorzudringen – das ginge hier.

Auf der Wiesendammbrücke werde ich aufgehalten:

image

image

image

image

image

image

Disteln, Brennnesseln, Glockenblumen, Breitwegerich und Hortensien. So viele. Eine Pflanze, die aussieht wie eine Kletterhortensie. In Berlin habe ich viel weniger auf die Pflanzen geachtet, diesmal.

Müdigkeit schlägt zu. Die Königin geht früh schlafen.

The Clouds of Berlin I

At 3 pm today, my brain insisted that the only thought it would emit from now on took the shape of “Bweeeeeeeeeeeep”. This was naturally the best state of mind to go searching for a park I had seen maybe twice from different subways. It had all started so innocently.

image

A look through a window at Berlin Westkreuz.

image

image

For once, Berlin wasn’t cold and I was overdressed.

image

Silver shimmer on the wall.

image

Bweeeeeeeeeeeep.

image

I didn’t want to go home after meeting a friend. Looking for that park seemed such an excellent idea. I was convinced I knew where it was. So I went where I assumed it would be.

image

Trees, but no park. Or no entrance to the park.

image

One of many doors.

image

Bülowstraße subway station and I have no idea how I ended up there.

image

It’s very pretty in its Berlin art deco way.

image

Very tiny moon.

image

Taking a different road home after a bus ride during which I could only blankly stare at people.

image

Sunset approaching.

image

I risked my life for this tree.

image

Clouds. The clouds of Berlin.

image

That cloud is dirty, I thought.

I think I spent a few hours in my crocodile brain today. Bweeeeeeeeeeeep.

(Avoid being sleep deprived. Take naps. Take care.)

Berlin, im Jänner 2014

Ich liege im Bett mit Büchern und einer wunderschönen Mineralwasserflasche, safe & sound. Es ist erst sieben Uhr Abends.

image

Nach meiner Prüfung am Vormittag kann ich Berlin wieder genießen und heute war es …

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image

Als ich mit Büchern und allem durch die Auguststraße Richtung Hostel ging und den Geschäften beim Schließen zusah, war es irgendwie fast magisch. Von mir aus kann das gerne so bleiben.