The Anime Rainbow: Regeln & Ressourcen

Nun möchte ich ein paar Regeln zum Aufbau meiner Rezensionen und allgemein aufstellen, wichtige Websites verlinken und ein paar Begriffe erklären.

My Rezensionen, my rules

1. Am Anfang jeder Rezension werde ich meinen Disclaimer-Post und diesen Post verlinken.

2. Gleich danach werde ich die Triggerwarnungen und ev. Content Notes einbauen. Da Triggerwarnungen aber auch Spoiler enthalten, werde ich sie so gestalten, dass ich [TW] schreibe und dann die Trigger dahinter in weißer Schrift, so dass ihr mit dem Mauspfeil drüber fahren und sie lesen könnt. Also so: [TW hier stehen dann die Triggerwarnungen, CN hier stehen dann die Content Notes].

Ich werde mit Sicherheit bei den Triggerwarnungen Fehler machen, Triggersituationen nicht erkennen, mich nicht daran erinnern, da ich nicht alle Anime nochmal anschauen kann. Ich bitte euch im Vornhinein um Verzeihung und nehme gerne Ergänzungen an.

3. Für jeden Anime gilt [CN ableistische Sprache]. Es gibt auch im Japanischen Bestrebungen, rassistische, sexistische, ableistische und klassistische Worte nicht mehr zu benutzen, was als “political correctness” oder “kotobagari” diffamiert wird. Dazu siehe diesen nicht sehr guten tvtropes-Artikel [CN ableistische Sprache], der gleichlautend mit dem Wikipediaartikel ist. Ich hab auch ein Buch gefunden, das näher auf “kotobagari” eingeht, nämlich “Linguistic Stereotyping and Minority Groups in Japan” von Nanette Gottlieb [CN N-Wort] aber muss es erst lesen. Wie das mit den diffizileren ableistischen Beleidigungen ist, weiß ich leider nicht.

Mit meiner [CN ableistische Sprache] meine ich aber die Untertitel, die Worte, die im Japanischen ableistisch sein könnten (ich weiß aber eben nicht, ob sie es auch sind) in definitiv ableistische Beleidigungen im Englischen übersetzen. Da ich nie Anime mit deutschen Untertiteln sehe, kann ich euch da nichts dazu sagen, aber ich vermute es ist ähnlich.

4. Spoiler. Ich werde eine Rezension immer mit einem spoilerfreien Teil beginnen, dann ein großes “HERE BE SPOILERS” darunter setzen und danach mit Spoilern weiterschreiben. Wenn ihr also die Spoiler nicht lesen wollt, hört dann auf und kommt später wieder.

5. Anime sind Produkte einer patriarchalen, hetero- und cissexistischen, ableistischen, klassistischen, rassistischen Gesellschaft (und noch ein paar andere ismen, aber für das befragt Japaner_innen* und/oder Japanolog_innen*). Sie sind nicht die heiß ersehnte Lösung für -ismen-freien Medienkonsum, sondern haben ihre eigenen Probleme. Meine Rezensionen sind Empfehlungen, kein Pflichtprogramm.

6. Für die Kommentare gilt, was allgemein für dieses Blog gilt: Kommentare werden moderiert, Hatespeech, persönliche Beleidigungen, Herrklärungen und Manpfehlungen werden gelöscht, außer ich möchte daran ein Exempel statuieren.

Die für mich wichtigsten Websites sind:

AniDB.net – Datenbank mit Angaben zu Anime. Name, “airing date” (wann der Anime zuerst gezeigt wurde), Kategorien, Schlagworte, kurze und lange Kritiken, Foren und vieles mehr sind hier an einem Ort versammelt. Um die Seite für reine Recherche zu benutzen, müsst ihr euch nicht anmelden.

Sehr praktisch an dieser Seite: Wenn ihr nicht wisst, was eine Kategorie bzw. ein Schlagwort bedeutet, fahrt mit dem Mauspfeil drüber und es wird eine Beschreibung angezeigt. Wenn euch eine Kategorie bzw. ein in den Schlagworten (tags) enthaltenes Gebiet besonders interessiert (in meinem Fall z.B. Geschichte), könnt ihr darauf klicken und erhaltet eine ganze Liste von damit getaggten Anime. Der wichtigste Filter ist “No synonyms”, da ihr sonst alle Titeleinträge in verschiedenen Sprachen zu einem Anime seht, was die Liste sehr verlängert. Der andere wichtige Filter ist “over 18” – je nachdem ob ihr bewusst Pornos vermeiden oder suchen wollt.

Ich benutze AniDB vor allem zur Recherche und um neue Anime zu entdecken, eben über die Kategorien und Schlagworte. Um zu verzeichnen, welche Anime ich bereits gesehen habe und welche ich noch sehen will, ist mir das System irgendwie zu komplex und zu unübersichtlich.

MyAnimeList – Hier erfasse ich die Anime, die ich bereits gesehen habe oder noch sehen möchte. Es gibt einige solche Plattformen, ich kann euch aber nicht sagen, welche die beste ist. Suchen könnt ihr wohl auf den meisten ohne Anmeldung, eure Anime bzw. Manga könnt ihr nur mit Anmeldung verzeichnen. Ich mag MyAnimeList wegen dem zurückhaltenden Design und der oft ausführlichen und hilfreichen Kritiken. Zusätzlich können dort auch gelesene/zu lesende Manga verzeichnet werden, nach Personen (Sprecher_innen, Regisseur_innen, etc.) kann gesucht werden, es gibt Foren, Gruppen und vieles mehr.

Auf dem persönlichen Profil können je fünf Lieblingsanime und -manga und zehn Lieblingscharaktere angegeben werden und dort kann gesehen werden, wieviel Lebenszeit schon mit dem Schauen von Anime verbracht wurde – wobei wiederholtes Sehen einer Serie nicht verzeichnet wird. Nein, ich sage euch nicht, wie ich dort heiße. *hust*

Grundbegriffe (nicht alphabetisch).

Solche Listen gibt es sicher 1000x im Internet, ihr könnt auch gerne googlen, ich will hier einfach auch noch meinen Senf dazugeben und ein paar für mich wichtige Dinge festlegen.

Medium:

Anime – animierte/Zeichentrick-Film oder Fernsehserie

Manga – japanischer Comic oder Comic im Manga-Stil.

Zielpublikum. Die meisten Anime richten sich an Jugendliche. Es gibt auch solche für die ganze Familie (heißt de facto für Kinder) und solche für ein älteres Publikum, aber die meisten Mainstreamanime richten sich an Jugendliche zwischen 12 und 16 und das wird deutlich am Alter der Protagonist_innen* und an den gängigen Szenarien sichtbar.

Allerdings lässt sich nicht immer auf den ersten (und manchmal nicht einmal auf den zweiten) Blick sagen, an welches Publikum eine Serie gerichtet ist. Zum Beispiel sind viele Serien mit rein weiblicher* Besetzung an ein männliches* Publikum gerichtet und einige der feministischsten Serien die ich kenne richten sich ebenfalls an ein männliches* Publikum (ja, Cismänner sind auch in Japan die Norm).

Für die Zielgruppen gibt es eigene Bezeichnungen:

Shoujo – bedeutet tatsächlich “Mädchen”. Diese Anime haben Mädchen bis ca. 16 als Zielgruppe, meistens spielen Liebe und Freundschaft eine wichtige Rolle und die Anime sind gerne in Pastellfarben gehalten, mit Glitzer-, Seifenblasen- und Blumeneffekten (hach!), aber nicht ausschließlich. Sailor Moon ist eins von vielen Beispielen.

Shounen – bedeutet “Junge”. Diese Anime sind *nicht* in Pastellfarben gehalten. Meistens geht es um Action, Konflikte, Kampf – Pokemon ist z.B. ein Shounen-Anime.

Josei – die Kategorie für “erwachsene” Frauen*, allerdings sehr elastisch, von 16 bis … hm. Ich habe erst sehr wenige Anime für Frauen über 30 gesehen, für Frauen* über 40 … bisher gar keine.Auch hier geht es stark um Liebe und Beziehungen, denn für alles andere gibt es die nächste Kategorie:

Seinen – die Kategorie für “erwachsene” Männer*, auch elastisch (ab 16/18 aufwärts). Die meisten Anime, die etwas ernstere Themen und Szenarien haben, fallen in diese Kategorie (Androzentrismus ahoi!). Viele Anime, die ich mir ansehe fallen in diese Kategorie. Aber wie bereits gesagt: Vom reinen Label kann nicht 100% auf den Inhalt geschlossen werden.

Mina/Minna – Anime für die ganze Familie, d.h. solche, die auch Kinder ansehen können

Struktur:

Saison – Es gibt vier Saisonen im Animejahr, die jeweils ca. 13 Wochen dauern. Winter (Beginn meist Anfang Januar), Frühling (Beginn meist im April), Sommer (Beginn meist Anfang Juli) und Herbst (Beginn meist Anfang Oktober). Gleichzeitig wende ich Saison auch an, um erste, zweite, etc. Saison eines Anime zu beschreiben.

EP (Episode) – Eine Animeepsiode ist meistens 25 Minuten lang. Es gibt auch Serien, deren Episoden 5 oder 10 Minuten lang sind und einer meiner räzenten Lieblingsanime wird jetzt in einstündigen Episoden nochmal gezeigt.

OP – Von “Opening” – die Introsequenz einer Serie, ziemlich garantiert mit Musik unterlegt. Standardmäßig dauern sie eineinhalb Minuten. Manchmal kommt davor ein kurzer Rückblick, manchmal schon eine erste Szene – manchmal fällt sie weg. Bei den älteren Serien kommt aber meistens erst die OP.

ED – Von “Ending” – der Abspann einer Serie, ebenfalls ziemlich garantiert mit Musik unterlegt. Danach folgt manchmal noch ein kurzer Sketch, eine wichtige Szene oder eine Vorschau auf die nächste Folge, die mehr oder weniger umfangreich sein kann. Fällt auch manchmal weg.

Gute OPs und EDs (musikalisch meine ich) können eine Serie für mich aus dem Pool der Vergesslichkeit retten und gute Serien noch besser machen.

Recap – Episoden, in denen bisherige Ereignisse zusammengefasst werden. Unendlich langweilig.

Filler – Besonders in langen Actionserien beliebt, Episoden in denen nichts geschieht, das die Hauptgeschichte weitertreibt. Oft ein Besuch am Meer.

Japanische Namen – Im Japanischen kommt der Nachname vor dem Vornamen und diese Schreibweise werde ich auch beibehalten. Wann wer wen mit Nachnamen plus verschiedenen Endungen angesprochen wird könnt ihr auf Wikipedia nachlesen.

Weitere Begriffe ergänze ich nach meinem eigenen Gefühl, ich empfehle ansonsten Google.

 

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