Beyond Sailormoon: Come ride the anime rainbow!

Aaaah, Anime. Sailormoon kennt ihr vielleicht, vielleicht auch Filme aus dem Studio Ghibli. Vielleicht kennt ihr Neon Genesis Evangelion, Ghost in the Shell oder Lady Oscar. Vielleicht kennt ihr noch viel mehr, vielleicht sagt euch der Begriff “Anime” auch überhaupt nichts. Anime sind japanische Animations-, also Zeichentrickfilme oder -fernsehserien. Manchmal basieren sie auf Manga – japanischen Comics, manchmal auf Büchern, manchmal auf Computerspielen. Es gibt viele, viele Anime und jede Saison kommen ca. 15-20 neue dazu. Und da will ich euch ein paar daraus vorstellen.

Disclaimer: Ich kann kein Japanisch. Durch langjähriges Schauen von Anime verstehe ich mittlerweile eine Anzahl von Worten, Regeln und Redewendungen, ich kann auch mit schrecklichem österreichischem Akzent ein paar Worte sagen, aber ich kann keine Sätze bilden, ich kann die Grammatik nicht. Ich kann keine der japanischen Schriften lesen. Ich habe auch nicht Japanologie studiert und war noch nie in Japan. Ich hätte gerne die Zeit für das alles – und vor allem die Zeit für ein gründliches Studium der japanischen Geschichte, aber tja. Später hoffentlich mal. Ich habe auch lange Anime nicht aus der kritischen feministischen Perspektive gesehen, aus der ich sie heute betrachte – und meine Perspektive ist noch dazu weiß, europäisch, bildungsbürgerlich und abled.

Soll heißen: Ich werde Fehler machen. Ich kann nicht alle kulturellen Codes decodieren. alle signifikanten Botschaften und Zitate mitbekommen und schon gar nicht einschätzen, ob hinter etwas politische Aussagen stehen oder nicht, außer sie sind wirklich sehr offensichtlich und selbst dann werde ich meistens nur sehr wenig davon verstehen. Ich kann daher und sowieso nicht garantieren, dass ich alle problematischen Aspekte, alle potentiell triggernden Situationen benennen kann. Dafür bitte ich euch gleich einmal vorneweg um Verzeihung.

Ich will und kann nicht jeden Anime nochmal schauen und tiefgehend analysieren (würde ich schon tun, allein die Zeit & das Geld fehlen), sondern vor allem meine persönliche Meinung zu Anime schreiben, euch erzählen, was ich an einem bestimmten Anime besonders mag oder nicht mag, aufschreiben, was mir aufgefallen ist, Theorien aufstellen – und mit euch darüber plaudern, manchmal länger, manchmal kürzer.

Angefangen mit dem Schauen von Anime habe ich in den frühen 90ern, als mein Bruder und ich bei unseren Nachbarn Fernsehen durften, zuhause hatten wir kein Gerät. Wir wussten damals nicht, was Anime waren und hielten z.B. “Perrine”, “Niklas, ein Junge aus Flandern” oder “Heidi” für französische Serien. Diese Serien befanden wir aber für langweilig und schauten lieber Cartoon Network. Nur an zwei Serien erinnere ich mich, die für mich bedeutend waren: “Sailormoon” (Ausstrahlungsbeginn Mitte der 90er) und noch viel mehr “Lady Oscar” (dazu später so viel mehr). Ein paar Folgen von “Ranma 1/2” sah ich auch, aber das war lange nicht so faszinierend.

Ich sah diese Serien aber nicht regelmäßig. Erst als ich 1998 für ein Jahr in die Schweiz ging und dort in eine WG zog, kam ich dazu, fast täglich Sailormoon zu schauen (und Buffy the Vampire Slayer). Mein Bruder schenkte mir damals den ersten Band des Sailormoonmangas und ich legte mir eine kleine Sammlung der damals erhältlichen Serien, die mir gefielen, an: Ranma 1/2 und Inuyasha (letzteres auf Englisch) von Takahashi Rumiko, Magic Knight Rayearth und Wish von CLAMP (ein Autorinnen*kollektiv), aber auch Dominion – Tank Police von Shirow Masamune, dem Schöpfer von Ghost in the Shell.

In den frühen Nullerjahren sah ich dann “Prinzessin Mononoke”, “Mein Nachbar Totoro”, “Grave of the Fireflies”, “Haibane Renmei” und die erste Version von “Full Metal Alchemist” mit meinem damaligen Freund. “Chihiros Reise ins Zauberland” sah ich dann in Wien im Kino, aber das blieben sporadische Erlebnisse. Schließlich gelangte ich an die restlichen Filme des Studio Ghibli und 2007 empfahl mir mein Bruder weitere Serien, über die ich mich weiter hantelte und meine Animewelt explodierte. Mittlerweile nenne ich meine Animeleidenschaft “The Anime Rainbow” und habe das Gefühl, ich bin etwa im letzten Drittel des für mich Sehenswerten angekommen. Aber wie gesagt, jede Saison kommen neue Serien heraus – und Überraschungen erlebe ich immer wieder. Es gibt also kein wirkliches Ende …

In einem separaten Post erkläre ich ein paar Regeln, z.B. zum Aufbau meiner Rezensionen (Triggerwarnungen, Spoiler und so) und ein paar Grundbegriffe. Ich mache das, damit ich diese zwei Posts dann immer verlinken kann.

Advertisements

2 thoughts on “Beyond Sailormoon: Come ride the anime rainbow!

  1. Pingback: Preisgekrönter Science Fiction Roman, kritische Computerspiel-Berichterstattung und feministische Cartoon-Figuren – DerLinkspam

  2. Pingback: Am Abgrund Links – 08.09.2014

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s