Die Königin macht Ferien 2: Strickzeug her, aber dalli!

[CN unabsichtliche kleine körperliche Verletzungen, Folgeschmerzen]

Hitze in der Nacht und am Morgen, weil die Vorhänge vorgezogen wurden. Kühle Dusche, Schwalben aus dem Badezimmerfenster beobachten. In der Gemeinschaftsküche dann eine Entdeckung, die zu makabren Gedanken verleitet, aber ich mag euch nicht damit behelligen.

Beim Packen dachte ich, ich bräuchte kein Strickzeug. Aber jetzt fehlt es mir, besonders da ich nicht wie sonst andauernd mit dem Internet verbunden bin. Ich will auch das Stachelige der Nadeln, das Weiche der Wolle, die Insichgekehrtheit des Strickens, die mir trotzdem den Blick auf die Umwelt erlaubt (soll heißen, ich kann Stricken ohne dauernd hinzusehen). Außerdem brauche ich Strickzeug für die kommenden Zugfahrten.

Schmerzen im Daumen, Schmerzen im Bauch. Die im Daumen haben sich lange nicht mehr gemeldet – dort hatte ich mich einmal beim Gemüseraffeln verletzt, später an einer anderen Stelle dann mit den Zacken einer Klarsichtfolienpackung. Seitdem ist mein rechter Daumen mein “Wetterdaumen”, aber ganz zuverlässig ist er nicht und manchmal denke ich mir, es hat mehr mit meinem Kopf und meinem momentanen Schmerzempfinden zu tun. Als mich die Schmerzen im Daumen im Februar vom Einschlafen abhielten, kaufte mir meine Mutter eine starke Schmerzsalbe. Ich habe sie noch nie verwendet, denn nach der Übergabe der Salbe hatte ich bis jetzt keine Schmerzen im Daumen mehr. Natürlich habe ich die Salbe jetzt nicht dabei. Die Schmerzen im Bauch sind die seit einiger Zeit üblichen Krämpfe am 3. Tag der Periode, sie erinnern mich daran, endlich einen Blogpost über sie zu schreiben.

Und jetzt schau ich mal aus dem Fenster der Straßenbahn. Leise drohe ich Daumen und Bauch mit Schmerztabletten.

Beim Betrachten einer Werbung für die Straßenreinigung fällt mir der Mann ein, den ich heute morgen beim Flicken eines Stücks Berliner Pflaster beobachtete. Mit einem kleinen Haufen dieser kleinen, unregelmäßig behauen und verlegten Steine, etwas Berliner Sand und einem kleinen Hammer klopfte er die Steine fest.

Mit der Straßenbahn fahre ich bis nach Pankow (Kirche) und die Berlinliebe überfällt mich. Die Häuser! Der Wollladen! Tiefe Beruhigung und milde Euphorie tritt ein.

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Danach bog ich in die Seitengasse ab und sah zwei Häuser, die mich sehr zum Lachen brachten. Sie sahen aus, als hätte jemand die Hausdekorationen aus einem Katalog bestellt, die gefielen, egal ob sie zusammenpassten oder nicht. Eventuell handelt es sich auch um missglückte Renovierungsversuche. Ein paar Details des ersten Hauses …

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Und vom zweiten Haus …

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Und ein drittes, sehr schönes Haus:

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Durch eine Gasse, in der sich die einander gegenüber liegenden Häuser immer sehr ähnlich sahen, kam ich wieder zurück zur Straßenbahnstation. Kurz davor befand sich ein Verkaufsstand mit duftenden Erdbeeren. Musste sein. Es beginnt zu tröpfeln.

Mit einem Kilo Erdbeeren und zunehmendem Regen ging es Richtung Rosenthal. Ich unterdrückte sämtliche Schreie, die mir angesichts der teils schönen, teils kitschigen kleinen Villen und Wohnhäuser entfahren wollen, drehe die Runde und fahre bis zur Friedrichsstraße zurück, um meine Erdbeeren mit Internet und Strom im Grimmzentrum zu essen. Selfies were made.

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Bevor ich eine Freundin treffe, stöbere ich im Kulturkaufhaus Dussmann nach schönen Alphabetbüchern für Nibling, aber nix. Dafür eine definitive und eine eventuelle Buchempfehlung (dazu später).

Fast hätte ich danach einen größeren Ohrringraub begangen. *seufz* Ich begnügte mich mit Frozen Yoghurt und Wollaufwickeln, bis ich Tante Tulpe in die Hände fiel, wo ich morgen nochmal hin muss (offenen Auges ins Verderben).

Essen mit der Freundin, plaudern, spazieren, Mauerpark, leichter Regen wieder. 20 Meter vor dem letzten Lokal ist eine Station der Straßenbahn, die mich direkt nachhause bringt.

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